Die Anatomie der perfekten Landing Page

Auf Landeseiten hat man nur etwa 5 bis 10 Sekunden Zeit, den Besucher von sich zu überzeugen. Diese kurze Zeit muss optimal genutzt werden, sonst verlässt der Nutzer die Seite wieder. Welche Merkmale muss eine gute Landing Page haben um Interesse und Vertrauen zu wecken?

Eine genaue Formel für perfekte Landing Pages existiert zwar nicht, doch gibt es ein paar Regeln, die man beim Aufbau beachten sollte. Natürlich muss man auch permanent testen, wie Änderungen bei der Zielgruppe ankommen, um die Seite zu optimieren. Hier ein paar Tipps für den Start:

1. Seitenüberschriften und Werbetext

  • Die Headline der Landing Page und die Wortwahl der Textanzeigen sollten zueinander passen. Der Nutzer kam ja mit speziellen Erwartungen auf die Seite.
  • Die AdWords Score gibt Auskunft über die Kosten pro Klick. Je größer die Übereinstimmung zwischen Werbeanzeige und Seitentext, desto besser die Score.

 

2. Klare und prägnante Überschriften

  • Das Erste was ein Besucher liest, sind die Überschriften. Sie dürfen nicht verwirren oder langweilen, sondern sollten den Besucher zu einem genaueren Hinsehen animieren.
  • Überschriften, die einen genauen Punkt thematisieren, erhalten mehr Aufmerksamkeit, als vage und schwammige Headlines. 

 

3. Einwandfreie Grammatik

  • Leider kommt es häufiger vor als man denkt, dass ein Händler seine Besucher zum Kauf aufruft, nach persönlichen Informationen oder Rechnungsadressen fragt und dabei Fehler in Grammatik oder Rechtschreibung macht. Vertrauen kann so nicht aufgebaut werden.

 

4. Vertrauensindikatoren nutzen

  • Eine wirkungsvolle Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen, ist es, Testimonials, Pressemitteilungen, Qualitätssiegel oder Sicherheitszertifikate einzubauen.
  • Das Optik-Unternehmen ACLens steigerte durch den Einbau des digitalen Zertifikats „VeriSign“ seine Konversion-Rate um 41% und die Einnahmen um 58%.

 

5. Starker Handlungsaufruf

  • Nachdem ein Besucher die Überschrift der Landing Page gelesen hat, muss er wissen, was er als nächstes tun kann.
  • Mozilla Firefox änderte sein Call-to-Action von „Try Firefox 3“ zu „Download Now – Free“ und steigerte damit die Downloads um 3,6% (500 zusätzliche Downloads während der Testphase).

 

6. Sichtbare Buttons und Handlungsaufrufe

  • Nach welche Keywords sucht meine Zielgruppe? Auch Wörter wie „Gratis“, „Kostenlos“, „Neu“ oder „Jetzt downloaden“ können verwendet werden.
  • Die Conversion-Buttons sollten sofort ins Auge fallen und direkt neben oder unter dem Handlungsaufruf platziert sein. Oder der Handlungsaufruf ist selbst der Button. Der Button sollte groß und hell sein und nicht erst durch Scrollen zu finden sein.
  • Orange oder Gelb sind gute Signal-Farben für Call-to-Action Buttons.

 

7. Nicht zu viele Links

  • Links, die den User auf zu viele andere Seiten führen, lenken ihn ab und wirken sich negativ auf die Conversion-Rate aus. Das Angebot soll schließlich im Mittelpunkt stehen.
  • Viele Links sind vielleicht bei einer normalen Homepage sinnvoll, auf einer Landing Page sollte aber Schlichtheit vorherrschen.

 

8. Textbezogene Bilder und Videos

  • Motivierende Videos von Testimonials oder Produktbilder auf der Page haben einen positiven Einfluss auf die Besucher und liefern den Kunden zusätzliche Produktinfos.

 

9. Wichtige Informationen ohne Scrollen

  • Die wichtigsten Teile der Webpage sollte der Besucher sehen ohne scrollen zu müssen.
  • Auch der Call-to-Action Button muss oben sein. Man darf nicht nach ihm suchen.

 

10. Optimiere über die Zeit

  • Die Landing Page sollte nach und nach optimiert werden. Am besten, man probiert verschiedene Versionen aus: Änderungen am Text und Design, der Bilder oder der Handlungsaufrufe sollten verglichen werden mit Änderungen des Nutzerverhaltens.

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Der Einfluss von Farben

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Auch Farben haben eine große Wirkung auf das Nutzerverhalten. Sie können die Verweildauer der Besucher erhöhen oder auch langweilen und sogar abschrecken.

0 Gedanken zu „Die Anatomie der perfekten Landing Page

    • Danke für Ihre Frage, Herr Komugovic,
      im Prinzip sind alle 10 Punkte auch im Falle einer Roadshow zu beachten. No. 4-6 scheinen uns aber besonders wichtig zu sein.
      Verweise auf frühere ähnliche Events und ihre Erfolge, klare Termin-Location-Ansagen mit Call-to-Sofort-Buchung, alle relevanten keywords prominent herausgestellt.
      Weitere Anregungen sind: Für die Buchung die Option anbieten, das Datum gleich in den eigenen Kalender aufzunehmen. Und E-Mail und Social Sharing: das muss der Kollege doch auch erfahren.
      Besteht hier vertiefender Beratungsbedarf? Dann schreiben Sie mich doch direkt an, wir unterstützen Sie gerne – das ist unser Business.
      Viele Grüße, Peter Apel
      peter.apel@vianova-company.de

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