Zero – ein Cyber-SciFi-Krimi

zero

Das Titel-Monstrum zeigt: es ist gar nicht so einfach, das Genre dieses Romans richtig zu beschreiben.

  • Krimi – denn Menschen werden in dem Roman aus ausgesprochen niedrigen Beweggründen getötet. Und alle suchen den Täter, aber niemand kann glauben, wer’s wirklich war.
  • SciFi – denn manches ist dann doch zu abgefahren, als dass es schon in einigen Ecken des Silicon Valley Realität sein könnte. Auch gut ein Jahr nach Erscheinen dudelt immer noch Zukunftsmusik im Hintergrund.
  • Cyber – denn es geht ums Internet, die Macht der Apps, ihre alles kontrollierende Präsenz und die Schwächen unserer Datensicherheit und unseres Datenschutzes.

Man könnte Zero aber auch durchaus einen politischen Roman nennen. Eine Kampfschrift gegen übermächtige Datenkraken und einen Appell an uns, kritisch und wehrhaft zu bleiben.

Dafür spricht unter anderem, dass der Autor eine zwar marketing-technisch voll aufgebrezelte, aber letztlich doch recht engagierte Seite betreibt: www.marcelsberg.de. Hier findet man mehr rund um private Transparenz und möglichen Schutz vor zu viel Intimitätsverlust, als auf manchen offiziellen Seiten zu dem Thema.

Worum es in Zero geht

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E-Books schieben Büchermarkt – in UK

Lt. einer Studie von Publishers Association ist der Buchmarkt in UK in 2012 um 4% auf £3,3 Mrd (~€3,9 Mrd) gewachsen.

Dieses Wachstum wurde allerdings eindeutig von den E-Book-Titeln getragen (+66%). Der Markt für Druckerzeugnisse schrumpfte um rd. 4%.UK Buchmarkt 2012

Trotzdem ist man auf der Insel nicht unglücklich in Herausgeber-Kreisen, denn das Wachstum im wichtigen Markt der elektronischen „Consumer-Books“ ist gegenüber 2011 von +366% auf +126% gesunken, hat sich also deutlich verlangsamt. Parallel hat sich der Druckmarkt nahezu behauptet.

Getragen wird das weiterhin starke Wachstum der E-Book-Titel insbesondere von Amazons kindle und vom iPad mini.

Die Branche erkennt sowohl additive Entwicklungen als auch substitutive Trends. Als große Horror-Vision hatte man die Schallplatten-Industrie vor Augen und befürchtete ähnliche Entwicklungen. Die zeichnen sich aber zur Erleichterung der Branche aktuell nicht ab.

Auf Grund der Besonderheiten des deutschen Buchmarktes sind die UK-Ergebnisse sicher nicht direkt vergleichbar. Indizien, in welche Richtung sich das Konsum (enten)-Verhalten wandelt, geben sie aber wohl doch.

Möglicherweise bleibt z.B. der Bereich der Belletristik von der umfassenden Elektrifizierung länger verschont, als etwa der des Sachbuchs. Dem gemütlichen Blättern und Schmökern haben kindle & Co ggf. noch zu wenig entgegenzusetzen.

Aber gerade im Bereich der Nachschlagewerke und semi-technischen Anleitungen im Umfeld sich schnell verändernder Informationen (IT Bereich im weitesten Sinne) sind sie schon jetzt eindeutig im Vorteil in 3 wesentlichen Dimensionen: Aktualität, Anschaulichkeit via Multimedia und Preis. Neben einer physisch gedruckten WordPress-Anleitung zum Beispiel muss schon jetzt auch das entsprechende E-Book unbedingt vorhanden sein.

Den Hinweis auf die Studie haben wir hier gefunden.

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Social Media Ignoranz

130423 genervtIch kann es wirklich nicht mehr hören – aber es werden einfach nicht weniger, die sowas sagen:

„Jaja, das stimmt, da geht wohl einiges mit Social Media, ich bin ja selbst auch bei Xing. Aber Twitter und Facebook und diese Sachen, das lehne ich ab. Da mach ich nicht mit.“

Wenn es meine Tante Trude aus Buxtehude wäre, zwischen Käse- und Rhabarbar-Torte – aber eben hat mir dieser Mensch noch seine Visitenkarte gegeben, und was steht da drauf? Marketing Leiter, Kommunikations-Experte, Business Coach, Vertriebsberater, irgend so einer von diesen tollen Titeln.

