Google Trends – und wozu das?

Ich bin über diese lustige Visualisierung der Google Trends gestolpert:

Was ist das?

Es sind die Top 25 Suchbegriffe bei Google in einer near-realtime-Darstellung.

Wikipedia erklärt Google Trends so: Google Trends ist ein Online-Dienst des Unternehmens Google Inc., der Informationen darüber bereitstellt, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine Google wie oft eingegeben wurden….“

Was soll das?

Gute Frage. Also erstmal ist es schön bunt und unruhig.

Und dann macht es mir irgendwie deutlich, welche Themen es auf der Welt gibt – und welche davon völlig an mir vorbeirauschen. Ich kenne über die Hälfte der Begriffe und Namen nicht, viele kann ich gar nicht lesen oder aussprechen, ich weiß nicht, warum Madonna für 10 Minuten ganz oben ist und dann wieder weg und so weiter.

Also ich komme mir mit meinen Themen nicht mehr ganz so wichtig vor, wenn ich da drauf guck.

Wie geht das?

Sie wollen das buntige Geflimmer auch auf Ihrer Webseite haben? Okay, das geht so:

Hier ist der Link zu dem neurotischen Schachbrett:

http://www.google.com/trends/hottrends/visualize?nrow=5&ncol=5&pn=p1

In WordPress (das hier ist WordPress) gehe ich in den Text-Mode, da kann man direkt html-Code eingeben. Und da steht in diesem Beitrag

<iframe src=“http://www.google.com/trends/hottrends/visualize?nrow=5&amp;ncol=5&amp;pn=p1/“ width=“918″ height=“576″></iframe>

Mit den width- und height-Werten justiert man den Raum, den das Teil einnimt auf der Seite.

Noch was?

Eigentlich ist das ja nur Spielkram. Eine schon etwas besser nutzbare Sicht liefert diese Seite, gleiche Quelle. Hier kann man ein wenig filtern (wenn man sich bei Google angmeldet hat). Wenige Minuten bevor ich das hier schrieb war z.B. FDP Lindner weit oben, weil er die Abschaffung des Soli für Gering- und Mittelverdiener gefordert hat. Wählt man das Thema aus, dann sieht man, dass sich Berliner, Nordrheinwestfalen und Bayern besonders dafür interessieren.

Hat man Freunde im Ausland, kann man hier auch nachschauen, was da gerade thematisch abgeht und ist für den nächsten  Smalltalk gerüstet. In Frankreich war zum Beispiel gerade der Film „Personal Shopper“ in aller Munde. Aha.

Wer mit eigenen Analyse-Werkzeugen über die Google Trends gehen will, findet hier die Api, sozusagen die Datenzapfsäule.

Digitaler Nachlass – ein guter Auftaktevent: digina16

Am 24. November 2016 haben sich Unternehmer, Wissenschaftler, Juristen, Journalisten und Blogger getroffen, um das Themenfeld „Digitaler Nachlass“ gemeinsam zu diskutieren – auf der digina16 (digitaler Nachlass 2016). Es war die erste Veranstaltung dieser Art, und die anregenden Vorträge, Gespräche und Kontakte, aber auch die öffentliche Resonanz (Tagesschau!) lassen annehmen, dass im nächsten Jahr die digina17 folgen wird.

Die Veranstalter haben hier bereits viele interessante Ergebnisse zusammengefasst.

In meinem Beitrag hier stelle ich einige persönliche Eindrücke sowie ergänzende Aspekte, die kaum zur Sprache kamen, vor.

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Standort-Tracking via Facebook

Sie befinden sich hier auf Geolocation- Symbol blauEins meiner Lieblings-Cartoons geht so: Die Katze („Le Chat“ von Philippe Geluck) steht vor einer öffentlichen Stadtkarte und sieht den Pfeil „Sie sind hier“. Le Chat sagt: „Das hat sich aber schnell rumgesprochen!“

Vielen Facebook-Nutzern ist nicht bekannt, dass die Mutter aller sozialen Netze diesen schnellen Info-Austausch zum aktuellen Standort des mobilen Mitglieds bereits jetzt technisch ermöglicht. Spannend ist daran insbesondere, dass auch, wenn die Facebook App gar nicht genutzt wird, trotzdem ein solches Standort-Tracking erfolgt.

