Rewe steigt in den Online-Handel mit Lebensmitteln ein

Rewe will ab Winter 2011 Lebensmittel online verkaufen. Neben der Lieferung nach Hause ist auch ein Drive-in-Supermarkt im Gespräch, bei dem online bestellte Ware abgeholt werden kann. In drei deutschen Städten sollen dazu verschiedene Konzepte getestet werden.

Wir berichteten bereits über die britische Supermarktkette Tesco, die ihren Kunden heute schon den Drive-in-Service anbietet. Nun will Rewe offenbar nachziehen.

Rewe-Chef Alain Caparros kündigte an, eine Art Drive-in-Supermarkt zu erproben, bei dem der Kunde zunächst online seine Ware bestellt, dann zu einer vereinbarten Uhrzeit zur Filiale fährt und die Produkte dort in Empfang nimmt.

„Zum anderen werden wir unseren Kunden die Möglichkeit bieten, sich von Rewe beliefern zu lassen. Die Kunden werden dann ihren kompletten Einkauf bei uns online bestellen können.“, sagte Caparros. „Egal, ob unsere Kunden Getränke, Obst, Tiefkühlkost oder Käse bestellen, wir werden liefern“, kündigte Caparros an. Anfangs würden das Drive-in und das Lieferkonzept zwar „nur einen sehr geringen Anteil am Umsatz ausmachen. Aber für uns sind solche neuen Ansätze auch eine Art Versicherung für die Zukunft. Wir können es uns nicht leisten, wichtige Trends zu verschlafen“, sagte der Rewe-Chef.

Konkurrenz hat Rewe derzeit schon von Amazon und Tegut, auch Versandhändler Otto will in den Online-Handel mit Lebensmitteln einsteigen.

Das Konzept könnte man durch weitere Features noch kundenfreundlicher gestalten: So könnte man sich als Kunde verschiedene permanente Einkaufslisten online zusammenstellen, unterteilt in Arbeitstags-Liste oder Wochenend-Einkaufsliste, bei denen dann ein Maus-Klick für die Bestellung genügt. Auch könnten „intelligente Kühlschränke“ anhand der Produktverpackungen erkennen, wann neue Ware gekauft werden müsste. Zukunftsmusik? Oder doch bald schon Realität? Die Möglichkeiten der Mischung „Online-Offline“ sind jedenfalls zahlreich und spannend.

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