Schön auch: Verantwortlicher für Marketing und Sales in einem großen Versandhaus, „… aber Facebook und so, das überlaß ich meinen Kindern!“ (Original so vor einem Jahr gehört).

Muss man sich da wundern, dass die Hugendubels und Thalias dieses Deutschlands bis 2013 gebraucht haben, um zu merken, dass Amazon eben nicht über Nacht plötzlich verschwindet und alles ist wieder so schön wie zuvor? Heute im Radio eine Thalia Sprecherin: „Wir haben jetzt ein Angebot im Internet, sind bei Facebook, also da bewegt sich was…“ – hallo?

Ein Glück nur, dass die Amerikaner dafür auf dem Mitbestimmungs- und Arbeitsrecht-Auge so ignorant sind, da kann man billig Entlastungsangriffe fahren. Doch die Freude über den Bodengewinn wird nur kurz sein. Denn Arbeitsbedigungen kann man anpassen, aber der strukturelle Nachteil am Markt durch Verschlafen der Trends  bleibt.

Angeblich hat Gorbatschow es ja gar nicht gesagt, aber passen tuts doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Neues Amazon-Geld

Amazon hat angekündigt, im Frühjar eine eigene Währung in den USA einzuführen,“Amazon Coins„.

1 US-$ entspricht dabei 100 Coins. Eingesetzt werden kann das neue Amazon-Geld auf dem Kindle Fire, dem high-end Multimedia-Reader (oder soll man tablet sagen?) von Amazon.

Einsatzbereiche sind zunächst der Kauf von Apps und Games sowie Einkäufe innerhalb solche Anwendungen und Spiele. Die Meinungen gehen auseinander, ob das ein großes oder ein sehr großes Geschäft wird.

Zielgruppe sind anscheinend unter anderem Eltern, die so sowohl das Budget wie auch die von den Kids eingekauften Objekte besser kontrollieren können. Virtuelle Laserschwerte liegen nicht im Flur rum…

The Next Web hat mich auf diese Ankündigung von Amazon aufmerksam gemacht.

Blog-Motivierend

AustralienWir haben hier schon mehrfach Beiträge von Jeff Bullas zitiert und kommentiert. Der australische Kollege hat eine leichte, eingängige Art, Themen rund um Social Media darzustellen. Er recherchiert gut und stellt Fakten intelligent zusammen. Insbesondere 2011 und Anfang 2012 war er sehr fleißig beim Bloggen. Dann hat er ein Buch veröffentlicht und es wurde etwas ruhiger, so mein Eindruck. Auf jeden Fall stieg die Anzahl der Gastautoren auf seiner Seite.

Neue Autoren, wenn gut gewählt, sind kein Verlust, sie erweitern das Spektrum ohne das eigentliche Spielfeld zu verlassen. Auf Jeff’s Seite ist das ebenfalls so – auch wenn mir konkret seine „Schreibe“ besonders gut gefiel.

Vielleicht ist er ja grad etwas „leergeschrieben“, denn in seinem Buch hat er immens viele Erfahrungen der zurückliegenden Monate zusammengefasst, strukturiert und aktualisiert. Es ist lesenswert, denn, wie der Titel schon sagt: es ist „Blog-motivierend“, es regt an und inspiriert, zu schreiben. Und man bekommt Lust, dabei auch unterschiedliche Techniken und Tools auszuprobieren.

Wenn Sie selbst ein Blog führen und grad mal einen Durchhänger haben: ein Kapitel Jeff, und es geht schon wieder besser!

Dabei ist es nicht etwa schriftliche „Seelenmassage“, was Jeff schreibt, sondern ein sehr konkretes hands-on Fachbuch mit vielen wertvollen Tips zu den sogenannten Do’s & Dont’s.