In einem aktuellen Beitrag hat Jens Wiese von allfacebook.de hierauf hingewiesen und auch gezeigt, wie man das Protokoll dieses Standort-Trackings, also alle bisherigen Einträge, mit 2 Klicks löscht.

Wir fassen die wichtigsten Punkte des guten Beitrags hier noch einmal zusammen und zeigen zudem, wie man das Standort-Tracking via Facebook auch für die Zukunft auf seinem Smartphone unterbindet – wenn man es denn will.

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MagentaCloud nur für PC-Admins? Nein!

 

Bis vor wenigen Monaten hieß das Cloud Angebot der Deutschen Telekom „Mediencenter“. Dieser Name war nun nicht gerade ein Marketing-Geniestreich, unter einem Mediencenter konnte man sich alles mögliche vorstellen. Zum Glück wurde das Mediencenter Mitte 2015 umbenannt. Nun heißt das Telekom-Angebot MagentaCloud, das neue Logo sieht auch deutlich besser aus, als das fitzelige Mediencenter-Icon zuvor.

 

Alte Datenbestände wurden übernommen und einige Funktionen hat man optimiert. Doch das Optimieren gelang nicht immer. So ist der freie Speicher von 25GB nur noch Kunden der Telekom vorbehalten – die anderen müssen nun mit mageren 10 GB zurecht kommen. Das ist immer noch mehr als zum Beispiel dropbox gratis liefert (popelige 2 GB), aber weniger als bei Google Drive (15 GB for free) und eben auch gegenüber dem Vorgänger ein klarer Rückschritt.

Aus meiner Sicht ist das besonders ärgerlich, denn in meinem Buch „Mein Recht im Netz“ hatte ich den großzügigen Cloudspeicherplatz des Mediencenters ausdrücklich betont und gelobt – und dann sowas. Alle Nicht-Telekom-Kunde, die ihre Fotosammlungen & Co im Mediencenter gesichert hatten und nun eine neue Cloud-Heimat für ihre Daten suchen müssen, werden sich mit mir geärgert haben.

Doch auch technisch gibt es was zu meckern, und das ist mindestens so schlimm, wie die Preissteigerung über Nacht: Die MagentaCloud kann nicht mehr so komfortabel genutzt werden. Sie ist nur für den Administrator des PCs bequem zu erreichen.

In diesem Beitrag beschreibe ich kurz das Problem – und zeige dann eine 80%-Lösung. Besseres gibt meines Wissenses aktuell nicht.

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20% Text ist zu viel

Wer eine Fanpage bei Facebook betreibt und diese schon mal beworben hat, weiß, dass es da immer eine kleine Genehmigungs-Phase gibt, meist nicht länger als 15 Minuten. Facebook prüft in dieser Zeit, ob der beworbene Beitrag nicht gegen die Facebook Werberichtlinien verstößt. Nur dann wird die Werbung auch „geschaltet“.

Beiträge, die die Prüfung nicht bestehen, werden zwar veröffentlicht, aber eben nicht beworben.

Ich stelle hier einen solchen Beitrag vor: er hat gegen die 20% Text Regel verstoßen – auf nahezu absurde Weise.

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Beschwerden – wertvolle Meckerei

young business woman destroying her notebookWas macht ein Kunde, wenn er auf ein Unternehmen wütend ist?

Die meisten ärgern sich leise und zucken die Achseln. Doch einige geben ihren Frust auch weiter.
Sie wenden sich entweder wütend direkt an das Unternehmen oder sie lassen ihren Ärger über die doofe Firma bei Freunden und Bekannten ab.

Das erste nennen wir explizite, dass zweite implizite Beschwerden.

In unserer Beispiel-Analyse vor einigen Tagen konnten wir zeigen, dass in den sozialen Medien die Anzahl dieser indirekten Meckereien, also das Volumen der impliziten Beschwerden in etwa so groß ist, wie das der direkten, der expliziten. Das heißt, zu jedem Beschwerde-Posting auf der eigenen Fanpage, jedem kritischen Tweet an „@unternehmensaccount“ muss sich der CRM-Verantwortliche noch eine weitere Meckerei irgendwo anders im sogenannten „Social Buzz“ denken.

