Ein Magazin aus Tweets und Blogs

In einer Zeit, in der die Printmedien mehr und mehr durch digitale Newskanäle ersetzt werden, könnte sich eine interessante Gegenbewegung formatieren. Der Berliner Christoph Boecken hatte zunächst die Idee, Nachrichtenformate ihren angestammten Platz zu nehmen und einen neuen zuzuweisen: Er sammelte Blogeinträge und Twitterposts und fügte diese zu einem 48-seitigen Hochglanzmagazin zusammen. Dieses kann man sich im Internet kostenlos ansehen oder selbst ausrucken. Daher auch der Name des Magazins: „Ausdruck“. Am Kiosk zu kaufen gibt es die ausgewählten Blogosphären-Beiträge jedoch nicht. Erstaunlicherweise ist die Nachfrage nach einem echten gebundenen Ausdruck des „Ausdruck“ so groß, dass man diesen vielleicht doch bald käuflich erwerben kann. Damit würden Blogpostings und Tweets ihren Siegeszug offline fortsetzen. Das ist wahre Intermedialität!

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