Augmented Reality: Möglichkeiten und Beispiele aus dem Marketing

Die Realität ist nicht genug. Diesem Credo hat sich das spannende Feld der Augmented Reality („erweiterte Realität“) verschrieben. Dabei wird unsere Wahrnehmung mithilfe von computergenerierten Zusatzinformationen erweitert. Virtuelle Objekte werden beispielsweise auf Bildschirmen eingeblendet und überlagern oder ergänzen damit in Echtzeit die reale Umgebung.

Hier einige Beispiele für die kreative Nutzung von AR, Projection Mapping und der Kinect-Software.
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Augmented Reality:

 

Marken wie Lego und Ray Ban nutzen Augmented Reality um ihre Produkte in 3D an PC-Bildschirmen darzustellen. Mittlerweile ist die Technologie weiterentwickelt worden und unser Mobiltelefon das wichtigste Werkzeug: Dank verschiedenster Apps können wir mit unserer Smartphone-Kamera Häuser unserer Stadt ansehen und erhalten als Einblendung, ob dort Büro-Räume zu vermieten sind. Unsere Umwelt und Zeitschriften erwachen zum Leben, wir erhalten sofortige Übersetzungen oder können von einer Person, die gerade an uns vorbeiläuft, das Social Network-Profil checken.

Hier interessante Anwendungsbeispiele für AR:

 

Projection Mapping:

 

Projection Mapping gibt es seit ein paar Jahren: Die Software erkennt die Form eines Objekts –  am besten große Oberflächen und Strukturen – und überlagert sie mit bewegten Bildern, die aus Projektoren auf das Objekt ausgestrahlt werden.

Damit können Werbetreibende kreative Ideen einbringen, sie auf unbelebte Objekte übertragen und für den Kunden neue Erfahrungen schaffen. Ralph Lauren nutzte die Technologie um bei einem Event in London eine 3D Modenschau auf die Fassade eines neuen Stores zu projizieren.

Infinity und Toyota setzten die Technik ein um ihre Autos in Szene zu setzen. Toyota bestrahlte sein Fahrzeug mit 7 Projektoren um die Effekte so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen. Jedes Objekt wird mit dieser Technologie zu Leinwand, auf die etwas projiziert werden kann.

Hier interessante Anwendungsbeispiele für Projection Mapping:

 

Kinect Anwendungen:

 

Microsoft liefert mit seiner Kinect-Technologie für das Xbox-System eine faszinierende Möglichkeit, verschiedene Technologien (wie etwa Mikrofon, Kamera und Infrarot Sensor) miteinander zu kombinieren. Das tolle daran: Die Technologie steht – nach zahlreichen Hacker-Versuchen – jedem zur Verfügung. Dass mithilfe der Crowd Innovationen noch schneller generiert und umgesetzt werden können, erkannte nun Microsoft und stellte ein Software Development Kit vor, das mit Begeisterung angenommen wurde. Innerhalb weniger Monate entwickelten ambitionierte Hobby-Tüftler mit Kinect verschiedenste Anwendungen, von optischer Täuschung bis zu körpergesteuerten Lichtshows.

Hier eine Auswahl an Anwendungen, die Nutzer mit Kinect kreierten:

 

Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt verschwimmen durch diese Innovationen immer mehr. Medien, Marketing und die Kunden selbst nutzen die Technologien um intensivere Kundenerfahrungen zu schaffen und stärkere Interaktionen zwischen Marke und Kunde zu fördern. Die genannten Beispiele sind sicher erst der Anfang und wir sind gespannt auf die neuen Entwicklungen in diesem Bereich.

5 Tipps für Reise- und Tourismus-Seiten auf Facebook

Die Reise- und Tourismusbranche entdeckt zunehmend das Potenzial von Facebook um Kunden zu gewinnen. Hier sind 5 Beispiele gelungener Unternehmensseiten, die mit verschiedenen Ideen die Kunden überzeugen.

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1. Stelle die eigenen Vorzüge heraus

Facebook bietet viele Möglichkeiten die eigene Marke ins rechte Licht zu rücken. Auf Custom Landing Pages können die User erfahren, was es Neues über das Unternehmen gibt. So zeigt beispielsweise die Landing Page von Delta visuell ansprechend Neuigkeiten und Entwicklungen – eine Art Pressemitteilungs-Seite. Die Fans erfahren, dass immer mehr Flugzeuge mit W-Lan ausgestattet werden, neue Routen in Planung sind und die erste Klasse bald in regionalen Linienflügen angeboten wird. Die Nutzer können jede Mitteilung mit „gefällt mir“ markieren.

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2. Veranstalte Contests und belohne mit Werbegeschenken

Jeder liebt es zu gewinnen. Also gebe deinen Fans etwas, das sie gewinnen können. Sei es ein Gratis-Flug, eine kostenlose Übernachtung in einem Hotel, Rabatte oder Bonus-Milen, Contests sind eine tolle Möglichkeit um die Community zu aktivieren. Umso besser, wenn die Fans dabei eigenen Content generieren, wie z.B. Fotos, Videos oder Feedback teilen. So werden auch die Nutzer, die nur einen Preis gewinnen wollen, aussortiert.

Die Hotel-Kette Kimpton veranstaltete im Zuge ihres 30. jährigen Bestehens einen Wettbewerb. Fans sollten ihre schönste Geburtstagserinnerung teilen, und zwar als Geicht, Haiku oder Sonett und einem Foto. Die besten 30 Einsendungen gewannen eine kostenlose Übernachtung in einem Kimpton-Hotel.

Die Fluggesellschaft Virgin America veranstaltet einen „Chicago-Wettbewerb“. Auf einem Extra-Tab können die Nutzer Videos hochladen, in denen sie zeigen ,wie sie etwas Alltägliches verschönern. Der Gewinner fliegt mit einer Konkurrenz-Airline von Chicago nach Kalifornien, aber mit einem Virgin America Flug zurück. Das bessere Erlebnis zum Schluss soll neue Fans von der Marke überzeugen.

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3. Biete abwechslungsreichen Content

Status-Updates sind gut, doch man sollte auch andere Elemente integrieren um die Fans zu halten. Das Luxus-Resort Terranea in Kalifornien postet zum Beispiel Videos der dort abgehaltenen Hochzeiten. Videos, Fotos, Hotel- und Restaurantbewertungen von Seiten wie Yelp lockern den Content auf sowie Reise-Empfehlungen oder spannende News der Marke.

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4. Biete die Buchung per Facebook an

Kunden wollen ihre Reiseplanung so einfach wie möglich durchführen. Extrem nutzerfreundlich kann man das gestalten, wenn die Kunden ihren Urlaub direkt auf Facebook buchen können. Marken wie W Hotels oder Delta Airlines bieten diesen Service schon an. Das Buchungsmodul befindet sich meist auf der Haupt-Landing-Page. Das effektivste Marketing ist am Point-of-Sale. Will man also auf einer gut gestalteten Fan-Seite etwas verkaufen, so muss das für die Kunden so einfach wie möglich machbar sein. Ein Buchungs-Widget hilft dabei.