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Verdeckte Beschwerden sind wichtig!

FlüstereienWie erreicht man eine bessere Kundenbetreuung?

Die Frage ist immer gut und wichtig, die Antwort hier klingt vielleicht ein wenig trivial, aber sie ist auch richtig:
Die Kundenbetreuung muss man laufend überprüfen und  laufend optimieren. Nur dann wird sie immer besser.

Wir nennen das „Q-CRM“. In vielen Unternehmen wird dieses Thema zu klein geschrieben. Dabei gibt es einfache, sehr wirkungsvolle Methoden.

Im April dieses Jahres haben wir hier eine Artikelserie begonnen und diese Methoden nacheinander vorgestellt – insgesamt sind es sieben:

  • In Beitrag 1 aus dem April 2014 haben wir zunächst die Themen „Qualität“ und „CRM“ etwas intensiver beleuchtet, eine Art Einführung.
  • Beitrag 2 behandelte gleich 3 Methoden: Transaktions-Monitoring, Kommunikations-Monitoring und Handhabungs-Monitoring
  • In Beitrag 3 ging es um die Kundenzufriedenheits-Befragung und ihre gefährliche Balance zwischen „alles entscheidend“ und „völlig überbewertet“.
  • Beitrag 4 stellte die verschiedenen Ansätze sowie Stärken und Schwächen des Mystery Monitorings vor.
  • Beitrag 5 handelt vom Beschwerdemanagement – und weil es gleich darauf nochmal darum geht, haben wir es nummeriert: Beschwerdemanagement 1.0.
  • Aktuell sind wir nun beim sechsten Beitrag der Serie angekommen. Hier stellen wir Methode No. 7 vor, sie heißt konsequenterweise „Beschwerdemanagement 2.0„.

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Beschwerden machen Freude

Wahlschein - KritikFür die Qualitätsüberwachung im CRM gibt es 7 grundsätzlich verschiedene Informationsquellen. Fünf davon haben wir bereits in den vergangenen Beiträgen vorgestellt.

In No. 6 hier behandeln wir nun die Beschwerde.

So unerfreulich der Begriff auch klingen mag: die Beschwerde ist eine der wertvollsten Informationsquellen für das Qualitätsmanagement.

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Mystery ist keine Zauberei

Auf unserer Reise zu den sieben verschiedenen Methoden der Qualitäts-Überwachung in der Kundenbetreuung, wir sagen auch „Q-CRM“ dazu, sind wir nun beim Thema „Mystery“ angekommen. Es ist der vierte Beitrag unserer Serie, diese drei Beiträge sind bereits erschienen:

Mystery Methoden sind im Prinzip bekannt, oft wird dabei automatisch an „Mystery Shopping“ gedacht, ein Begriff, den man sogar bei Wikipedia findet. Doch es gibt noch mehr Varianten dieser geheimnisvollen Methode. Wir werden hier einige weitere vorstellen und dabei auch behandeln, wo diese Methode gut und wo sie weniger gut einsetzbar ist.

Unsere Hauptzielgruppe sind Praktiker, die sich mit Qualitäts-Monitoring in der Kundenbetreuung beschäftigen und die verschiedenen Methoden besser kennenlernen und beurteilen wollen.

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Shitstorm bei Zalando

Am 15. April 2014 sendete RTL einen kritischen Beitrag über die Arbeitsbedingungen in Zalandos Logistik Center in Erfurt. Der Vorwurf: Unmenschliche Zustände. Angelastet wurden dem Unternehmen insbesondere die enge Überwachung bis Bespitzelung der Mitarbeiter sowie körperlich zu anstrengende Tätigkeiten (über 20km Laufpensum am Tag).

Berichtet und aufbereitet hatte dies eine junge Journalistin (Caro Lobig), die im Günter-Wallraff-Stil (und mit Wallraff-Unterstützung) drei Monate undercover und investigativ dort gearbeitet und auch verdeckt gefilmt hatte. Mittlerweile hat sich das Thema zu den Gerichten verschoben (einstweilige Verfügungen & Co)  – mit kleinen Punktsiegen für Zalando. Doch begonnen hatte es medial-viral:

Denn dieser RTL-Bericht löste einen kleinen Shitstorm im Social Web aus.

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