Digitale Medien: Über 50% der Zeit auf Smartphone-Apps

– jedenfalls in den USA. Und Trends rund um digitale Medien schwappen ja meist mit etwas Zeitversatz zu uns rüber.Social Media, Kugel, 3D, Web 3.0, Text, Bild, Audio, Video, P2P, digitale Medien

Die Zahlen stammen aus einer Studie von comScore aus dem Juli 2016.

Lesson learned:

Seit mehreren Jahren setzt sich die Go-Mobile-Entwicklung fort:
Digitale Medien werden immer intensiver auf Mobilgeräten genutzt.
Jetzt haben „die Mobiles“ deutlich die führende Rolle übernommen.

Nimmt man zum Smartphone noch das Tablet hinzu, dann kommen digitale Medien sogar auf 68%. Der Desktop-PC scheint mit einem knappen Drittel schon fast an die Wand gedrückt zu sein.

Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass zwar der Trend zur mobilen Anwendung weiter anhalten, der PC aber ebenso weiter eine wichtige Rolle spielen wird.

Von den 68% der digitale-Medien-Zeit auf Mobilgeräten entfallen nach der Studie 59%-Punkte auf App- und 9%-Punkte auf die Web-Nutzungen. Dies unterstreicht die weiter wachsende Bedeutung von Apps.

comScore Studie: Digitale Trends in Europa

Welche digitalen Trends gibt es in Europa? Welche Möglichkeiten ergeben sich für Werbetreibende? Die comScore Studie „2010 Europe Digital Year in Review” untersuchte 18 Länder in Europa und zeigt, wie der digitale Konsument aussieht, welche Länder das höchste Engagement aufweisen, welche Altersgruppen besonders aktiv sind, welche Inhalte am liebsten konsumiert werden und wie sich die neuen Kommunikations-Gewohnheiten (Netzwerken und Mobile) z.B. auf die Nutzung von Emails auswirken.

Hier die Ergebnisse:

  • Die meiste Zeit im Netz verbringen die Niederländer (24 Stunden pro Monat) und die Nutzer aus Großbritannien (31,5 Stunden). Das niedrigste Engagement weisen Italien (16 Stunden) und Österreich auf (13 Stunden). Deutsche Nutzer kommen auf 23 Stunden Internetnutzung im Monat.
  • Über die Hälfte der 360 Millionen europäischen Nutzer sind älter als 35 Jahre alt. Damit ist der typische europäische Nutzer älter als der Durchschnitts-User aus Asien oder Lateinamerika.
  • Auf Facebook verbringen die Europäer mehr Zeit als auf jeder anderen Website.
  • Nutzer verbringen ihre Zeit am liebsten auf Sozialen Netzwerken (84%), mit dem Teilen von Fotos (+ 17,2% im Vergleich zum Vorjahr), Erlebnissen und Updates. Den stärksten Rückgang gab es beim Instant Messaging (-8,3%) und Auktionsseiten wie eBay (-3,6%).
  • E-Mail ist bei älteren Nutzern beliebt. Bei den über 35-jährigen gab es einen Zuwachs der verbrachten Zeit von 6 %).
  • Soziales Netzwerken ist bei der Altersgruppe 15 – 34 Jahre um 32% gestiegen.
  • Europa verzeichnete das größte Wachstum der Social Network Sites im Vergleich zu anderen Regionen. 84,4 Prozent aller europäischen Internet User sind Mitglied eines Netzwerks (+ 10,9 %). In Deutschland wurde ein Social Network Wachstum von 16,6 Prozent erreicht.
  • Frauen sind auf sozialen Netzwerken aktiver als Männer. Sie verbringen 24,3 % ihrer Online-Zeit auf den Plattormen (+ 5,6 %), wohingegen Männer 16,6 % ihrer Zeit doert verbringen (+ 3,1 %).
  • In 15 von 18 der untersuchten Länder in Europa ist Facebook das führende social Network. Nur in den Niederlanden, Polen und Russland dominieren lokale Netzwerke.
  • Facebook wuchs 2010 in Deutschland um 35,7%. Nur in Portugal erzielte es ein noch stärkeres Wachstum ( + 48%).
  • Werbung innerhalb der Sozialen Netzwerke verdoppelte sich in Deutschland. In keinem anderen europäischen Land war die Wachstumsrate höher.
  • In Deutschland wurden im Jahr 2010 etwa 71,1 Milliarden Display Ads geschaltet.
  • Die Nutzung von Coupon-Seiten stieg in Europa stark an. Etwa 9,6% der Onliner nutzen sie (11,1% in Deutschland). Beliebtester Coupon-Dienst ist Groupon.
  • Die Nutzung von Videos auf  TV Seiten stieg in Deutschland um 14 % auf 16,3 Millionen Zuschauer. Im Schnitt sahen sich die Deutschen etwa 18 Stunden im Monat Online Videos an – so viel wie kein anderes Land. Die Dauer der einzelnen angesehenen Videos stieg dabei.
  • Der Smartphone Markt wuchs in Europa um 9,5 %. Das Betriebssystem von Google (Android) verzeichnete das größte Wachstum (+951%), liegt jedoch absolut noch hinter Apple und Symbian.

