Hassreden werden nicht weniger

Hassreden sind weiterhin ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion. Alle sind natürlich dagegen und entsprechend entrüstet. Und alle wollen sie was dagegen unternehmen, durchgreifen, aufräumen, löschen, Konten sperren und so weiter.

Aber im normalen Social Buzz sieht man davon noch herzlich wenig. Der pöbelt weiter munter vor sich hin. In diesen Tagen nimmt das Volumen sogar wieder zu.

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Hassreden nehmen zu nach IS-Terror

Ortstafel Rassismus Nein Danke!Das Thema „Hassreden“ ist seit einiger Zeit in der öffentlichen Diskussion. Oft steht dabei Facebook am Pranger. Hauptvorwurf (mit ministerlichem Segen): sie tun zu wenig, um das zu unterbinden.

Doch es geht durchaus nicht nur um Facebook, auch andere Formate der Social-Media-Landschaft (Twitter, Blogs, Foren) zeigen bei Hassreden ihr hässliches Gesicht.

Vor einigen Wochen habe ich einen „Hassreden-Scanner“ aufgesetzt. Mich interessierte, von welchem Volumen wir da eigentlich reden, wo besonders viele solcher Reden anzutreffen sind und welche Gruppen besonders angegriffen werden.

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20% Text ist zu viel

Wer eine Fanpage bei Facebook betreibt und diese schon mal beworben hat, weiß, dass es da immer eine kleine Genehmigungs-Phase gibt, meist nicht länger als 15 Minuten. Facebook prüft in dieser Zeit, ob der beworbene Beitrag nicht gegen die Facebook Werberichtlinien verstößt. Nur dann wird die Werbung auch „geschaltet“.

Beiträge, die die Prüfung nicht bestehen, werden zwar veröffentlicht, aber eben nicht beworben.

Ich stelle hier einen solchen Beitrag vor: er hat gegen die 20% Text Regel verstoßen – auf nahezu absurde Weise.

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Beste Zeiten für einen Social Media Beitrag?

CalenderEine Standardfrage für jeden Social Media Manager: Wann erreiche ich die meisten Menschen, wann meine Zielgruppe? Wann ist sie aufmerksam, wann engagiert?

Wann also sind beste Zeiten für die eigenen Beiträge in den sozialen Medien? In den letzten 12 Monaten sind hierzu mehrere Studien veröffentlicht worden – und die Ergebnisse liegen meilenweit auseinander!

Ein paar dieser Studien stellen wir hier vor. Und wir finden Erklärungen, warum die alte Faustregel: „Mittwoch, früher Nachmittag ist die beste Zeit“ nicht immer und überall stimmt.

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Nutzerzahlen sozialer Netze: Von einem der auszog….

Es war einmal ein junger Marketing-Praktikant in einem großen deutschen Unternehmen, der hieß Martin. Als Praktikant bekam er natürlich lauter verschiedene Aufgaben (und mit der Zeit auch immer mehr), aber eingestellt hatte man ihn eigentlich für das Thema „soziale Netze“.

Eines Tages kam seine Chefin zu ihm, sie hieß Andrea, und sagte: „Martin, ich muss dringend wissen, wie viele Leute sich in den ernst zu nehmenden sozialen Netzen in Deutschland so rumtreiben. Und zwar nicht irgendein blöder Prozentwert, zu dem mir dann wieder die Grundgesamtheit fehlt, sondern ganz konkret, in Millionen und Hunderttausenden. Und bitte nach Geschlecht getrennt, und am besten auch gleich nach Altersgruppen. Kriegst Du das hin? Du bist doch unser Social-Media-Spezialist, oder?“ Sie zwinkerte ihm motivierend zu.

Martin sagte: „Na klar, das sollte kein Problem sein!“ Und das glaubt er auch. Denn fast jeden Tag las er dazu irgendwelche Statistiken und Veröffentlichungen, da sollte man doch schnell etwas Vernünftiges zusammenstellen können. Andrea lächelte und rief ihm noch im Weggehen zu: „Morgen Mittag wäre prima!“

„Verdammt, wieso fall‘ ich bloß immer wieder auf so was rein?“, dachte sich Martin, aber er sagte nichts, sondern ging an seinen PC.

