Social Media Monitoring Tool Qualität

130417 VergleichWenn Sie auf der Suche nach den 3 wichtigsten Kriterien für das ideale Social Media Monitoring Tool sind – in diesem Beitrag finden Sie sie nicht!

Obwohl wir zugeben müssen, so in die Richtung wollten wir schon. Zum Glück hatten wir aber unser Projekt gleich als „Pilot“ aufgesetzt, als eine Art „Machbarkeits-Versuchsballon“. Das war gut, denn es kam ein wenig anders, als wir erwartet hatten.

Hier lesen Sie, wie der Plan war, wie wir ihn umsetzten, was dabei Erstaunliches herauskam und wie es nun weitergeht.

Weil es doch Allerhand zu berichten gibt, und niemand gern mehr als 2 Seiten lesen mag, haben wir es in Abschnitte aufgeteilt. Heute sind Abschnitt 1. und 2., Plan und Umsetzung dran. Die anderen Abschnitte folgen in wenigen Tagen.

1. Der Plan

Es gibt viele solche Werkzeuge oder „Tools“ für das Social Media Monitoring, bekannte und weniger bekannte, Feature-reiche und einfache, teure, günstige und kostenfreie. Sie alle forsten den Social Media Buzz „da draußen“ nach den Suchkriterien durch, mit denen man sie auf die Suche schickt. Und sie kommen zurück von der Suche mit ihren Treffern inkl. deren Stammdaten (URL, Medium, Datum, Autor etc.), meist noch angereichert mit zusätzlichen Infos wie „Viralität“, „Relevanz“ und „Sentiment“.

Wer braucht solche Werkzeuge? Neben vielen anderen Zielgruppen: Jeder der Marketing macht braucht ein Social Media Monitoring Tool – auch wenn er gar nicht in sozialen Netzen aktiv ist. Denn seine Kunden sind da ja auf jeden Fall und loben oder verfluchen ihn bzw. seine Marke, dass es nur so eine Freude ist. Jede bessere Werbeagentur hat mindestens ein solches Tool im Einsatz, natürlich PR-Menschen, natürlich größere Marketing-Abteilungen.

Doch welches Werkzeug soll man nehmen? Bei so viel Bedarf ist es kein Wunder, dass die Nachfrage nach Auswahlkriterien groß ist. Und es gibt durchaus auch Antworten, man braucht nur zu googlen. Wir haben hier auch schon einige Vergleiche angestellt und dazu eine generische Kriterienliste erstellt.

Wir haben dabei primär die Ergonomie der Tools bewertet, die Filtermöglichkeiten, Export-Optionen, Reporting-Funktionen, Alerts, Mandantenfähigkeit und einiges mehr, alles technisch-funktionale Kriterien.

Eines aber haben wir nicht getan (und mit uns die meisten anderen Auswahlhelfer ebenfalls nicht): Wir haben nicht geprüft, ob die Fundstücke der Tools überhaupt stimmen.

Was könnte denn falsch sein? Theoretisch so einiges. Für einen besseren Überblick haben wir die möglichen „Fehler“ in 3 große Gruppen zusammengefasst:

Zu viel

Es wird zu viel gefunden, auch solche Posts, die gar nicht die Suchbedingungen erfüllen. Beim Datum etwa muss man auf die genaue Zeitzone achten (Ortszeit des Autors oder des Lesers?), aber auch komplexere Such-Strings können falsch übersetzt werden. Oder die Sprache wird falsch erkannt. Oder das Medium ist nicht richtig eingeordnet. Oder oder.

Zu wenig

Es wird zu wenig gefunden, einige Posts, die durchaus relevant wären, werden übersehen. Die Gründe können die gleichen wie oben sein. Hinzu kommt, dass bei der Dynamik an neuen und inaktiven URLs die Liste der aktuell abzusuchenden Adressen nie 100% up-to-date und vollständig sein kann. Um die 20 Millionen Internet Adressen suchen die meisten Tools bei jedem Search ab, da kann es immer Lücken geben (Die Listen der vergebenen URLs sind in aller Regel auch gar nicht verfügbar).

Falsch klassifiziert

Relevanz eines Posts macht man an der Größe der Audience fest, die Viralität an den Shares, das Sentiment an der Tonalität des Beitrags – alles Erkenntnis-Grundlagen, die mindestens so fehleranfällig sind wie das Datum oder die Sprache. Beim Sentiment kommen noch grundsätzliche Aspekte hinzu, wie wir in einem der letzten Posts schon dargestellt haben.

Auf der anderen Seite muss man zugeben: Die „Wahrheit“ die so ein Werkzeug generiert, kann Grundlage für durchaus weitreichende Marketing-, ja sogar Strategie-Entscheidungen sein. „Kann“ – vorausgesetzt, es gibt einen C-Level, der auf diese unheimlichen Künste der Social Media Analytics hört.

Aber ob es nun diese weise Geschäftsleitung schon gibt oder sie demnächst kommt: man wird nicht bestreiten wollen, dass die Ergebnisse dieser Werkzeuge voll belastbar sein müssen.

Und unsere Frage war schlicht: in wieweit sind die Ergebnisse voll belastbar?

2. Die Umsetzung

Dazu haben wir einige Anbieter zu einer gemeinsamen Pilot-Studie eingeladen, um eben genau dieser Frage nachzugehen. Auch hier in diesem Blog haben wir die Studie angekündigt und dabei das Exposé vorgestellt.

5 Social Media Monitoring Tool Anbieter haben schließlich teilgenommen

Die Searchbedingungen wurden von uns vorgegeben. Alle 5 Anbieter waren gebeten, die Searches aufzusetzen, durchzuführen und die Ergebnisse uns als csv- oder Excel-Datei (Format war grob abgestimmt) zu übergeben.

All dies hat prima funktioniert! Alle haben engagiert teilgenommen, alle waren an den Ergebnissen sehr interessiert.

Dabei gab es gleich die erste Erkenntnis: Solche Benchmarking-Studien sind sehr selten.

Aber es gab noch sehr viel interessantere Ergebnisse. Hiervon werden wir im nächsten Beitrag berichten. Bleiben Sie uns also bitte treu!

2 Gedanken zu „Social Media Monitoring Tool Qualität

  1. Hallo Herr Apel,

    super Auswertung. Auf so einen Vergleich habe ich gewartet. Der Link vom letzten Anbieter geht irgendwie nicht..

    mfG Susanne Mann

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