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5. Zeige tolle Bilder

Gerade bei Reisen kann man mit guten Bildern beeindrucken. Man zeigt den Kunden, was das Hotel zu bieten hat: Bilder des Wellnessbereichs, der Pools, Strände, Natur oder von schicken Restaurants, die ein Top-Fotograf gemacht hat. Das funktioniert natürlich auch bei Airlines. Die Reise-Seite Jetsetter besticht beispielsweise mit sehr guten Fotos.

Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von Mashable.

8 Unternehmen mit innovativen Social Media Strategien

Hier sind 8 Unternehmen, die ihren Online-Auftritt durch die kreative Einbindung von Social Media sehr erfolgreich gestalteten. Davon kann man sich einiges abschauen, auch wenn die eigene Zielgruppe eine andere ist.

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1. Martell Home Builders

Das kanadische Bauunternehmen verließ sich in der Vergangenheit stark auf Immobilienmakler um das Geschäft voranzutreiben. Seit dem Einsatz von Social Media stellt das Unternehmen jedoch selbst direkte Verbindungen zu den Kunden her, ohne auf einen Vermittler angewiesen zu sein.

Angefangen hat Martell mit einer Blogging-Strategie und stellte seinen Kunden nützliche Inhalte zur Verfügung, die auf deren Bedürfnisse zugeschnitten waren. Themen wie „14 wichtige Tools für neue Hausbesitzer“ oder „Tipps und Tricks für die eigene Werkstatt“ zog Martell die Aufmerksamkeit von Interessenten auf sich.

Auf dem Bild unten erkennt man die gut sichtbare E-Mail-Box und die Social Media Buttons. Beide Elemente sind oben rechts (die Stelle, die am meisten Aufmerksamkeit bekommt) und ermutigen damit zur Interaktion.

Info: Studien zeigen, dass sich mehr Menschen bei Blogs via E-Mail anmelden, als mit RSS-Feed. Martells Call-to-Action „Wir schicken den Blog an Ihre E-Mail-Adresse“ ist daher schlau und bringt Leads, denen Mehrwert in Form neuer Blog-Artikel versprochen wird.

Auch ortsbasierte Technologie kommt zum Einsatz: Die Bauleiter haben ein GPS-Gerät bei sich, das dem Kunden jederzeit deren Aufenthaltsort mitteilt. Die Kunden sind informiert und beruhigt und haben einen großartigen Kundenservice.

Auf der Homepage werden Bilder von Häusern gezeigt, die Martell gerade für seine Kunden baut – samt Bauentwicklung. Die Bilder können die Kunden an ihre Freunde weiterleiten und zeigen, wie weit ihr Haus schon gebaut ist.

Die integrierte Facebook Like-Box auf der Homepage vermittelt zusätzliches Vertrauen, wenn Kunden sehen, wie viele Fans das Unternehmen schon hat.

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2. Zappos

Zappos ist ein Online-Händer, der Schuhe, Kleidung und Accessoires verkauft. Deren Landing-Page auf Facebook teilt den neuen Besuchern mit, dass Zappos eine „Like-Like-Beziehung“ mit ihnen aufbauen möchte – sieht also seine Fans als ebenbürtig an, was die Bindung festigt.

Zappos fragt auf Facebook zuerst nach dem „Like“ und anschließend, ob sich der neue Fan in die E-Mail-Liste eintragen möchte. Dabei wird ihm eine Vorschau an Produkten gezeigt, die sich der Fan ansehen kann, wenn er sich in die Liste einträgt.

Zappos setzt auf eine „Inhalte sind nur für Fans“-Strategie. Das bedeutet, exklusive Inhalte, Videos und Sonderangebote werden nur Fans gezeigt. Das macht natürlich neugierig.

Auf der Willkommens-Seite gibt es eine Kommentar-Box, in der man über seine Lieblings-Produkte berichten kann. Die Kommentare schaffen Vertrauen bei neuen Fans und werden auch auf der eigenen Pinnwand veröffentlicht, was die Freunde sehen können.

Ein „Fan der Woche-Contest“ ermuntert die Fans, Fotos von sich zu senden, für die dann andere Fans voten können. Das beste Foto wird zu Zappos Pinnwand-Foto. Hier stehen die Fans auf jeden Fall im Vordergrund.

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3. Giantnerd

Giantnerd verkauft Outdoor-Bekleidung und –Ausrüstung. Social Media wurde fast überall auf der Homepage integriert. Giantnerd hat dort ein eigenes Social Network kreiert, dem man mit nur einem Click beitreten kann. Neue Mitglieder erhalten 5% Rabatt auf die Produkte.

Der Facebook Like-Button ist ebenfalls auf der Website integriert, daneben der Hinweis, dass Fans exklusive Deals und Angebote erhalten, wenn sie den Like-Button klicken. Seitdem sind die Bestellungen um 50% angewachsen. Ein erstaunlicher Social Media ROI.

Sucht ein potentieller Kund nach Produkten auf der Website, schlägt Giantnerd mehrere Methoden vor, wie der Kunde Feedback von anderen Social-Käufern einholen kann. Zum Beispiel das WikiNerdia: Ähnlich Wikipedia können Nutzer hier Informationen und Fotos von verschiedenen Produkten ansehen und die Informationen ebenfalls bearbeiten. Auch Fragen werden von der Community beantwortet. Damit verkauft praktisch die Community selbst! Und der wird bekanntlich mehr vertraut als den Herstellern.

So entsteht eine tolle interaktive Erfahrung, die Vertrauen schafft.

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4. Ford Motor Company

Ford stellt das Social Media Erlebnis in den Vordergrund seiner Marketing-Anstrengungen.

Bei jedem neuen Blog-Post wird das Bild, die Headline und Leserkommentare zum Post auf die Hauptseite der Website gestellt. So sehen alle Besucher und Interessenten von Anfang an die Social Media Kultur des Unternehmens.

Der Blog „The Ford Story“ ist ebenfalls besonders: Das Innovative Layout erlaubt es den Lesern, zuerst die Kommentare der Fans und Follower zu lesen, bevor sie den Artikel lesen. Die Blog-Kategorie Ideas nutzt Ford, um Leserideen für ihre neuen Entwicklungen zu sammeln.

Auch Fotos von Flickr sind eingebaut. Die Plattform ist übrigens sehr gut für Suchmaschinenoptimierung geeignet.

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5. Convince & Convert

Das Social Media Strategie Unternehmen zeigt bei der Vorschau eines Blog-Post an, wie viele Likes und Tweets der Artikel schon bekommen hat. Daran können sich die Leser gut orientieren.

Am Anfang und am Ende eines jeden Post sind Social Sharing Buttons. Da seine Kunden hauptsächlich Unternehmen sind (und somit auf LinkedIn aktiv sind), hat Convince & Convert den LinkedIn Share Button implementiert, der auch häufiger genutzt wird als der Facebook Share Button. Deshalb sollte man im Vorfeld wissen, wo sich die Kunden aufhalten.

6. Cree

Cree ist ein B2B-Unternehmen, das energiesparende, umweltfreundliche Industrie-LED-Lampen verkauft. Wie kann man daraus ein spannendes Social Media Konzept machen? Cree ermutigt Unternehmen, ihre miserable Beleuchtung auf der Seite zu veröffentlichen.

Wird man Kunde bei Cree, erhält man für seine eigene Seite ein Button, der sagt: „Ich bin Teil der LED Lichtrevolution.“ Damit baut Cree eine Community auf und hat gleichzeitig virale Präsenz auf anderen Homepages.

