"Wenn Sie Nick treffen wollen…

130212 Suche… oder Zugriff auf sein Laptop brauchen, wäre Montagmorgen 6 Uhr im Fitnessstudio die beste Zeit dafür.“

So beschreibt Raytheon (amerikanische Rüstungsfirma) lt. Spiegel Online sein neuestes Produkt „RIOT“,

Mit RIOT werden öffentliche zugängliche Informationen aus sozialen Netzwerken (Facebok, Twitter, Foursquare…) auf Personenebene zusammengeführt und ausgewertet. So kann man zukünftige Aufenthaltsorte, aber auch Netzwerke von Personen mit einiger Wahrscheinlichkeit erkennen.

Der Spiegel-Artikel beschreibt weitere Details recht ausführlich.

Mich erstaunt nicht, dass es das Produkt gibt, sondern nur, dass es jetzt am Markt angeboten wird.

Social Media Monitoring Qualität – ein Projektstart

130210 QualitätStimmen eigentlich die Ergebnisse, die uns Social Media Monitoring Tools liefern?

Diese Frage hat 3 interessante Dimensionen:

  • Sie sollte das Auswahl-Kriterium No. 1 sein, wenn man ein solches Werkzeug sucht
  • Sie wird erstaunlich selten gestellt.
  • Sie ist schwer zu beantworten.

Wir haben hier bereits 88 Kriterien für die SMMT-Auswahl vorgestellt und einige Werkzeuge entlang der Kriterien bewertet. (SMMT = Social Media Monitoring Tool). Doch hier standen funktionale und ergonomische Kriterien im Vordergrund.

Mindestens ebenso wichtig wie der Funktionsumfang etc. ist aber, ob die produzierten Ergebnisse eigentlich auch so ungefähr abbilden, was „da draußen“ wirklich los ist.

Wir wollen diesen Aspekt die Social Media Monitoring Qualität nennen. Diese Qualität ist deutlich schwieriger bzw. aufwendiger zu beurteilen als vorhandene Funktionen, benutzerfreundliche Oberflächen und verfügbare Hilfe-Optionen.

Im Kern geht es dabei um 2 Ausprägungen von Qualität:

  • werden die definierten Search-Kriterien positiv wie negativ eingehalten, d.h. wird alles gefunden, was die Kriterien erfüllt und nichts versehentlich aufgesammelt, was sie nicht erfüllt?
  • Werden die Ergebnisse korrekt „Themen“ zugeordnet? Das berühmteste Thema ist die Tonalität oder das Sentiment: wird das korrekt erkannt?

Wir wollen diese beiden Fragen in den kommenden Wochen angehen und dann hier davon berichten. Das Projekt ist kooperativ aufgesetzt: wir werden einige Hersteller / Produkte bitten, uns für ein Qualitäts-Benchmarking zu unterstützen – in erster Linie mit einem Testaccount.

Etwas genauer ist unser Plan in dieser Vorstellung zum Download beschrieben. Hierin wird hoffentlich deutlich, dass die konkreten Ergebnisse des Benchmarkings nur ein Ergebnis sein werden. Ein vermutlich wichtigeres wird sein, ob das Vorgehen generell umsetzbar ist und ob die angelegten Kriterien taugen. Auch darüber, über die sinnvollen Kriterien wie praktikabeln Bewertungsmethoden wollen wir zu gegebener Zeit (vor dem Sommer) berichten.

Im Idealfall mündet das alles in einen offenen Set an Methoden und Prüfkriterien, die dann regelmäßig für solche Qualitäts-Benchmarkings eingesetzt werden können.

Noch ist nicht klar, welche Produkte teilnehmen werden, aber sollte unter den Lesern jemand sein, der selbst ein solches Produkt im Sortiment hat und es gerne teilnehmen lassen möchte: Schreiben Sie uns, wir sind offen, wenn der Rahmen passt.

Und sollte unter den Lesern jemand sein, der einen vergleichbaren Ansatz kennt – das wäre auch sehr interessant zu wissen.

Microsoft greift Google in Sachen Datenschutz an

130208 DatenschutzNach einem Bericht auf dem Mediapost Blog hat Microsoft eine Kampagne gegen Google gestartet.

Darin wird behauptet, Google lese die „gMails“ aus, um so Erkenntnisse über Bedarfe der Verfasser zu gewinnen und ihnen maßgeschneiderte Werbeanzeigen päsentieren zu können.

Man solle  unbedingt von gmail.com zu outlook.com wechseln – so Microsoft.

Das Thema ist prima vista nicht schlecht gewählt: nur 14% der Web-Nutzer glauben, dass Webfirmen mit ihren Daten ehrlich umgehen (Ovum-Studie), doch ist das Thema auch für Microsoft sensibel – so der Blogbeitrag. Schießlich haben die Redmonder in der Vergangenheit selbst mit massiven Datenschutz-Vorwürfen zu kämpfen gehabt.

Die Wahrheit wird irgendwo zwischen opportunistischer Anti-PR von Microsoft und stets ernst zu nehmenden, allgemeinen Vorsichtsanforderungen an uns alle liegen.

Google ist sicher kein Schaf in diesem Wolfsgehege. Microsoft auch nicht.

Risiko: was mobile Spiele Apps heimlich noch so machen

Wir ahnen es ohne es –bisher- konkret erfahren zu haben: Manche Spiele auf dem Handy sind nicht nur zu unserer Unterhaltung da, sondern verfolgen noch „weitergehende“, potenziell heimliche Ziele. Gerade bei Free-Games hat sich wohl jeder schon gefragt, wie da eigentlich der Business Case aufgeht, was dem Entwicklungs- und Pflege-Aufwand an Einnahmen wohl gegenübersteht.

Vor einiger Zeit berichtete nun Veracode auf ihrem Blog von Untersuchungen in den USA zu dem Thema – und da war man zumindest in Teilen fündig geworden.

weiterlesenRisiko: was mobile Spiele Apps heimlich noch so machen

Value Protection: Werterhalt im Unternehmen

Ebit, Cash-Flow und Eigenkapitalquote sind wichtige unternehmerische Kennzahlen, die regelmäßig bewertet und reportet werden.

Vielfach unbewertet bleiben Werte wie Kompetenzen und Erfahrungskapital, die Mitarbeitern in Form von Wissen und Judgement in sich tragen. Hier wurden über die Jahre erhebliche Investitionen getätigt. Fortbildungen, Zusatzqualifikationen und ganz generell Personalentwicklung, Betriebszugehörigkeit und Motivation zahlen auf dieses Konto ein.

Die Erfahrung zeigt: Knowledge-Management Systeme können nur kleine Teile dieses Wissenschatzes sichern und dauerhaft erhalten.

Es sind die Menschen, in denen dieser Value, dieses Wissen schlummert. Wollen wir das Wissen erhalten und aktivieren, dann müssen wir uns um die Menschen bemühen.

Vianova-Company hat in Zusammenarbeit mit dem Partner Das ReifeNetzwerk das Programm „VALUE Protection“ entwickelt.

Kern von VALUE Protection ist die angemessene Wertschätzung der Menschen, die spezifisches Wissen, persönliche Erfahrungen und gereiftes Judgement im Unternehmen erworben haben.

Im Mittelpunkt des Programms stehen darum die älteren Mitarbeiter, denn sie sind die Träger essentieller Unternehmenswerte und –qualitäten, von Kompetenzen und Erfahrungskapital.

Zum Thema „VALUE Protection“ möchte ich gerne mehr erfahren.