Das Englisch ist sehr gut lesbar, einfach Sätze und keine professorale Wortwahl. Und es ist als eBook für den kindle zu haben, bei Fachbüchern aus meiner Sicht fast schon ein Muss. (Mein Bücherschrank würde den derzeitigen überholt-und-neu-Rhythmus im Business Bereich jedenfalls nicht mehr verkraften.)

Noch eine Bemerkung zu diesem Amazon-Link: Es ist wirklich beeindruckend, wie leicht es Amazon jedem Blogger macht, seine Bücher zu promoten. Man registriert sich im Partner-Programm (easy) und wählt ein Buch, über das man schreiben will. Das wars. Sofort gibt es den HTML-Text (ich habe hier den fürs Bild gewählt, aber Nur-Text oder als Widget am Rand ginge auch), den fügt man einfach ein – fertig.

Und wenn Sie jetzt auf das Buch klicken und bestellen bekomme ich sogar noch 70ct davon – wow, Tag gerettet!

WikiLeaks: Hacker legen Postfinance & Mastercard lahm

Die Rache des Netzes: WikiLeaks-Unterstützer attackieren derzeit verschiedene Unternehmen, die WikiLeaks die Abwicklung von Spendenzahlungen verweigerten.

Zunächst legten die Hacker, die sich der sogenannten Operation Payback organisieren, vor zwei Tagen die Webpage der Schweizer Postfinance lahm. Diese hatte zuvor das Konto des WikiLeaks-Gründers Julian Assange geschlossen. Anschließend kam der Online-Finanzdienstleister PayPal dran. Hier schafften es die Hacker jedoch lediglich den Blog des Unternehmens außer Gefecht zu setzen.

Seit heute steht auch die Website des Kreditkartenunternehmens Mastercard unter virtuellem Beschuss. Man kann die Seite nur zeitweilig aufrufen und muss lange Antwortzeiten in Kauf nehmen. Die deutet auf eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke hin, bei der ein Webserver durch eine nicht zu bewältigende Masse sinnloser paralleler Datenanforderungen lahmgelegt wird.

Koordiniert werden die Attacken anscheinend über den Twitter-Account @Anon_Operation, hinter der eine informelle Gruppierung steht, die ihre Wurzeln im Netzwerk der berüchtigten Hacker- und Trash-Plattform 4Chan hat. Das Forum gilt als Wiege der Anonymous-Bewegung, die immer wieder mit Protestaktionen, beispielsweise gegen die Scientology-Sekte, aber auch mit chaotischen Fun-Aktionen von sich reden macht.

4Chan ist keine Organisation im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Plattform, über die sich Gleichgesinnte unter anderem zum Zweck gemeinsamer Aktionen organisieren. Im Slang der 4Chan-Community werden koordinierte virtuelle Attacken als Raids (engl. für „Überfall“) bezeichnet.

Damit sind drei der vier Finanzunternehmen, die WikiLeaks ihre Services verweigern, lahm gelegt oder attakiert worden. Das einzige Unternehmen, das bisher noch keine Probleme zu haben scheint, ist Visa. Der Tech-Blog TechChannel nannte heute neben Visa und Paypal auch die Unternehmen EveryDNS und Amazon als potentielle nächste Ziele, da auch diese WikiLeaks ihre Dienste entzogen hätten.

Operation Payback ist auf Facebook mit einer Seite vertreten, auf der die Aktivisten sich heute Mittag beklagten, dass Mastercard zeitweilig wieder sichtbar wurde, weil die Zahl der an der Attacke teilnehmenden Rechner unter eine kritische Schwelle fiel. An der Mastercard-Attacke nahmen rund 720 Rechner teil, was ein Aktivist als „zu wenig, wenn man Amazon angreifen will“ bezeichnete.

Gefälschte Amazon-Bewertung: PR-Desaster für WeTab

Ehrlichkeit im Web2.0 ist Grundbedingung für einen erfolgreichen Unternehmensauftritt. Ignorieren Firmen dieses Credo, kann es schnell zum PR-Gau kommen, denn das Netz findet Täuschungsmanöver mit erstaunlicher Schnelligkeit heraus.