Auch für B2B Unternehmen gilt: Sie verkaufen nicht an Unternehmen oder Konsumenten, sondern an echte Menschen mit Emotionen, weshalb man versuchen sollte eine menschliche Note reinzubringen (schlechtes Licht als lustige Komponente und das Bedürfnis, beim Umweltschutz zu helfen).

7. Emmy´s Closet

Emmy´s Closet ist ein Online-Store, der Accessoires für Kinder verkauft. Das Unternehmen hat einen Store direkt auf Facebook eingerichtet, auf dem man Produkte suchen und kaufen kann, ohne das Netzwerk verlassen zu müssen. Jedes Produkt kann mit dem Share Button an Freunde weitergeleitet werden. Diese Buttons sind auch passend zum Marken-Design gestaltet.

Emmy´s Closet weiß, dass Facebook Commerce zunimmt. Viele der 500 Millionen Mitglieder wollen ihr Shopping Erlebnis lieber direkt auf der Plattform haben.

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8. San Chez Bistro

San Chez Bistro ist ein Tapas-Restaurant in Michigan und auf lokale Kundschaft angewiesen. Das Restaurant ermutigt seine Kunden, Tische via Twitter zu reservieren. Sendet man seinen Reservierungswunsch, erhält man eine Rückmeldung auf Twitter, in der sich die Betreiber für die erfolgreiche Reservierung bedanken.

Da immer mehr Smartphones im Umlauf sind, können viele Kunden unterwegs erreicht werden und man kann ihnen den Zugang zum Restaurant damit sehr einfach und schnell geben. San Chez nutzt zusätzlich Foursquare um eine virale Sichtbarkeit zu erreichen. Foursquare-Nutzer checken per Smartphone im Restaurant ein und teilen es ihren Freunden mit.

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Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von Social Media Examiner.

5 Beispiele für Social Media als PR-Instrument

Hier sind 5 kreative Ideen, wie man Social Media als PR-Unterstützung einsetzt. Neben dem Folgen der wichtigsten Medien, der Pflege von Social Media Profilen, der Beobachtung der Konkurrenz und der Veröffentlichung von Pressemitteilungen, gibt es noch einige andere Möglichkeiten, wie Social Media der PR-Abteilung von Nutzen sein kann.

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1. Nutze Breaking News

Wer aktuelle Schlagzeilen einbauen möchte, der kann dies mit Social Media innerhalb von wenigen Minuten. Die New York Public Library, ist die beliebteste öffentliche Bibliothek auf Twitter und auf Facebook. Ihre Strategie: Sich in die Schlagzeilen einbringen. Als beispielsweise der US-amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger starb, twitterte die Bibliothek den ganzen Tag Zitate des Schriftstellers und verlinkte auf passende Bücher ihres Bestands. Als die Schauspielerin Elizabeth Taylor starb, nutzte die Bibliothek den Dienst Tumblr, um Fotos der Schauspielerin aus dem Archiv zu posten. Newsweek und die Radio-Talkshow NPR Fresh Air übernahmen die Einträge, und auch andere bekannte News-Seiten wiesen darauf hin.

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2. Freie Mitarbeiter finden

Es ist oft nicht einfach, Freelancer für bestimmte Projekte zu finden. Social Media hat jedoch durch die große Reichweite das Potenzial, eine Vielzahl an Menschen anzusprechen.

Ruandas Tourismus-Abteilung suchte Redakteure, die während einer Reise über das Land berichten. Dafür wandte sich die Abteilung an die PR-Agentur Racepoint Group. Die Flugkosten wurden allerdings nicht bezahlt, weshalb Racepoint Schwierigkeiten hatte, Redakteure zu finden, die ihren Flug selbst bezahlten konnten. So startete die PR-Agentur via Twitter einen Contest: Wer Interesse an dem Job habe, solle einen Tweet an den Twitter Account @TravelRwanda senden. Der Aufruf zählte am Ende 82 Bewerber, von denen 3 nach Ruanda flogen und in Hunderten Tweets über ihre Reise berichteten. Die Aktion wurde ein großer Erfolg und eine breite Öffentlichkeit erreicht.

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3. Erschaffe Netzwerke, die zu deinen Kunden passen

Manche PR-Agenturen bauen auch unterstützende und einflussreiche Communitys in Social Media auf, die sie den Kunden „mitliefern“ können.

Die PR-Agentur Child´s Play Communications hilft Unternehmen, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen Mütter erreichen wollen. Dafür hat die Agentur extra spezielle „Social Influence Gruppen“ aufgebaut. Die Gruppen bestehen aus Frauen, die als Fürsprecher und Berater der Produkte fungieren. So baute die Agentur das Netzwerk Team Mom auf, das aus bloggenden und eigensinnigen Müttern besteht, die Produkte testen. Die Mütter des Parkbench Panel der Agentur testen ebenfalls Produkte, bevor diese auf den Markt kommen. Daneben veranstaltet die PR-Agentur noch sogenannte Co-Op Blogger Brunchs, bei denen 50 Blogger mit 10 Marken zum Networking zusammenkommen.

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4. Wichtige Leute auf Events treffen – koordiniert durch Social Media

Auf dem Medienfestival SXSW in Texas setzten PR-Fachleute nicht mehr auf E-Mail oder Telefonanrufe um mit Reportern in Kontakt zu treten, sondern konzentrierten sich vollständig auf Twitter und ortsbasierte Services um diese Leute zu erreichen.

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5. Bringe deinen Feed in die echte Welt

Der Facebook- und Twitter-Feed laufen als Stream auf deiner Website? Schön. Doch wie wäre es, wenn die News direkt neben einer wichtigen Straße zu lesen wären?

Das Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen Freed Maxick setzt seit 2009 auf eine digitale Twitter-Anzeigetafel neben einem Verkehrsknotenpunkt. Die Anzeigetafel zeigt Updates des Unternehmens-Twitter-Account in Echtzeit, bewirbt damit dessen Expertenwissen und Dienstleistungen. Seit 2010 betreibt das Unternehmen zusätzlich eine interaktive digitale Facebook Anzeigetafel. Hier wird ausgewählter Content der Facebook-Seite veröffentlicht und auf gemeinnützige Aktionen und Verbände aufmerksam gemacht.

Wie man mit Podcasting die Kunden überzeugt

Podcasts dienen der Außendarstellung, als Marketing-Instrument, fördern die Kundenbindung, Kundengewinnung und Imagebeeinflussung. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorzüge der Podcasting-Angebote.

Zwar machen die Rezipienten von Podcasts in Deutschland nur 2 Prozent der Internetnutzer aus, doch sie schenken dem Medium eine erhöhte Aufmerksamkeit, da die Nutzer zu fast 50 Prozent aus Heavy Usern bestehen.

Podcasts werden zudem oft unterwegs konsumiert, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, weshalb die Nutzer sich den Audioinhalten länger zuwenden, als beim Lesen von Website-Artikeln mit weiterführenden Links. Laut einer Studie wünschen sich 52 Prozent der Podcasthörer Audio-Podcasts in einer Länge von 20 Minuten und darüber hinaus. So lange widmet man sich wohl kaum einem Online-Text! Bei Video-Podcasts steht den Unternehmen weniger Zeit zur Verfügung. Hier wünscht sich die Mehrzahl der Rezipienten eine Beitragslänge von weniger als 10 Minuten.