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Oculus Rift in den sozialen Medien

Facebook hat vorgestern Oculus VR für 2 Milliarden Dollar gekauft.

Oculus baut Brillen, VR-Brillen, sozusagen der Gegenentwurf zu Googles Glasses (die wohl in Koop mit Ray-Ban hergestellt werden sollen).

Der Kauf fand am 24.3. statt, rund 48 Stunden später wagen wir uns an eine erste Buzz-Analyse zu diesem Thema. Unser Tool dabei: Brandwatch.

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Social Media Aussichten

Social MediaAn Hand der Einkaufspolitik der großen Player am Social Media Markt, und insbesondere der von Facebook, analysiert Rosie Scott in einem Beitrag bei Jeff Bullas die zurückliegenden Phasen und Strategien von Social Media und versucht einen Blick in die Zukunft.

Dabei erkennt Frau Scott in den letzten 10 Jahren 4 Kauf-Phasen in der Facebook Einkaufsstrategie, die sie mit den Entwicklungsphasen des Unternehmens abgleicht. Das ist ganz interessant zu lesen.

Ihre Zukunfts-Prognose überrascht indessen nicht sonderlich: Es wird alles noch mobiler!

Auch wenn also die Social Media Aussichten in Rosies Beitrag eher knapp gezeichnet werden, haben wir doch einiges Erwähnenswerte darin entdeckt. Lesen Sie hier, was im Einzelnen:

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Neue Beziehung – der Nr.1 Facebook Life-Event!

Facebook BeziehungPünktlich zum Valentinstag kommt diese Nachricht:

Von allen Lebensereignissen, die man in seiner Chronik dokumentieren kann, ist „Neue Beziehung“ der am häufigsten gewählte Eintrag.

Das berichtet Jeff Bullas in einem seiner neuesten Beiträge. Seine Zusammenfassung beruht dabei auf einer Infografik von topmarketingschools.net.

Nicht alles davon interessiert uns Europäer, aber ein paar weitere Fakten aus dem Artikel sind noch recht beeindruckend:

  • So geht es mit Facebook zum Beispiel jeden Tag ins Neandertal: 20 Milliarden Minuten, das sind knapp 40.000 Jahre (!), beträgt die kumulierte Facebook-Zeit aller Nutzer – jeden Tag!
  • Der durchschnittliche Facebook-Nutzer hat 40 Fanpages, die er „liked“. Zusammen mit den wenigen elementaren demografischen Daten (Geschlecht, Alter, Wohnort) ergibt sich so für die meisten ein hochinteressantes Marketing-Bild – welche Studie könnte das in dieser Aktualität und Dichte liefern? Ganz schnell wird wieder deutlich: Wir Nutzer sind die Ware, nicht der Kunde.
  • Im dritten Quartal 2013 hatte Facebook 1,2 Milliarden aktive monatliche Nutzer, die Mär von den vielen schlafenden, inaktiven Accounts ist hier nach – eben eine Mär.
  • 4,75 Milliarden Beiträge werden von diesen Nutzern täglich „geteilt“ und 66% all dieser Beiträge werden in der Facebook-App abgesetzt. Der Mobile-Zug fährt also mit high-speed weiter.
  • Von den besser verdienenden Internet-Nutzern mit mindestens € 55.000 Jahreseinkommen haben 73% einen Facebook-Account.
  • Und aus welchem Land berichtet der Facebook-Kunde am liebsten? Aus Disneyland! Weltweit nimmt der Vergnügungspark die 4 beliebtesten Check-in-Plätze ein: No. 1 Kalifornien, No. 2 Tokio, No. 3 Hongkong und No. 4 Paris.

Sie suchen tiefer gehende, spezifischere Informationen zu Reichweiten, Nutzungsverhalten oder Vorlieben der Social Media Nutzer? Nicht nur zu Facebook? Fokussiert auf spezielle Branchen oder Regionen?

