Nutzerzahlen sozialer Netze: Von einem der auszog….

Es war einmal ein junger Marketing-Praktikant in einem großen deutschen Unternehmen, der hieß Martin. Als Praktikant bekam er natürlich lauter verschiedene Aufgaben (und mit der Zeit auch immer mehr), aber eingestellt hatte man ihn eigentlich für das Thema „soziale Netze“.

Eines Tages kam seine Chefin zu ihm, sie hieß Andrea, und sagte: „Martin, ich muss dringend wissen, wie viele Leute sich in den ernst zu nehmenden sozialen Netzen in Deutschland so rumtreiben. Und zwar nicht irgendein blöder Prozentwert, zu dem mir dann wieder die Grundgesamtheit fehlt, sondern ganz konkret, in Millionen und Hunderttausenden. Und bitte nach Geschlecht getrennt, und am besten auch gleich nach Altersgruppen. Kriegst Du das hin? Du bist doch unser Social-Media-Spezialist, oder?“ Sie zwinkerte ihm motivierend zu.

Martin sagte: „Na klar, das sollte kein Problem sein!“ Und das glaubt er auch. Denn fast jeden Tag las er dazu irgendwelche Statistiken und Veröffentlichungen, da sollte man doch schnell etwas Vernünftiges zusammenstellen können. Andrea lächelte und rief ihm noch im Weggehen zu: „Morgen Mittag wäre prima!“

„Verdammt, wieso fall‘ ich bloß immer wieder auf so was rein?“, dachte sich Martin, aber er sagte nichts, sondern ging an seinen PC.

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Studie: Das Ende der E-Mail?

E-Mail-Dienste wie Hotmail, Yahoo oder Googlemail werden ein Problem bekommen: Ihnen fehlen in naher Zukunft wohl die Kunden. Denn die jungen Nutzer tummeln sich lieber in sozialen Netzwerken und nutzen deren Nachrichtendienste.

Eine comScore-Studie belegt nun, dass im Jahr 2010 8% weniger E-Mails geschrieben wurden, Teenager wendeten sich sogar zu 59% vom E-Mailen ab.

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Die Gruppe der 18 bis 24-Jährigen blieb fast unverändert bei den E-Mail-Diensten (minus 1%), wohingegen die 25 bis 34-Jährigen zu 18% weniger E-Mails schrieben. Interessanterweise steigt die E-Mail-Nutzung bei älteren Leuten: 22% mehr bei den 55 bis 64-Jährigen und 28% mehr bei den über 65-Jährigen. Die Erklärung: Immer mehr Best Ager fühlen sich im Netz zu Hause und nutzen das Internet. Allerdings kann auch diese Welle den gesamten E-Mail-Rückgang nicht ausgleichen.

Junge Leute verbringen 14% ihrer Online-Zeit in sozialen Netzwerken, das sind 3,8% mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Zeit der E-Mail-Nutzung sank auf 11%.

Setzt sich diese Entwicklung fort, so werden nicht nur Hotmail, Gmail und Co. Probleme haben, Nutzer für ihre Produkte zu finden, und damit auch weniger Einnahmen durch Display-Ads erhalten, sondern auch Marketingverantwortliche müssen umdenken, wenn die Kunden nicht mehr per E-Mail oder Newsletter erreichbar sind.

Die Studie Europäischer Social Media und E-Mail Monitor” von eCircle ergab für den deutschen Markt, dass E-Mail zwar momentan noch das Rückrat im digitalen Dialog mit den Konsumenten ist, der allerdings durch Social Media ergänzt werden sollte, um alle Altersgruppen gleichmäßig zu erreichen. Ältere Zielgruppen können vor allem über Newsletter erreicht werden. Aber gerade die einkommensstarke Zielgruppe der 20-49-jährigen wird am besten durch eine Kombination aus E-Mail und Social Media Marketing erreicht. Am häufigsten werden E-Mails für die private Kommunikation genutzt (85%), gefolgt von Online-Bestellungen (79%). Wenn man jedoch bald via Facebook-Account überall problemlos shoppen kann, werden die Gründe für einen E-Mail-Account rar…