Hier die Ergebnisse für Deutschland im Überblick:

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Trends für das Jahr 2011

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Fast 20 Prozent der Werbeausgaben in Europa werden mittlerweile in Online-Werbung investiert – fast doppelt so viel wie noch vor 2 Jahren, Tendenz steigend. Folgende digitale Medien-Trends sind  laut der Studie für Europa in 2011 zu erwarten:

Soziale Netzwerke: Soziale Medien wuchsen 2010 enorm und auch für 2011 wird eine ähnliche Entwicklung vorrausgesagt. Das Marketing auf diesen Plattformen wird ebenfalls weiter steigen. Trotz früherer Bedenken in Bezug auf niedrige Click-Through-Raten innerhalb der Netzwerke, wuchsen die Investitionen von Unternehmen in diesem Bereich. Werbetreibende vertrauen folglich darauf, dort ihre Zielgruppe zu erreichen. Neue Trends wie ortsbasiertes soziales Netzwerken wird ebenfalls vom Social Media Marketing aufgegriffen werden.

Werbung: Display-Werbung wuchs 2010 stark, und durch Soziale Netzwerke wurden viele Impressionen erreicht. Der Online-Werbemarkt wird sich weiterhin entwickeln mit verbesserten Targeting-Möglichkeiten und kreativen Werbeeinheiten.

Video: 2010 wurden mehr längere Videos angesehen, was für die Werbebranche neue Möglichkeiten bringt. Besonders TV-Seiten verzeichneten mehr Zuschauer, die qualitativ hochwertige und längere Inhalte sehen wollen.

Mobile: Dem mobilen Sektor wird ein besonderes Jahr vorrausgesagt. Mehr als die Hälfte aller Handy-Besitzer werden Zugang zu mobilen Medien haben, hauptsächlich durch die starke Verbreitung von Smartphones. Wichtig wird für Werbetreibende, herauszufinden, wie die Konsumenten die verschiedenen Medien (PC, Smartphone, Tablets, etc.) nutzen um jeweils unterschiedliche Bedürfnisse zu befriedigen.

Suche: Suchmarketing wird weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Unternehmens-Strategien sein. Lokale Unternehmen werden an Beliebtheit dazugewinnen.

Soziale Netzwerke in Deutschland wachsen

Die Sozialen Netzwerke in Deutschland erreichen einen neuen Nutzer-Höchststand: 26,4 Millionen aktive Nutzer klinken sich monatlich in Online Communitys wie Facebook, StudiVZ und Co. ein. Das sind 3,6 Millionen User mehr als noch vor einem Jahr. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts ComScore ist das beliebteste deutsche Netzwerk im 3 Quartal 2009 das der VZnet Netzwerke mit den Seiten StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ. Pro Monat nutzen im Durchschnitt 14,6 Millionen diesen Dienst. Auf Rang zwei befindet sich das zur RTL-Gruppe gehörende Angebot wer-kennt-wen.de mit 6,2 Millionen Nutzern. Facebook folgt mit 5,6 Millionen Usern und konnte seine Community damit innerhalb eines Jahres verdreifachen. MySpace rangiert auf Platz vier mit 5,1 Millionen Mitglieder, danach folgt Windows Live mit 3,3 Millionen. Xing konnte ebenfalls stark zulegen: Laut Studie verdoppelten sich innerhalb eines Jahres dessen Userzahlen auf 2 Millionen. Klarer Gewinner ist jedoch der Microblogging-Dienst Twitter: Mit 1,8 Millionen deutschen Nutzern zählt Twitter 25 mal mehr Follower als noch vor einem Jahr. Weltweit werden laut Pingdom jeden Tag mehr als 27 Millionen Tweets gepostet. Allerdings stagniert dessen Wachstum seit einigen Monaten, so eine aktuelle Studie von Compete.

Auch Unternehmen zeigen mittlerweile verstärkt Interesse an Sozialen Netzwerken. Eine aktuelle weltweite Umfrage des Consultingunternehmens Deloitte zeigt, dass 94% der 400 befragten Betriebe verstärkt in Social Media Maßnahmen investieren. Hauptgründe seien die Generierung neuer Ideen, Stärkung der Markenbekanntheit, Erhöhung der Kundenbindung sowie die Nutzung viraler Effekte im Marketing.

Hier die Top Ten der deutschen Social Media Plattformen:

Social Media Nutzer in Deutschland