Nokia macht Street View Konkurrenz

Der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia will, ähnlich wie Google für seinen Dienst „Street View“, in Europa und Nordamerika Straßenzüge und Häuser fotografieren. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche hat das Unternehmen zwei Jahre an dem Projekt gearbeitet, bei dem das Lasersystem LIDAR eingesetzt werden soll. Dadurch könne mit den Fahrzeugen, die mit hochauflösenden 360-Grad-Videokameras ausgestattet seien, auch ein 3D-Bild der Umgebung erstellt werden. Auch Googles „Street-View“-Autos sind mit Laser-Entfernungsmessern ausgerüstet. Die von Nokia geplanten Aufnahmen sollen jedoch viel detaillierter sein als die von Google verwendeten. Dies wird bei deutschen Datenschützern sicher auf vehemente Kritik stoßen.

Erste Tests in San Francisco habe Nokia abgeschlossen. „Noch vor Jahresende wollen wir mit der Erfassung in Frankreich und Großbritannien beginnen“, sagte laut dem Bericht Frank Pauli, der für Kartenmaterial zuständige Manager der Nokia-Tochter Navteq. In Deutschland tobt indessen noch die Debatte über Googles Street View. Doch sobald hier eine Lösung gefunden sei, sollen die Navteq-Autos auch in Deutschland losfahren, so Pauli.

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