Da Podcasts als sehr fortschrittlich wahrgenommen werden, werden auch Unternehmen, die dieses Medium einsetzen als besonders interessant, innovativ und kreativ eingestuft. Dies ergab eine Studie des Berliner Medienforschungsinstituts House of Research. Unternehmen können damit ihre Kompetenz im Hinblick auf Neuerungen zeigen.

Einer der Vorteile beim Podcasting ist es, dass die Streuverluste gering ausfallen. Die anvisierte Zielgruppe wird zu fast 100 Prozent erreicht, denn nur wer Interesse am Thema hat, lädt die Datei auch herunter. Die Inhalte können zudem emotionaler, authentischer und mit mehr Nähe transportiert werden.

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Tipps zum Podcasting

  • Podcasts sollten regelmäßig und über einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt werden, damit interessierte Nutzer die Inhalte abonnieren wollen. In diesem Punkt gleichen sie Zeitungen und Zeitschriften.
  • Man muss die Inhalte so präsentieren, dass ein Spannungsbogen das Interesse der Hörer aufrecht erhält. Wechselnde Sprecher, das Einspielen von Musik oder der Gebrauch von O-Ton-Sequenzen lockern die Beiträge auf. Der Bildschirmtext darf also nicht 1:1 übernommen werden.
  • Die Zielgruppe muss klar bestimmt werden. Welche Informationen will meine Zielgruppe? Wohl kaum Werbung zu meinem Unternehmen…
  • Auf mehreren Kanälen für die Podcasts werben. Die Menschen finden die Dateien nicht von selbst. Auf der Website, Twitter, Facebook und in der E-Mail Signatur kann man hervorragend auf das Angebot aufmerksam machen.
  • Man muss bei Podcasting geduldig sein. Auch wenn nur wenige Podcasts sehr berühmt werden, ist es für Unternehmen, die sich als Experte beweisen wollen, besser, 1.000 Hörer der Zielgruppe zu erreichen, als 10.000 zufällige Hörer.

Ein spannender neuer Service sei hier noch erwähnt: Der Audio-Dienst  „Social Sounds“ ermöglicht es Nutzern, sich eine Art Podcast ihrer Online-Präsenz erstellen zu lassen. Damit muss man nicht mehr vom eigenen PC aus E-Mails, neue Nachrichten und Status-Updates aus Social Networks checken, sondern man hört unterwegs auf dem Mobiltelefon die relevanten persönlichen News aus dem Netz ab. Die übermittelten Inhalte können individuell angepasst und auf einzelne Bereiche, Netzwerke oder Personen eingegrenzt werden. Zudem ist es den Anwendern möglich, die Nachrichten mit personalisierter Musik zu unterlegen und ein Stimmprofil anzulegen. So werden die Updates nicht von einer fremd klingenden Computerstimme, sondern von einer natürlichen und vertrauten Stimme vorgelesen.

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3 Beispiele für erfolgreiche Podcasts

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In den USA nutzen kleine und mittelständische Unternehmen Podcasts bereits verstärkt. Eine Studie von Access Markets International ermittelte, dass schon 2007 etwa 260.000 kleine und mittlere Unternehmen in den USA ihren Kunden einen Podcast anboten.

Folgende 3 Beispiele amerikanischer Unternehmen zeigen, wie kreativ umgesetzte Podcasts zum Unternehmenserfolg beitragen können.

WEBS: Ready, Set, Knit

Das Bekleidungsunternehmen WEBS hat sich auf Strick-, Häkel- und Webware spezialisiert. Jede Woche veröffentlicht das Unternehmen im Radio einen Podcast zum Thema Stricken. Bisher wurden 208 Podcasts veröffentlicht die im Schnitt 13.000 Hörer verfolgen. Das Erfolgsrezept: Kein Push-Sales betreiben, sondern informativ sein und locker über das Thema erzählen. Die Wirkung sehen die Verantwortlichen schon während der Show: Sobald über ein spezielles Thema berichtet wird, schnellt der Traffic auf der entsprechenden Unternehmensseite in die Höhe. Die Podcasts werden zudem auf anderen Social Media Kanälen beworben, es wird auf interessanten, authentischen Inhalt geachtet, der regelmäßig erscheint und von den Hörern nicht als Eigenwerbung empfunden wird.

Greenfeet: More Hip Than Hippie

Das Onlineversandhaus Greenfeet ist auf umweltschonende Produkte spezialisiert und zielt mit seinen Podcasts auf ein weltweites Publikum ab. Die Podcasts fangen mit einem Rocksong an und behandeln umweltfreundliche Produkte und aktuelle Themen zum Umweltschutz. Das Publikum wird stark einbezogen: Es wird über die Reaktionen der Hörer berichtet, E-Mails werden vorgelesen oder Zuhörer interviewt. So hat sich eine weltweit verstreute aber sehr aktive und treue Fangemeinde gebildet: Innerhalb von 5 Jahren luden etwa 1,2 Millionen Menschen die Podcasts herunter.

Copyright Clearance Center: Beyond the Book

Das auf Urheberrechte spezialisierte Unternehmen Copyright Clearance Center veröffentlicht jede Woche einen Podcast, um sich als Experte innerhalb der Verlagsbranche zu etablieren. Zunächst lud das Unternehmen alle 3 Monate zu Konferenzen zum Thema Urheberrecht ein, doch bald war klar, dass es schwierig ist, die Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort zu holen. Mit Podcasts konnten schließlich mehr Menschen zu geringeren Kosten erreicht werden. Im Oktober 2006 luden 60 Nutzer den ersten Podcast herunter, mittlerweile sind es 17.000 Nutzer jeden Monat.

Customer Co-Creation: Wenn Kunden mit Unternehmen gemeinsam Produkte herstellen

Was ist Customer Co-Creation?

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Customer Co-Creation ist eine neue Form der interaktiven Wertschöpfung zwischen Unternehmen und Kunden. Eine hoch motivierte Community von freiwilligen unbezahlten Nutzern entwickelt, produziert und verkauft gemeinsam mit den Unternehmen Produkte. In diesem Artikel wollen wir die wesentlichen Prinzipien erklären, Voraussetzungen und Probleme beschreiben und erfolgreiche Beispiele zeigen.

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Der emanzipierte Kunde

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Kunden sind heute nicht mehr nur passive Empfänger und Konsumenten einer von Herstellern autonom geleisteten Wertschöpfung. Vielmehr wollen Kunden die Produkte und Dienstleistungen selbst aktiv mitgestalten und übernehmen teilweise sogar deren Entwicklung und Herstellung. Diese Partnerschaft führt zu neuen Formen der Arbeitsteilung, der Koordination und Organisation von Innovations- und Produktionsprozessen. Das Web 2.0 bietet die ideale Plattform dafür.

