Nissan LEAF: Netzwerk-Auto mit Energiespar-Wettbewerb

Nissans neues Elektroauto LEAF hat einen besonderen Zusatzservice: Das Auto ist Teil eines Energiespar-Wettbewerbs. In jedem Wagen ist ein System integriert, das den Energieverbrauch der Fahrer misst und an einen zentralen Server sendet. Diese gesammelten Daten werden den Fahrern auf einem Ranking-Dashboard im Wagen angezeigt, sodass sie sehen, wie viel Energie sie selbst und andere Fahrer verbrauchen. Der sogenannte „Regional-Modus“ des Carwing Systems zeigt den Verbrauch aller LEAF-Fahrer in der Region an. Wer am energiesparendsten fährt gewinnt, und ihm wird eine schicke Platin-Trophäe auf seinem Bildschirm angezeigt. Auch der Zweit-, Dritt- und Viertplazierte landen auf dem digitalen Podium im Wagen.

Das Carwing connected system war zuerst in Japan verfügbar und setzt auf Crowdsourcing um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Echtzeit Verkehrslagen werden angezeigt, wobei die Daten von anderen Carwing Nutzern stammen. So soll dieses soziale Netzwerk sich gegenseitig helfen und animieren, umweltfreundlicher zu fahren.

Die Idee ist ausbaufähig: Vielleicht vergibt Nissan ja von Zeit zu Zeit auch ein paar echte Pokale, um den Wettbewerb etwas attraktiver zu machen.

Der Nissan LEAF (Leading, Environmentally Friendly, Affordable, Family Car) ist ein Großserien-Elektroauto, das erstmals im August 2009 in Japan vorgestellt wurde. In den Vereinigten Staaten begann die Auslieferung im Dezember 2010. Der Deutschlandstart soll im Oktober 2011 und eine weltweite Einführung schließlich 2012 sein.

Kommt jetzt auch das Apple-Auto?

Gibt es bald schon ein iCar? Nach der Verpflichtung des Audi-Stardesigners Julian Hönig verdichten sich die Gerüchte, dass Apple nach dem Handymarkt nun auch die Autowelt revolutionieren will. Apple rekrutiert nämlich in den letzten Wochen aus allen automobilen Lagern: Neben Leuten des Batterie-Roller-Bauers Segway (zweirädrige selbstbalancierende elektrische Fahrzeuge) fällt vor allem ein Name im Apple-Team auf: Julian Hönig, früherer Stardesigner von Audi und Lamborghini. Dass Apple allerdings im Alleingang ein Auto baut, hält die Branche freilich für ausgeschlossen. „Das kann auch Apple alleine nicht stemmen“, sagt der frühere Volkswagen-vorstandschef Bernd Pischetsrieder. Vielmehr ist für den ehemaligen Topmanager eine Kooperation mit einem großen Automobilhersteller vorstellbar. Die so aussehen könnte: Apple liefert Image, Design und eine völlig neue Multimediawelt, der Autopartner sorgt für die Hardware in Form von Antrieb und Batterie. Doch wer könnte der Partner sein? VW wohl nicht, aber General Motors ist ein heißer Tipp. Dem Autokonzern käme eine Imagepolitur sehr gelegen. Fest steht: Durch die Verbindung von Elektroantrieb, moderner Kommunikationswelt und Design made by Apple würde ein komplett neues automobiles Genmaterial entstehen. Eines, auf das sich die Generation 2.0 wohl stürzen würde.