Win 10 Umstellung – erstaunlich problemlos

win10Während eines laufenden Projekts mal eben das Betriebssystem ändern, das hätte ich vielleicht früher riskiert. Doch so mutig bin ich nicht mehr. Vielleicht habe ich auch dazugelernt.

Jedenfalls habe ich die immer drängenderen Aufforderungen von Microsoft zum Win 10 Upgrade standhaft ignoriert, bis eben gerade ein Fenster relativer Ruhe aufging. Das war vorvorgestern.

Aber von wegen relative Ruhe: entspannt war ich absolut nicht.

Das waren meine drei größten Sorgen:

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Soziale Suche: Microsofts Bing verbündet sich mit Facebook

Microsofts Suchmaschine Bing reichert seine Suchergebnisse nun mit sozialem Kontext aus Facebook an und setzt damit Google extrem unter Druck. Künftig fließen die „Gefällt mir“-Klicks des Freundeskreises sowie der Social Graph des Nutzers in die Suche von Bing mit ein. Die Idee ist, dass die Nutzer durch die Verknüpfung mit Informationen ihrer Freunde, Bekannten und Familienmitglieder schneller die relevanten Antworten bekommen sollen.

Bei der Suche im Internet gehe es nicht nur um die Verbindung zwischen Daten, sondern auch zwischen Menschen, betonte Microsoft zur Ankündigung der Facebook-Partnerschaft am Mittwoch. „Menschen treffen ihre Entscheidungen immer wieder mit Hilfe von Informationen ihrer Freunde“, argumentierte Microsoft.

So werden zu Suchergebnissen passende Sites serviert, die von Personen aus dem persönlichen Facebook-Netzwerk zuvor per Klick auf den Like-Button favorisiert wurden. Bing zeigt dazu auch die jeweiligen Kontakte inklusive eines verkleinerten Profilbildes an. Zudem berücksichtigt eine Personensuche den eigenen Facebook-Social-Graph – wer nach Petra Müller sucht, erhält zuerst Ergebnisse zu Sites über Personen mit diesem Namen, die dem eigenen Kontaktnetzwerk nahe stehen, beispielsweise Bekannte der eigenen Facebook-Freunde.

Diese Kooperation ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung:

Zunächst stärkt Facebook damit seine „Instant Personalization“: Das neue Bing-Feature basiert auf Facebooks umstrittenem Instant-Personalization-Programm. Ausgewählte Partner-Websites können Besuchern personalisierte Inhalte auf Basis ihrer Facebook-Kontakte und -Aktivitäten präsentieren, ohne dass Anwender dafür zuvor die entsprechende Website autorisieren müssen. Wer bei Facebook eingeloggt ist und eine Site ansteuert, die Teil des Programms ist, erhält automatisch ein personalisiertes Benutzererlebnis.

Außerdem gerät Google extrem unter Druck: Der Bing-Facebook-Deal verdeutlicht einmal mehr die verzwickte Situation, in der Google sich gerade befindet. Denn Bing besitzt durch die enge Einbindung der Facebook-Welt nun einen entscheidenden Produktvorteil, was nicht zuletzt zur Förderung des eigenen Ansehens eingesetzt werden kann. Auch Google platziert zwar seit einiger Zeit Status-Updates von verschiedenen Diensten in seinen Suchergebnissen und experimentiert mit “Social Search”, ist aber, was Facebook betrifft, auf die öffentlichen Status-Updates beschränkt.

Spätestens wenn der Fall eintritt, dass sich Bings soziale Suche bewährt und einen wirklichen Mehrwert für die User bietet, wird Google extrem unter Druck geraten. Denn dann kann sich der Suchmaschinen-Marktführer ganz einfach nicht mehr leisten, den Anwendern eine Anreicherung der Suchergebnisse mit Kontext aus dem nutzerstärksten Social Network vorzuenthalten.

Zwar hat Mark Zuckerberg deutlich gemacht, dass die Übereinkunft mit Microsoft nicht exklusiv ist und er für weitere Kooperationen dieser Art offen ist. Doch ein solcher Schritt würde für Google nicht billig werden. Gerade weil er sich bei einem durchschlagenden Erfolg der Bing-Implementierung als alternativlos erweisen könnte.

Soziale Suche gilt seit langem als der nächste Evolutionsschritt von Suchmaschinen und wird durch diese Kooperation langsam zum Mainstream. Für Bing ergibt sich nebenbei ein positiver Imageeffekt: Galt die Suchmaschine lange Zeit als „uncool“, so überträgt sich nun das hippe Facebook-Image darauf. Auch dies bringt wohl eine größere Nutzerzahl mit sich, was wiederum zu größeren Einnahmen durch Werbeanzeigen führt.