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Marktforschung reicht nicht mehr aus

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Allen Marktforschungsmethoden zu Trotz scheitern 50 bis 80 Prozent aller neuen Produkte. Dies liegt meist nicht an einer schlechten Produktqualität, sondern daran, dass die neuen Produkte keinen ausreichenden Kundennutzen schaffen. Sie wurden einfach am Markt vorbeientwickelt. Durch die „interaktive Wertschöpfung“ mit den Kunden kann dieses Problem reduziert werden. Kunden sollen dabei die Produkte selbst (mit)entwickeln, die sie später nutzen wollen. Die so entstandenen Produkte sind näher an den wirklichen Kundenbedürfnissen. In einer Zeit, in der eine zunehmende Heterogenisierung der Bedürfnisse Prognosen eben darüber schwierig macht, bietet interaktive Wertschöpfung einen Ausweg.

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Eine neue Form der Arbeitsteilung

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Das eigentlich Besondere an der interaktiven Wertschöpfung ist die neue Form der Organisation industrieller Arbeitsteilung. In einem Unternehmen werden normalerweise die Aufgaben hierarchisch verteilt und Vorgesetzte kontrollieren und koordinieren die Arbeiten der einzelnen Mitarbeiter. Bei Arbeitsteilung zwischen Unternehmen, also in Märkten, ist der Preismechanismus das zentrale Koordinationsmittel. Bei Customer-Co-Creation oder „Common-based Peer Production“ hingegen werden die klassischen Koordinations-Mechanismen durch Selbstmotivation, Selbstselektion und Selbstorganisation der Akteure ersetzt.

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Voraussetzungen

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Damit diese Selbstorganisation funktioniert, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: 

  • Erstens muss sich die Gesamtaufgabe in viele kleine Teilaufgaben spalten (Prinzip der „Granularität“) und einfach über eine Interaktionsplattform verteilen lassen. So werden Hürden und Aufwand für die Nutzer gesenkt. Ziel ist, dass komplexe Aufgaben durch die verteilten Fähigkeiten vieler gelöst werden können, indem einzelne Nutzer vorhandenes Wissen optimal anwenden.
  • Zweitens müssen ausreichend viele motivierte Teilnehmer gewonnen werden können. Die Motivation bei der Peer-Production ist faszinierend, denn materielle Anreize fehlen hier fast völlig. Die Teilnahme schafft aber ein Gut, das entweder billiger ist als eine kommerzielle Alternative oder besser und sonst nicht am Markt verfügbar. Die Kunden-Produzenten sind ihre eigenen Konsumenten. Entspricht die gefundene Lösung ihren Bedürfnissen, haben sie ein genau passendes Produkt.
  • Dritte Voraussetzung ist Offenheit und ein nicht-proprietärer Schutz der geschaffenen Güter („commons-based“). Experten sehen deshalb auch die bestehenden Patentsysteme kritisch und als einen wesentlichen Faktor, der heute in etlichen Bereichen Innovation verhindert. Open-Source ist dagegen effizient und leistungsfähig: Ohne aufwendige Lizenzierung wird zur Lösung neuer Probleme auf vorhandenes Wissen zurückgegriffen.

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Herausforderungen

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Co-Creation birgt aber auch Herausforderungen:

  • Die Offenlegung der eigenen Stoßrichtung auch gegenüber dem Wettbewerber: Wo sieht Audi das größte Innovationspotenzial?
  • Probleme müssen hinreichend konkretisiert werden: Das 1-Liter-Auto als Vorgabe ist bekannt und reicht meist nicht aus für gute Lösungsvorschläge.
  • Die niedrige Entlohnung der Innovatoren kann bei sehr erfolgreichen Produkten zu Reputationsschäden führen.
  • Die Motivation der Crowd: Bei starken Marken-Communitys wie bei BMW oder Harley Davidson ist dies einfacher als bei den sogenannten Low-interest Produkten wie Waschmittel oder Besen. Bei bekannten und beliebten Marken wie Starbucks erhält die Community keine Gegenleistung, Tchibo belohnt dagegen mit Gewinnen von 2.000 Euro. Experten gehen davon aus, dass bei 100 Besuchern einer Seite, ein Besucher Content generiert und 9 Besucher diesen Inhalt kommentieren. Die restlichen 90 Prozent sehen nur passiv zu.
  • Die Rechtslage muss geklärt sein: Oft möchten die Ideengeber später beim Markterfolg partizipieren. Dies ist klar zu regeln.

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Beispiele

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Coldcorp: Das kanadische Bergbau-Unternehmen Goldcorp ist auf Goldminen spezialisiert, fand jedoch keine neuen Vorkommen mehr und stand im Jahr 2000 kurz vor der Insolvenz. Also entschied es sich, einen Wettbewerb zu starten, mit einem Preisgeld von einer halben Million Dollar und stellte alle geologischen Daten der Firma ins Netz. Über 1.000 Geologen und Hobbyforscher machten mit, werteten die Daten aus und lieferten erstaunliche Ergebnisse. Über 50% der Ideen betrafen neue Gold-Vorkommen, die das Unternehmen noch nicht kannte. So erzielte Goldcorp einen Gewinn von über 3,5 Milliarden Dollar, ging an die Börse und gehört heute zu den größten Gold-Unternehmen weltweit.

Threadless: Das Mode-Unternehmen Threadless verkauft ein einfaches Produkt: modische, bedruckte T-Shirts. Pro Monat mehr als 60.000 Stück. Das Besondere: Alle zentralen Aufgaben sind an die Kunden ausgelagert: Manche Kunden designen T-Shirts, andere machen Verbesserungsvorschläge zu den entwürfen. Die Mehrheit bewertet lediglich die Entwürfe anderer und wählt diejenigen aus, die in die Produktion gehen sollen. Sie übernehmen auch die Werbung, posieren als Models und sind die Fotografen für die Katalogfotos. Dafür erhalten sie keine monetäre Gegenleistung, nur wer tatsächlich ein Motiv designt, das produziert wird, erhält eine Pauschale von 2.000 Dollar. Erstaunlicherweise fühlen sich die Kunden dabei nicht ausgenutzt sondern zeigen große Begeisterung für das „Mitmach-Angebot“ des Unternehmens. Das Unternehmen selbst definiert lediglich die Spielregeln, honoriert die Kunden-Designer und steuert den materiellen Herstellungsprozess (Herstellung und Distribution).

Amazon: Amazon versucht mit „Amapedia“ die größte Produktdatenbank der Welt erschaffen. Amapedia ist eine Mischung aus Amazon und Wikipedia, bei der die Nutzer nicht mehr nur Buchkritiken schreiben, sondern jedes Produkt bewerten können. So bekommen auch ganz spezielle Produkte Informationen und verkaufen sich besser. Der Long-Tail wächst. Derzeit ist die Seite jedoch inaktiv.

Apache: Auch Google, Amazon oder eBay verlassen sich beim technischen Rückgrat ihres Geschäfts auf Nutzerentwicklungen. Sie alle nutzen den Web-server Apache, ein reines Open Source Produkt, das von freiwilligen Nutzern entwickelt wurde. Die Zufriedenheit der meist geschäftliche Nutzer dieses Services deutlich höher als bei kommerziellen Konkurrenten, denn auch der After-Sales-Service wird komplett durch eine hoch motivierte Community von freiwilligen Nutzern übernommen.