Diesem Problem muss sich gerade der Chef des Tablet-Herstellers Neofonie, Helmut Hoffer von Ankershoffen, stellen. Er hat wahrscheinlich auf Amazon unter falschem Namen eine euphorische Rezension auf sein eigenes Produkt, den iPad-Konkurrenten WeTab, verfasst. Eine nicht gesetzte Privacy-Einstellung könnte ihm dabei zum Verhängnis werden.

Was genau passierte: Der Amazon-Nutzer „Peter Glaser“ (eigentlich der Name eines hoch geschätzten Bloggers) lobt das WeTab (ehemals „WePad“) in den höchsten Tönen, findet es „nicht gut, sondern sehr, sehr gut“, es bringe „Schnelligkeit, Spaß und Leichtigkeit“. Doch das Profil des begeisterten Kunden ist mit dem Kundenkonto von Helmut Hoffer von Ankershoffen verknüpft, dem Chef des Berliner Tablet-Herstellers. Kurze Zeit nachdem Blogger und Apple-Fan Richard Gutjahr den Fall aufgedeckt hatte, ist die Rezension und das Profil von Peter Glaser verschwunden.

Doch damit nicht genug: Eine weitere Lobeshymne auf das vielfach verspottete Gerät führt zum Kundenprofil einer Sandra Hoffer von Ankershoffen, Ehefrau des WeTab-Chefs. Die Pseudonyme ließen sich ohne Weiteres auf die echten Kundenprofile zurückführen, weil das Ehepaar von Ankershoffen womöglich vergessen hat, beim Rezensieren ein entsprechendes Häkchen zu setzen. Beide Profile sind mittlerweile verschwunden.

Theoretisch könnte es zwar durchaus sein, dass auch ein Dritter die Verbindung zwischen dem Lob und den Profilen der von Ankershoffens geknüpft haben könnte, um sie zu kompromittieren, doch das ist eher unwahrscheinlich. Wiedereinmal zeigt sich, dass im Web2.0 nichts unbemerkt bleibt. Produktbewertungen im Netz sind heutzutage ein wichtiger Einflussfaktor auf die Kaufentscheidung der Kunden. Das WeTab kam in vielen Rezensionen nicht gut an. Doch diese Bewertungen zu fälschen richtet im Zweifelsfall mehr Schaden an, als dass es Nutzen bringt. Unternehmen sollten Kritik als Möglichkeit zur Verbesserung ihrer Produkte nutzen und keine Verklärung der Qualität betreiben.

Amazon integriert Facebook für Social Shopping

Amazon und Facebook laden zum Social Shopping. Beide Plattformen können nun verbunden werden, um auf Amazon die passendsten Geschenke zu finden – anhand der geäußerten Interessen auf Facebook. Für Amazon bedeutet das tiefe Einblicke in das Konsumverhalten der Nutzer.

Sobald ich als Nutzer mein Facebook-Account mit dem auf Amazon verbinde, sehe ich zunächst mein Facebook-Profilbild auf der Amazon-Seite. Zusätzlich weiß Amazon um meine persönlichen Daten, für die ich zuvor mein Opt-in gegeben habe. Anschließend zeigt mir die Shopping-Seite, welcher meiner Freunde demnächst Geburtstag hat und schlägt passende Geschenke für ihn vor, basierend auf Musik, Bücher oder Filme, die er laut Facebook-Profil mag oder auch auf seiner Amazon-Wunschliste eingetragen hat. Aber auch ich selbst bekomme Vorschläge, die zu mir passen könnten. Es gibt auch eine Liste, die anzeigt, was bei meinen Freunden insgesamt gerade beliebt ist.

Was die Privatsphäre betrifft, so versichert Amazon keine Shopping-Daten an Facebook weiterzuleiten oder meine Freunde zu kontaktieren. Hält man seine Facebook-Daten privat, so kommt auch Amazon nicht dran. Das Empfehlungssystem kann aber nur funktionieren, wenn die Nutzer ihre Daten öffentlich machen – entweder auf Facebook generell oder speziell für die Amazon-Verbindung.

