Lufthansa bietet Passagieren Internet an Bord

Lufthansa-Passagiere auf Langstreckenflügen können sich auf einen neuen Service freuen und über den Wolken im Internet surfen. Zusammen mit den Partnern Panasonic Avionics Corporation und Deutsche Telekom bietet Lufthansa ihren Passagieren auf Interkontinentalflügen als erste Fluggesellschaft einen Breitband-Internetzugang an.

Der „FlyNet“ Service wird zunächst auf ausgewählten Nordatlantikrouten zur Verfügung stehen und soll bis Ende 2011 fast auf das gesamte interkontinentale Streckennetz von Lufthansa ausgeweitet werden. Der Service für die Fluggäste ist bis zum 31. Januar kostenlos, danach kostet die einstündige Pauschale 10,95 Euro oder 3.500 Meilen, eine 24-Stunden- Flatrate ist für 19,95 Euro oder 7.000 Meilen erhältlich.

Der Zugriff auf das Internet an Bord funktioniert mit jedem WLAN-fähigem Laptop oder Smartphone. Dank der hohen Bandbreite können auch E-Mails mit großen Dateianhängen ohne Zeitverzögerung versendet und empfangen werden. Geschäftsreisende haben zudem die Möglichkeit, auf das Virtual Private Network (VPN) ihres Unternehmens zuzugreifen. Ab Frühjahr 2011 soll zusätzlich auch die Datenkommunikation an Bord nach den weitverbreiteten Mobiltelefonstandards GSM und GPRS möglich werden. Zu den weiteren Kommunikationsoptionen an Bord werden dann neben dem drahtlosen Internetzugang (WLAN) auch das Versenden und Empfangen von SMS per Mobiltelefon und die Datenübertragung mit Smartphones wie z.B. das iPhone und PDAs (z.B. BlackBerry) zählen. Zum Telefonieren dürfen die Gäste ihr Handy jedoch weiterhin nicht nutzen. Der Grund: Umfragen zufolge wollen die Fluggäste Ruhe an Bord und nicht von Telefonaten belästigt werden.

Den Internetzugang an Bord gab es bei Lufthansa schon einmal – bis Ende 2006. Allerdings wurde der Service damals aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Damals nutzten nach Unternehmensangaben 30.000 Passagiere monatlich den Service.

Neben der verbesserten Kundenbindung verspricht sich die Lufthansa durch das Flynet auch eine Verbesserung bei der Wirtschaftlichkeit im Flugbetrieb. So können künftig Betriebsdaten laufend kontrolliert und verarbeitet werden, aber auch operationelle Anwendungen eingesetzt werden, wie etwa Telemedizin zu Übermittlung sogenannter Vitalparameter von erkrankten Fluggästen an den Boden.

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