Open-Source-Car: Ein spannendes Projekt ist auch das Open-Source-Car (OSCar-Projekt). Es soll eine ernsthafte Alternative zu den Automobilen der großen Hersteller bieten. Hier wollen Nutzer ein neues Auto entwickeln, das nach den gleichen Prinzipien, wie Open-Source-Software entwickelt wird: Verteilt in einer Community leisten die Teilnehmer jeweils einen kleinen Beitrag, der von anderen aufgegriffen wird, bis eine komplexe Lösung entstanden ist. Ideen, Designs und Entwicklungspläne sind hier öffentliches Gut.

Fiat: Autohersteller Fiat setzte 2006 auf die Weisheit der Masse, indem es die Nutzer im Netz über das neue Design des Fiat 500 Cinquecento mitbestimmen lies. Nach ein paar Monaten hatte die Aktion über 10 Millionen Klicks und es wurden über 170.000 Entwürfe eingereicht.

Starbucks: Auf der Plattform MyStarbucksIdea können die Nutzer Vorschläge zu verschiedensten Themenbereichen abgeben. Welchen Namen oder welche Geschmacksrichtung soll der neue Muffin oder Kaffee bekommen? Wie ist die Atmosphäre in den Stores? Wie kann der Service oder die Zahlungsmodalitäten verbessert werden?

Tchibo: Tchibo-Ideas ist eine offene Plattform für Menschen, die neue Lösungen für „Alltagsprobleme und unerfüllte Produktwünsche“ bieten können. Die besten Ideen und Lösungen werden mit maximal 2.000 Euro belohnt. So entwickelte die Community beispielweise ein Schneidbrett mit integrierter Auffangschale oder einen Auto-Handtaschenhalter.

Lego: Nutzer teilen auf der Lego Mindstorm Seite ihre Ideen, schreiben Wettbewerbe aus und helfen sich gegenseitig beim Bauen und Programmieren.

Dell: Auf der IdeaStorm-Plattform übernehmen die Kunden den Kundenservice gleich selbst: Hier geben sich Neu- und Altkunden gegenseitig Tipps zu den Produkten. So wird die eigene Kundenhotline entlastet.

bring.BUDDY: Die Mitglieder des Netzwerks transportieren auf ihren täglichen Wegen Pakete und Päckchen. Informiert durch eine kurze Nachricht auf dem Mobiltelefon wissen sie, ob ein Päckchen in einer Packstation oder an einem Kiosk wartet, um auf der gewählten Route mitzureisen. Für jedes transportierte Paket sammeln sie Punkte. Diese können dann in kostenlose S-Bahn-Tickets, Warengutscheine, Gratis-Paketsendungen oder CO2-Gutschriften umgewandelt werden. Ein Projekt von DHL.

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Beispiele für Mass Customization

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Mass Customization ist eine besondere Art der interaktiven Wertschöpfung, bei der die Kunden mit den Unternehmen in der Produktion und im Vertrieb zusammenarbeiten. Hier kreiert jeder Kunde sein eigenes individuelles Produkt nach seinen persönlichen Vorstellungen.

Chocri: Nutzer können ihre eigene biologische Fair-Trade Schokolade aus Belgien kreieren. Sie wählen aus einer Vielzahl an Zutaten und geben der Schokolade ihren gewünschten Namen. 

Gemvara: Auf dieser Seite wählt der Nutzer Edelsteine und Metalle aus um seinen eigenen Schmuck zu kreieren.

Open Runway: Individuelle Schuhe können hier produziert werden. Man wählt aus verschiedenen Styles, Farben, Materialien aus.

Dell: Jedes Dell Produkt kann nach individuellen Wünschen zusammengestellt werden.

Levis: Eigene Gestaltung der Jeans: Form, Waschung, Style und Größe.

Wurstbrief: Kunden stellen ihre eigene Wurst zusammen und können sie als Brief verschicken.

5 kreative Marketing-Kampagnen mit Facebook Places

Mit Facebook Places können User anderen mitteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Zusätzlich kann man sich anzeigen lassen, welche Freunde gerade in der Nähe sind. Diesen Location Based Service können Smartphone-User seit Oktober 2010 auch in Deutschland nutzen.

Auch Unternehmen haben dank der Erweiterung Deals (vorerst nur in den USA verfügbar) das große Marketing-Potenzial von Places erkannt und erstellen Kampagnen rund um den Check-in Service. Die Vorteile:

  • Die Markenwahrnehmung wird gesteigert: Denn jedes Mal, wenn ein Facebook-User über Places an einem bestimmten Ort eincheckt (in einem Café, Restaurant, Geschäft, etc.), wird dieses Ereignis den durchschnittlichen 130 Facebook-Freunden im News-Feed mitgeteilt. Damit ist der virale Marketing-Faktor gleich integriert.
  • Neue Kunden werden angesprochen: In den Restaurants, auf der Straße, in den Geschäften oder bei Events erscheinen Deals auf dem Display der Smartphone-Besitzer. Sie werden für den Besuch mit verschiedensten Incentives belohnt.
  • Die Kundenbindung wird erhöht: Laut Facebook besuchen Nutzer das Soziale Netzwerk 28 mal pro Monat. Sie suchen dort Informationen, Gewinnspiele, Sonderangebote, Unterhaltung und Gutscheine. Mit Facebook Deals besteht die Option, loyale Kunden bzw. deren regelmäßige Check-ins zu belohnen.

So neu der Service ist, so schnell waren die Unternehmen beim Erstellen kreativer Marketing-Kampagnen rund um Facebook Places. Hier einige interessante Beispiele, in Anlehnung an Mashable.

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1. Rabatte für Check-ins

Eine simple aber effektive Methode um Places zu nutzen, ist es, Kunden bei jedem Check-in zu belohnen. Das kalifornische Premium-Shopping-Center Westfield Valley Fair wollte damit mehr Kundschaft anlocken. Jeder Kunde bekam beim Check-in einen 15 % Rabattgutschein. Der Erfolg blieb nicht aus: Es kamen mehr Kunden, und mittlerweile werden sogar 25% Rabattgutscheine via Places verteilt.

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2. Events fördern

Gerade bei besonderen Veranstaltungen lohnt sich der Einsatz von Check-ins für die Markenwerbung. Spielentwickler Electronic Arts UK entwickelte eine Places-Kampagne zu Weihnachten, genannt „Play4Xmas“. Dabei wurden sechs Events in Shopping-Zentren gepusht. Die Menschen, die zu den Events auf Places eincheckten, konnten jeden Tag bis zu 10 Videospiele gewinnen. Die Kampagne war ein großer Erfolg: Aus vielen Eventbesuchern wurden Markenbotschafter, mehrere hundert Check-ins bei jedem Event generierten über Zehntausend Impressionen bei den Facebook-Usern.

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3. Neue Orte bei einem Event festlegen

Die Sportmarke Onitsuka Tiger (Asics) sponserte das Sydney Bicycle Film Festival. Das Sportevent dauerte 4 Tage und hatte 10 unterschiedliche Veranstaltungen. Bei jeder Veranstaltung positionierte sich Onitsuka am Eingang, sodass sich die Eventbesucher auch dort registrieren und einchecken konnten – ohne den Einlass am Eingang nutzen zu müssen. Wer sich bei Onitsuka drei mal anmeldete und eine Frage zur Facebook Fanseite des Unternehmens richtig beantwortete, konnte ein Fahrrad oder eine Bike-Ausrüstung gewinnen. Schon am ersten Tag meldete sich über die Hälfte der Besucher über den Check-in von Onitsuka zum Event an.