Keine Frage: Dieser Produkt-Empfehlungs-Service ist praktisch. Allerdings gibt man hierbei ein weiteres Stück Privatsphäre auf. Will ich wirklich, dass jeder meiner Freunde sehen kann, was ich für Bücher auf meiner Amazon-Liste gelistet habe? Schließlich sind viele Facebook-Freunde auch einfach entfernte Bekannte oder Geschäftskollegen. Und auch innerhalb der Freundesliste würde ich nur gezielt Informationen teilen. Ganz davon abgesehen, was Amazon über mich weiß. Die Vor- und Nachteile muss jeder Nutzer für sich selbst abwägen.

Twittern für Gutscheine: Wie die Foodbranche das Social Net entdeckt

Lebensmittelhersteller entdecken Social Media für sich: Sie sammeln Millionen von Fans bei Facebook oder verteilen Produktproben an twitternde Anhänger. In Deutschland führt Pringles mit 3,5 Millionen Facebook-Fans vor Adidas (3,2 Mio.), Zara (3,1 Mio.) und Ferrero (2,8 Mio.) in einem aktuellen Ranking der Agentur VODa.

Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods reagierte bei seiner Keks-Marke Oreo auf die vielen internationalen Kommentare auf seiner Facebook-Seite: Eigentlich war die Marke Oreo auf den amerikanischen Markt ausgelegt. Aufgrund des weltweiten Anklangs – mehr als die Hälfte der Fans stammt nicht aus den USA –  werden auf der Seite nun internationale Aktionen gestartet und beispielsweise der „Weltfan der Woche“ gesucht. „Es war ein Aha-Erlebnis für uns,“ sagt Mark Clouse, weltweiter CEO bei Kraft Foods. „Wir verstehen nun, dass Facebook mittlerweile ein globales Werkzeug ist und eine Plattform, auf der wir mit den Konsumenten in einen internationalen Dialog treten können.“

Die Marke Wheat Thin Crackers belohnt fleißige Twitter Anhänger. So tourt ein Team der Marke durch die USA und überrascht Konsumenten, die am besten über die Marke getwittert haben, zu Hause mit Gutscheinen. Ziel der Kampagne ist es, Kommentare über Wheat Thins auf Twitter zu mehren und damit mehr Follower und Bekanntheit zu erlangen.

Dass immer mehr Lebensmittelhersteller auf das Word Wide Web setzen, zeigt sich auch daran, dass Kunden jetzt bei Amazon und Otto Lebensmittel online bestellen können.

VW direkt beim Kunden durch iPhone App

Viele Top-Marken haben Applikationen für das iPhone. Coca-Cola und Nike sogar zwei. Damit der User sich diese auch auf sein Handy lädt und die Marke somit immer bei sich trägt, müssen die Apps entweder nützlich sein oder Entertainment bieten. VW landete einen Volltreffer mit seiner App „Real Racing GTI“. Das im Oktober 2009 veröffentlichte kostenlose Handy-Spiel wurde bisher über 2 Mio. Mal heruntergeladen. VW will damit den Start seines neuen 2010 GTI in den USA einläuten. So haben die Spieler 6 Wochen lang die Chance, 6 dieser neuen Modelle als Limited Edition zu gewinnen.

Der App-Markt boomt und kann für die Hersteller ein extrem lukrativer Markt werden: Zwei Milliarden Mal wurden iPhone Apps bisher heruntergeladen, der erwirtschaftete Umsatz wird – nur für den Monat August – auf rund 200 Mio. Dollar geschätzt. Doch eine App muss in den Top-Listen auftauchen und von den Usern positiv bewertet werden, andernfalls hat sie keine Chance.  Neben VW haben es noch andere Unternehmen geschafft und sehr erfolgreiche Apps auf den Markt gebracht: Amazon Mobile ist auf Platz 9 in der Lifestyle Liste des App Stores. User können hierbei  Fotos von Produkten machen, die sie irgendwo sehen, und Amazon versucht dann in seinem Store dieses Produkt zu finden. Pizza Huts App setzt auf Entertainment und hat bisher über 1 Mio Dollar erwirtschaftet: User schütteln z.B. das Handy um Sauce ihrer Bestellung hinzuzufügen.