Es gibt täglich neue Studien, Analysen, Auswertungen. Fragen Sie uns. Wir kennen viele Quellen.

Facebook Freundefinder in D verboten

Richterhammer auf weiß isoliertDas Kammergericht Berlin hat am 24.1.14 in zweiter Instanz über eine Klage des vzbv (Verbraucherzentrale Bundesverband) gegen den sogenannten „Freundefinder“ von Facebook entschieden. Das erstinstanzliche Verbot ist korrekt, eine Revision ist nicht mehr möglich.

Hintergrund zum Freundefinder: Nutzt man diese Facebook-Funktion, erhält das Netzwerk Zugriff auf den gesamten Adressbestand des Nutzers und somit tiefe Einblicke in dessen sozialen Verflechtungen – weit über den originalen und angepriesenen Sinn der Funktion (Netzwerk des Nutzers vergrößern) hinaus. Der Autor selbst hat in seinem Buch „Facebook für Einsteiger“ bereits vom Gebrauch dieser Funktion deutlich abgeraten.

Hierüber und über die Bedeutung des Urteils sowie über mögliche nächste Schritte berichtet die Stiftung Warentest in einem aktuellen Beitrag, wir zitieren hier im Folgenden mehrfach daraus.

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Facebook voll im Trend

TrendingFacebook hat schon einiges von Twitter übernommen, zum Beispiel den Ausdruck „Follower“ für Menschen, die ursprünglich „Abonnenten“ hießen.

Exkurs: Das Abonnement ist eine schwache Form der Facebook Freundschaft, sie muss nicht bestätigt werden. Standardmäßig ist das Abonnement oder Folgen allen erlaubt, in den Einstellungen kann man das aber ändern. Wenn Ihnen also jemand auf Ihre Freundschaftsanfrage nicht antwortet, dann folgen Sie der Person einfach. So lesen Sie ebenfalls, was sie schreibt und dürfen das vielleicht sogar kommentieren (auch eine Einstellungs-Option). Wenn die unbeantwortete Freundschaftsanfrage allerdings nicht Nachlässigkeit sondern klare Absicht war, dann wird der „Verfolgte“ womöglich seine ungeliebten Follower aktiv blockieren – dann ist das ohnehin dünne Band endgültig zerschnitten.

In Deutschland gibt es noch den Begriff „Abonnent“, in den USA ist der „Subscriber“ ganz vom „Follower“ verdrängt worden – um auf der Twitter-Welle mitzusurfen.

Ähnliches gilt für den „Hashtag“, die #-Technik, um Beiträge zu einem bestimmten Thema unter einem einheitlich verwendeten Begriff zusammenzufassen.

Exkurs: z.B. ist #eintracht der Hashtag für alle Beiträge zu Eintracht Frankfurt. In einem älteren Beitrag haben wir hier ausführlicher über Hashtags berichtet.

Hashtags waren ein klares Twitter Merkmal – bis Facebook die Raute-Technik 2012 übernahm.

Und nun berichtet Mashable, dass Facebook seit Ende vergangener Woche das „Trending“ eingeführt hat, die Auflistung von aktuellen Themen-Trends auf Facebook. Ein Trend wird dabei an Hand der Veränderung, also der Steigerung seiner Nennungen erkannt, nicht an der absoluten Höhe (sonst gäbe es viele Dauertrends).

Bei Twitter waren die aktuellen Trends schon lange unten links zu sehen, bei Facebook werden sie nun oben rechts sein, Überschrift „Trendthemen“. In Deutschland müssen wir aber auf die Trendthemen noch ein paar Tage warten, der Roll-Out mit Trending begann aktuell nur in den USA, Kanada, UK, Australien und Indien.

Immerhin: die deutsche Hilfe zu den Trendthemen ist schon teil-präsent (ohne Bilder).

Mashable berichtet auch, dass bei Facebooks Trending-Roll-Out die Option, Trends zu sponsorn noch nicht aktiv ist – aber in der Schublade liegt.