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4. Tägliche Check-ins

Recruitment: Um neue Studenten zu finden, nutzt die University of Kentucky die Facebook-Reichweite seiner bestehenden Studenten. Dafür wurden riesige Facebook-Statuen aus Holz auf dem Campus aufgestellt, welche die Studenten dazu animieren sollen, jeden Tag bei der Universität einzuchecken. Somit tauchen diese Check-ins auch jeden Tag im News-Feed der Facebook Freunde auf. Darunter befindet sich sicherlich auch die Zielgruppe der zukünftigen Studenten.

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5. Facebook Places in einer Rangliste sammeln

Die für den britischen Tourismus zuständige Werbeagentur VisitBritain entwickelte ein interessantes Facebook Places Programm, um verschiedenste Orte und Landstriche von Großbritannien zu bewerben. Jedes Mal, wenn ein Nutzer zu einem erwähnenswerten und schönen Ort in Großbritannien kommt, soll er auf Facebook Places einchecken und eine Bewertung darüber verfassen. Dabei werden die Check-ins der Menschen gezählt und in einer Tabelle auf Facebook veröffentlicht. So entsteht ein Top 50 Ranking der beliebtesten Orte – von den Usern allein erstellt. Innerhalb von wenigen Wochen zählte die „Top 50 UK Places Seite“ mehr als 250.000 Besucher. Die Anzahl der Fans erhöhte sich um 34%.

Social Media im Direktvertrieb erfolgreich nutzen

Das Credo, Social Media diene nicht dem Direktverkauf, sondern soll von Unternehmen zur Kommunikation mit dem Kunden genutzt werden, ist weitverbreitet. Viele Unternehmen schrecken deshalb davor zurück, aktive Sales-Maßnahmen in ihre Social Media Strategie einzubauen und beschränken sich auf Kontakte-Knüpfen, Zuhören und Dialog. Doch nach und nach gehen Unternehmen dazu über, ihren Verkauf doch über die Social Plattformen abzuwickeln – mit Erfolg, wie die folgenden Beispiele zeigen.

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1. Dell nutzt Twitter zur Absatzförderung

 

 

Dell erwirtschaftet Millionen mit seinem „Outlet Store“ auf Twitter, wo das Unternehmen seine Kunden über besondere Angebote informiert. Gewartete Geräte, die funktionell wieder in einwandfreiem Zustand sind, werden hier angeboten. Es gibt keine Konversationen oder follow backs, nur simple und effektive Absatzförderung.

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2. TripAdvisor bettet Facebook in den Sales Funnel ein

 

 

Die Internet-Reiseinformationsquelle TripAdvisor, die Nutzermeinungen und Bewertungen zu Hotels und Sehenswürdigkeiten veröffentlicht und mit verschiedenen Reiseagenturen zusammenarbeitet, integriert seit neuestem Facebook. Nutzer können nun sofort sehen, welche ihrer Freunde schon an einem bestimmten Ort waren und sie direkt via TripAdvisor nach ihrer Meinung fragen.

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 3. Delta Airlines baut seine Buchungsmaschine in Facebook ein

 

 

Delta Airlines bettete eine Buchungssoftware direkt in Facebook ein. Immer mehr Kunden der Fluggesellschaft buchen hier direkt im Kreis der Freunde, ohne das Netzwerk verlassen zu müssen.

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4. Mattel setzt auf Co-Browsing

 

 

Der Spielzeughersteller Mattel gestaltete letztes Jahr kurz vor Weihnachten seine Website neu. Eine Shop Together Funktion ermöglichte Usern, genau das auf ihrem Bildschirm zu sehen, was andere Nutzer sich gerade ansehen („Co-Browsing“). Darüber konnte in einem Chat-Fenster gesprochen werden, was das Shopping-Erlebnis in ein soziales und spaßiges Event verwandelte.

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5. Dropbox belohnt Weiterempfehlungen

 

 

Weiterempfehlungen im Freundeskreis und Belohnungen dafür sind im Social Commerce enorm wichtig. Der Online-Datenspeicher- und Synchronisations-Service Dropbox bietet als Incentive für Weiterempfehlungen zusätzlichen Speicherplatz an. Zwar kann man diesen auch kaufen, doch durch simples Anwerben neuer Mitglieder bekommt der werbende Nutzer und das neue Mitglied 250MB Daten – und Dropbox ein neues Mitglied.

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6. Groupon setzt auf Gruppenkäufe

 

 

Das Phänomen des Gruppenkaufs überschwemmt derzeit das Netz. Groupon ist in diesem Bereich führend. Jeden Tag gibt es einen besonderen Deal, ein Sonderangebot mit erheblichem Rabatt auf ein Produkt oder Service. Der Deal wird nur ausgeschüttet, wenn sich genügend Leute dafür interessieren. So ermutigen natürlich viele Kaufwilligen ihre Freunde, dabei mitzumachen.  Eine andere Plattform, LivingSocial, verschenkt sogar das Sonderangebot, wenn der User 3 Freunde dazu bringt, das Angebot ebenfalls kaufen zu wollen. Twongo reduziert kontinuierlich den Preis des Angebots, je mehr Interessenten bestehen.

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7. Tradepal – Exklusivhandel im eigenen Netzwerk

 

Tradepal ähnelt eBay, doch hier handelt man nicht mit unbekannten Personen, sondern ausschließlich mit Miglieder des eigenen sozialen Netzwerks. Damit wird gleich Vertrauen geschaffen. Tradepal verdient bei jedem Handel 6% des Verkaufspreises und erhält diese Gebühr vom Verkäufer.

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8. Zopa – Das Netzwerk wird zur Bank

 

Die Plattform Zopa spezialisiert sich auf Finanztransaktionen. Grundgedanke: In diesem Netzwerk erhält man günstigere Kredite als bei Banken. Zopa agiert dabei als ehrlicher Makler und behält eine kleine Gebühr ein.

Currency Fair ist eine Art Devisenbörse und ähnelt Zopa, doch wird hier auf peer-to-peer Währungsumtausch gesetzt. Jemand der Dollar in Euro tauschen möchte, findet einen passenden Tauschpartner, der Euro in Dollar tauschen möchte, wobei damit jede Umtauschrate der Bank unterboten wird.

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9. Dell lässt die Community entwickeln

 

Dell und auch Starbucks ermuntern ihre Kunden, sich an der Entwicklung der Produkte zu beteiligen und Feedback zu geben. Auf Dells IdeaStorm beispielsweise, nennen Kunden Verbesserungswünsche. 2007 brachte Dell ein speziell ausgerüstetes Computersystem auf den Markt, nachdem 100.000 Kunden danach gefragt hatten.

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10. NikeID mit Eigenkreationen der Kunden

 

 

Nike lässt seine Kunden das komplette Design der Produkte selbst gestalten. Die Entwürfe kann der User auf Social Networks veröffentlichen um zu sehen, wie es bei den Freunden ankommt. So entwickeln die Kunden eigene Trends, die Nike auch gleich erkennen kann.

