20% Text ist zu viel

Wer eine Fanpage bei Facebook betreibt und diese schon mal beworben hat, weiß, dass es da immer eine kleine Genehmigungs-Phase gibt, meist nicht länger als 15 Minuten. Facebook prüft in dieser Zeit, ob der beworbene Beitrag nicht gegen die Facebook Werberichtlinien verstößt. Nur dann wird die Werbung auch „geschaltet“.

Beiträge, die die Prüfung nicht bestehen, werden zwar veröffentlicht, aber eben nicht beworben.

Ich stelle hier einen solchen Beitrag vor: er hat gegen die 20% Text Regel verstoßen – auf nahezu absurde Weise.

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Facebook verwandelt Aktivitäten der Freunde in neues Werbeformat

Mit „Sponsored Stories“ lanciert Facebook ein neues Werbeformat, bei dem die Aktivitäten der Freunde zur Werbung werden können. Ein Check-In bei einem Werbepartner kann etwa in eine Sponsored Story transformiert und dann besonders hervorgehoben werden.

Die Idee dahinter ist vielversprechend: Die Nutzer werden selbst zum Werbeträger und -auslöser. Ihre Aktualisierungen von Pages, Check-Ins bei Places (Orte), Likes (Gefällt Mir) und auch Aktivitäten innerhalb von Applikationen werden in Anzeigen verwandelt, die dann in der Spalte am rechten Rand des Newsfeed ihrer Freunde erscheinen. Aber auch Posts auf der Pinnwand von Unternehmen, können zu einer Werbeanzeige werden.

Unternehmen, die mehr Aufmerksamkeit auf Facebook erhalten wollen, können diese Möglichkeit nutzen und am Beispiel von Starbucks sehen, wie es funktioniert:

Eine Nutzerin checkt bei Starbucks ein und hinterlässt einen Kommentar (gefunden bei mashable.com):

Die daraus entstehende Sponsored Story kann folgendermaßen aussehen:

Dabei werden diese „Geschichten“ nicht jedem Nutzer auf Facebook gezeigt, sondern es werden die Privatsphäre-Einstellungen des Nutzers berücksichtigt und die Anzeige ist nur für die Freunde sichtbar.

Doch viele Nutzer werden trotzdem nicht wollen, dass ihre Aktivitäten nun in eine Werbeanzeige bei Freunden verwandelt werden (für die sie nicht einmal bezahlt werden). Eine Opt-out Möglichkeit wie bei den Social Ads (Anzeige am Rand, welcher meiner Freunde Fan einer Marke ist), gibt es bisher nicht: Facebook sagt das explizit. Das dürfte einigen Widerstand bei der Community auslösen. Coca-Cola, Starbucks oder auch Levi´s nutzen trotzdem die Gelegenheit und sind bereits Partner von Facebook bei diesem Werbeformat.

Facebook Werbepreise und Nutzerzahlen in Europa

Facebook ist mit mittlerweile 176 Milliarden Werbeeinblendungen vor Yahoo der größte Display Advertiser. Die Facebook Ads werden auch in Europa immer beliebter und ihr umfangreiches Targeting erlaubt ein extrem zielgenaues Bewerben der Facebook Nutzer.

Wie auch bei Google AdWords üblich werden die Preise durch ein Auktionssystem bestimmt und richten sich nach Angebot und Nachfrage sowie nach den lokalen Preisverhältnissen im entsprechenden Land. Die Werbepreise haben sich in den letzten 5 Monaten aufgrund der starken Nachfrage geändert.

Folgende Veränderungen sind eingetreten:

  • Die Facebook Ads sind teurer geworden
    Insgesamt kosten die Facebook Ads mehr als noch vor wenigen Monaten. In Griechenland, Ungarn, Finnland, Belgien und der Schweiz haben die Preise zwar etwas nachgegeben doch in allen anderen Ländern haben sie angezogen. So ist in Deutschland der durchschnittliche CPC von 24 auf 39 Cent angestiegen, in UK haben sich die Preise von 27 auf 55 Cent sogar etwas mehr als verdoppelt.
  • Die Preise innerhalb der EU unterscheiden sich stark
    In der Grafik kann man sehr schnell erkennen wie unterschiedlich die Preise in den einzelnen Ländern sind. Während in der Türkei der durchschnittliche CPC bei gerade mal 6 Cent liegt, müssen Werber in UK im Schnitt 55 Cent bezahlen.
  • Die Preise hängen nicht direkt mit der Nutzung von Facebook in einem Land zusammen Die Länder mit den meisten Facebook Nutzern wie Türkei, Spanien, Deutschland, UK oder auch Italien verteilen sich relativ homogen zwischen den CPC Preisen.

Hier die genauen Preise der Länder für CPC und CPM Anzeige-Einstellungen, wie sie Facebookmarketing darstellt: