Studie: 2011 wird ein Autojahr

2011 könnte für die Automobilbranche ein Rekordjahr werden, jedenfalls nach den Berechungen von Autopapst Ferdinand Dudenhöffer. Der Leiter des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen erwartet im kommenden Jahr einen Anstieg der Autoverkäufe auf 3,24 Millionen Fahrzeuge.

Dieses Jahr haben jedoch die Autoverkäufer in Deutschland noch nicht von der konjunkturellen Erholung profitieren können. „Trotz Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft ist der deutsche Automarkt mit 2,94 Millionen Zulassungen in das größte Loch seit der Wiedervereinigung gefallen“, urteilte Ferdinand Dudenhöffer. Laut seiner heute veröffentlichten Marktstudie bedeutet dies ein Minus von 22,8 Prozent bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund: „Die Abwrackprämie 2009 hat tiefe Wunden im deutschen Automarkt des Jahres 2010 hinterlassen“, so der Autoexperte.

Für das Jahr 2011 gibt sich Dudenhöffer jedoch zuversichtlicher. Er rechnet mit 3,24 Millionen Pkw-Zulassungen in Deutschland, was einem Zuwachs von 10,2 Prozent entspricht. Davon werden alle Marken profitieren, so seine Prognose. Außer Seat, denn das Modellprogramm für 2011 bringe keine wirklichen Neuerungen. Größte Gewinner im Aufschwung seien dafür Dacia und Porsche. Dort geben neue Modelle zusätzlichen Schwung.

Zuwächse gibt es auch bei den Summen, die Neuwagenkäufer investieren. Denn laut einer weiteren Studie des CAR geben die Deutschen wieder Rekordsummen für Pkw aus: Durchschnittlich 25.000 Euro lassen sich die Bundesbürger im nächsten Jahr einen Neuwagen kosten. Besonders gute Absatzchancen sieht Ferdinand Dudenhöffer dabei für den neuen Audi A6, den Ford Focus und den neuen BMW 1er.

Laut Dudenhöffer war 2010 das „Jahr der Anti-Abwrackprämie“. Durch die staatliche Förderung wurde 2009 der Markt durcheinander gewirbelt, jetzt stabilisiere er sich wieder. Deshalb zählt der Automarkt in diesem Jahr fast nur Verlierer. Unter den 30 verkaufsstärksten Marken gab es nur vier Gewinner, darunter Land Rover (+ 33 Prozent), Porsche (+3,6 Prozent), BMW (+6,6 Prozent) und Mercedes (+1,6 Prozent). Große Einbußen mussten dagegen Fiat (-51,9 Prozent), Toyota (-44,3 Prozent), Peugeot (-34,1 Prozent), Citroen (-31,8 Prozent), Opel (-31,8 Prozent), Skoda (-30,8 Prozent) und Ford (-30,7 Prozent) hinnehmen.

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