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11. B&Q baut eine Community in den Sales Funnel ein

 

 

B&Q ist der drittgrößte Do-it-Yourself Store der Welt. Kürzlich schaltete das Unternehmen eine Online-Funktion frei, mit welcher die Kunden Produktbewertungen abgeben können und sich gegenseitig Fragen stellen und beantworten können. Durch diese passionierte Online Community werden auch andere Nutzer motiviert und in ihrem Vertrauen dem Unternehmen gegenüber gestärkt, was sich natürlich positiv auf zukünftige Kaufentscheidungen auswirkt.

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12. Meetup organisiert Communitys offline

 

Das Tool Meetup ermöglicht und ermutigt Communitys sich auch offline zu treffen. Der irische Weinhändler Oddbins zum Beispiel organisiert über dieses Tool kostenlose Weinproben. Dank dieser Services erreichen Marken Kunden, die sich in ihren Stores treffen, über die Produkte austauschen und nebenbei dort einkaufen können.

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13. Starbucks belohnt „Check-ins“

 

Trendsetter in Social Media ist ganz klar Starbucks. Die Kaffeekette integrierte die ortsbasierte Plattform Foursquare in das Marketing, um Kunden zu belohnen, die häufig bei Starbucks einchecken. Man wird „Bürgermeister“ und erhält mit diesem Titel automatisch Rabatte auf Produkte.

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14. Eventbrite: Wie viel ist ein Share wert?

 

 

Die große Frage ist natürlich: “Wie viel verdiene ich mit Social Commerce? Was ist mein ROI?“  Die Online-Ticket-Agentur Eventbrite veröffentlichte vor kurzem Daten zum Durchschnittswert einer Weiterempfehlung. Hier der Share-Wert auf den einzelnen Plattformen:

Facebook = 2,52 Dollar

Email (Share) = 2,34 Dollar

LinkedIn = 0.90 Dollar

Twitter = 0,43 Dollar

Jedes Mal also, wenn jemand auf Facebook ein Event weiterempfiehlt, verdient Eventbrite zusätzlich 2,52 Dollar. Auch Email-Empfehlungen wirken sich stark aus. LinkedIn und Twitter versprechen dagegen weniger zusätzlichen Gewinn.

Anmerkung: Der Artikel entstand in Anlehnung an einen Post bei Social Media Today.

Die besten Guerilla-Marketing Kampagnen

Guerilla-Marketing ist Trend. Unternehmen nutzen diesen juristischen Graubereich um ihre Werbebotschaften an den Konsumenten zu bringen. Der Konsument darf theoretisch nicht mit Schleichwerbung konfrontiert werden, d.h. mit nicht kenntlich gemachter kommerzieller Kommunikation. Doch Guerilla-Marketing täuscht oft genug Journalisten mit einer erfundenen Story – dies ist nicht verboten.  Diese verbreitet sich dann als Viral im Netz. Hier ein paar Beispiele gelungener Aktionen:

  • Hornbach: Die Baumarktkette Hornbach drehte ein Video, bei welchem der Stuntman Ron Hammer (eine erfundene Figur) mit seinem Motorrad über einen Baumarkt springt – und verunglückt. Das Fake-Video wurde ins Netz gestellt und verbreitete sich rasant auf YouTube. Dahinter stand eine aufwändige Produktion: Die Figur Ron Hammer bekam einen eigenen Wikipedia-Eintrag, Plakate mit angekündigten Shows und Hornbach später mehrere Preise für die Aktion:

 

  • Axe: Für die Deo-Marke wurde die musikalische Kunstfigur Dr. Stay Dry erschaffen – plus detaillierter Vergangenheits-Geschichte. Mit dem falschen Rapper wurde ein Musik-Videoclip gedreht, der sehr stark an einen Axe Werbespot erinnert und daraus sogar zitiert. Der Song wurde ein Hit. Wohl auch durch die Unterstützung von MTV und Viva, die den Song rauf und runter spielten.
  • Deutsche Bahn: Die Bahn drehte gestellte Straßenumfragen und stellte diese auf YouTube.
  • Porsche: Der Autohersteller hängte einen Porsche an einen Kran. Registrierte User konnten anschließend per SMS abstimmen, ob das Auto fallengelassen oder verlost wird. 100.000 User registrierten sich innerhalb einer Woche und ließen den Porsche fallen.
  • Lego: Ein Strand in Holland. Eine 2,5 Meter große Plastikfigur wird unter mysteriösen Umständen an den Strand gespült. Sofort tauchen „Augenzeugen-Videos“ auf und verbreiten sich im Netz. Internationale Presse und Blogger machen sich auf die Suche nach dem Ursprung der Figur. Schließlich finden sie heraus, dass sie mit dem 70. Geburtstag von Lego zu tun haben muss. Clever, denn eine normale Pressemitteilung von Lego hätte niemals eine weltweite Berichterstattung ausgelöst.

Geniale Beispiele für Augmented Reality Marketing

Augmented Reality ist Trend. Eine simple Webcam lässt den User auf seinem Bildschirm sich selbst sehen aber auch Dinge, welche die Realität übersteigen bzw. erweitern („augment“). Marketing-Experten haben das große Potential dieser neuen Technik erkannt und geniale Kampagnen gestartet. Hier die bisher besten Aktionen:

BMW Z4

BMW wirbt in England für seinen Z4 mit einer Augmented Reality Software. Dabei druckt der User einfach ein bestimmtes Symbol aus und hält dieses Blatt Papier vor seine Webcam. Das von der Webcam erkannte Symbol erzeugt eine Miniatur-Ausgabe des Z4 auf dem Bildschirm, mit der man anschließend auf seinem Schreibtisch fahren kann. Die Räder des Wagens dienen dabei als Pinsel, wodurch man bei seiner Fahrt Bilder erzeugt. Diese Kunstwerke kann man sich ausdrucken oder an seine Facebook Freunde versenden:

 

 

Doritos Chili-Chips

Der Chips-Hersteller Doritos schont mit seiner Marketing-Aktion sogar die Umwelt. Die Chips-Tüte wird nicht achtlos weggeworfen sondern mit der Rückseite an die Webcam gehalten. Der darauf gedruckte Code wird gescannt und erzeugt eine Cartoon Figur, mit der man im größten Social Network Brasiliens, Orkut, ein Spiel spielen kann:

 

 

 

Ray-Ban

Online-Shopping nimmt extrem zu. Doch Sonnenbrillen sollte man besser anprobieren, bevor man sie kauft. Um aus diesem Dilemma zu entkommen, nutzt Ray-Ban ein besonderes Augmented Reality Tool: Der potentielle Käufer kann am Bildschirm sehen, wie ihm die neuesten Brillen-Modelle stehen – von verschiedenen Blickwinkeln aus. Meiner Meinung nach die bisher nützlichste Anwendung:

 

 

Wrigley’s

Der Kaugummi-Hersteller Wrigley’s  vermarktet seinen neuen Kaugummi „5 GUM“ mit 5 Symbol-Karten, die die Webcam erkennt. Jede Karte repräsentiert eine von 5 verschiedenen Geschmacksrichtungen des Kaugummis. Das Erkennen der Karten erzeugt Musik. Hält man eine Karte verdeckt, so wird dessen Sound gestoppt. Zeigt man sie der Kamera und bewegt sie, so ertönt der Sound und man mischt diesen zu den anderen Tönen:

Dies sind erst die Anfänge der Nutzung dieser Technologie. Wir warten gespannt auf weitere interessante Ideen…