User geben Suche nach 10 Resultaten auf

Fast die Hälfte der europäischen Internetnutzer gibt ihre Suche bei Suchmaschinen wie Google und Co. auf, wenn sie in den ersten 10 Suchergebnissen nicht findet wonach sie sucht. Das ergab eine Studie des europäischen Marketingverbands IAB Europe und InSites Consulting. Demnach sind die Internetnutzer ungeduldig und gehen davon aus, dass die relevantesten Ergebnisse am Anfang aufgelistet sind. 40% der Nutzer sehen sich nur die ersten 10 Ergebnisse an, geben danach allerdings auf, wenn sie nicht die gewünschte Information erhalten. Für Inhaber einer Website macht dieses Surfverhalten eine Suchoptimierung extrem wichtig. Bing könnte hierbei einen Vorteil gegenüber Google haben, da die neue Suchmaschine von Microsoft dem User viele Infos auf einen Blick liefert und aufbereitet, und ihn nicht wie bei Google nur durch weiterführende Links zu den Seiteninhalten bringt.

Was sucht die Welt? Ergebnisse der Suchmaschinen 2009

Bing, Yahoo und Google haben ihre Top-Suchanfragen von 2009 veröffentlicht. Da Bing bisher nur US-amerikanische Ergebnisse liefert, stellen wir zum besseren Vergleich ebenfalls die US-Resultate der anderen Suchmaschinen daneben. Sehr interessant: Twitter ist das meistgesuchte Wort 2009 bei Google, bei Bing belegt es nach Michael Jackson Platz 2.

meist gesuchte Begriffe 2009 (USA)
meist gesuchte Begriffe 2009 (USA)

In Deutschland allerdings taucht Twitter nicht in der Top-10-Liste von Google auf. Die Deutschen interessieren sich mehr für Videos und Online-Shopping. Hier die häufigsten Suchbegriffe von Google Deutschland:

meist gesuchte Begriffe 2009 (Deutschland)
meist gesuchte Begriffe 2009 (Deutschland)

Die Google Such-Trends der einzelnen Länder gibt’s auf dessen Zeitgeist-Seite.

Bing will News kaufen

Nach Facebook mobbt jetzt auch noch Medien-Mogul Rupert Murdoch den Suchmaschinen-Primus Google. Murdoch verhandelt mit dem Google-Rivalen Microsoft darüber, dass die Artikel seiner Zeitungen (u.a. Sun und Wall Street Journal) nur noch exklusiv bei Microsofts Suchmaschine Bing auftauchen sollen und nicht mehr bei Google. Microsoft ist sogar bereit für diese „De-Indexierung“ von Google große Summen zu bezahlen – nicht nur an Murdoch, sondern auch an andere News-Anbieter. Diese könnten somit von der Rivalität zwischen Google und Bing entspannt profitieren, was ihnen sehr gelegen käme: Durch den Rückgang des Printgeschäfts haben die Verlage starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Für Online-News möchte nämlich kein Leser zahlen – außer Microsoft.

Bing Suchanteil wächst auf 10 Prozent

Microsoft gewinnt mit seiner Suchmaschine Bing in den USA weiter Marktanteile und liegt mittlerweile bei knapp 10%. Allerdings bemerkt Konkurrent Google keinen Anteilrückgang, da Bing lediglich Prozente von Yahoo (Bings zukünftigem Partner) übernimmt. Hier die aktuellen Zahlen von comScore:

Marktanteil der Suchmaschinen in den USA

  September seit Jahresbeginn
Google

65,4%

+ 2,4%

Yahoo

18,0%

– 3,0%

Microsoft

9,9%

+ 1,4%

Ask

3,9%

+ 0,2%

AOL

2,9%

– 1,0%

Microsoft kauft Twitter- und Facebook-Updates für Bing

The next big Bing: Microsoft hat auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco eine Partnerschaft mit Facebook und Twitter angekündigt. Die Status-Updates beider Netzwerke sollen von nun an in Echtzeit mit Hilfe von Microsofts Suchmaschine Bing durchsuchbar sein – zunächst jedoch nur in den USA. Für Twitter ist diese Partnerschaft wohl der lukrativste Deal, den der Microblog-Webdienst je abgeschlossen hat, da der Datenzugriff für Microsoft kostenpflichtig ist. Bisher arbeitet Twitter fremdfinanziert und verzichtet auf Nutzergebühren oder Werbung. Wieviel Miscrosoft an Twitter für diese Zusammenarbeit zahlt, ist allerdings nicht bekannt. Facebook hat zwar deutlich mehr Updates pro Tag (45 Mio), jedoch sind die meisten davon privat und von der Suche ausgeschlossen. Tweets dagegen sind generell öffentlich zugänglich und fließen somit in die Bing-Suche ein.

Google möchte sich nicht abhängen lassen und kündigte ebenfalls eine Kooperation mit Twitter an, damit Tweets in Echtzeit auffindbar werden – diese soll aber erst in ein paar Monaten in Kraft treten.

Auch MySpace profitiert von diesem Deal, da dessen User-Updates in Zukunft direkt zu Twitter übertragen werden – und somit bei Bing zu finden sind.