Persönliche Zwitscher-Zeitung

Das neue Projekt Twittertim.es erstellt dir deine persönliche Zeitung – nur mit News, über die deine Twitter-Kontakte diskutieren. Grundgedanke dabei: Wir werden mit Informationen regelrecht überflutet. Uns fällt es zunehmend schwerer, die für uns relevanten Nachrichten zu filtern. Warum diesen Filter-Vorgang nicht durch Twitter-Freunde ausführen lassen? Schließlich sind wir ihre Follower und haben Dinge, die sie berichten, für interessant befunden. Twittertim.es durchsucht nun deren Posts und findet die inhaltlich dazugehörigen News- und Blogartikel. Diese werden dann exklusiv in deiner Twitter Times zusammengestellt und halbstündig aktualisiert. Dabei werden nicht nur die Inhalte deiner direkten Follower ausgewertet, sonder auch die Posts von deren Follower. Eine Sortierung nach Datum und Häufigkeit der Tweets wird ebenfalls vorgenommen. Nach der Lektüre seiner Zeitung kann man somit fachkundig mitdiskutieren. Die Online-Zeitung ist zwar noch in der Testphase, weshalb nur RSS-Seiten durchsucht werden, jedoch soll sich dies bald ändern. Wir warten schon gespannt darauf, dass Facebook diese Idee aufgreift…

Werbebranche hat entscheidende Trends verschlafen

Die aktuellen Probleme der Werbebranche können nur durch eine radikale Veränderung der Branche und Umdenken der Kommunikationsexperten gelöst werden. So sieht es zumindest Michael Schröder, Kommunikationsprofi und Organisator des 37. Deutschen Marketing-Tages. Viele Unternehmen und Agenturen denken seiner Meinung nach zu altmodisch und werden durch Kommunikationsexperten falsch beraten. Das Paradigma der breit gestreuten Werbung birgt Probleme, da durch wahllose Schaltung eine immer differenziertere Zielgruppe nicht mehr erreicht wird. Hier werden fein abgestimmte Kampagnen auf vielen Kanälen benötigt um die Kunden zu erreichen. Mittlerweile herrscht jedoch eine große Entfremdung zwischen Kunde und Unternehmen. Die Konzerne verlieren die Zielgruppe aus den Augen, da sie die Sozialen Medien nicht ernst nehmen und kein Geld in deren Erforschung investieren. Sie schrecken vor der Herausforderung zurück, mit der Schnelllebigkeit dieser Kommunikationskanäle mitzuhalten. Doch Marken können nur überleben, wenn sie genau das können: auf aktuelle Diskurse sofort reagieren. Echtzeit-Marketing ist das Schlüsselwort. Sogenannte Online-Monitoring-Systeme beispielsweise, die stundenaktuell die Diskurse über die Marken auswerten, existieren zwar bereits, jedoch fehlen Erfahrungswerte im Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen. Wer es jedoch schafft, diese richtig zu interpretieren hat einen klaren Wettbewerbsvorteil. Dies haben Nischenanbieter geschafft: Es gibt mittlerweile viele hoch spezialisierte Start-ups aus der Online-Welt, die sich mit den neuen Kommunikationsformen befassen. Herkömmliche PR- und Marketing-Agenturen geraten somit enorm unter Druck. Deren klassischer top-down-Ansatz funktioniert nicht mehr, da sie die wichtige Fähigkeit des Zuhörens nicht beherrschen. Gerade dies ist aber entscheidend: Ein Dialog auf Augenhöhe mit der Zielgruppe, bei welchem Nutzerkritik nicht als Angriff sondern als Anregung zur Verbesserung aufgefasst wird. Die Unternehmen müssen akzeptieren, dass Marken zum Allgemeingut werden und die Kunden deren Wahrnehmung mitformen. In der Markenwelt bricht nun das Zeitalter der Demokratie an.

Das perfekte Auto dank Social Networking

Der Trend, sich vor Kaufentscheidungen im Internet zu informieren und auf Empfehlungen anderer User zu verlassen zeigt sich an der neuen Auto-Webseite Honk. Die „Soziale Plattform für Autokäufer“ lässt User Autos bewerten, über ihre Erfahrungen berichten und Kaufpreise angeben. Dabei arbeitet die amerikanische Seite mit Facebook und MySpace zusammen: Ab nächster Woche kann man Meinungen von Facebook durch die App „Cars I’ve Owned“ direkt auf Honk posten. Herzstück von Honk ist seine „Empfehlungsmaschine“: Man gibt Alter, Geschlecht, Lebensphase oder Hobbys an, ob man ein gebrauchtes oder neues Auto sucht und welchen Preis man für das Auto zahlen würde. Honk ermittelt anschließend das passende Auto für dich in deiner Nähe und liefert Händlerangaben zum sofortigen Kauf gleich mit dazu. Damit der Händler dir keinen überteuerten Wagen verkauft, werden ebenfalls die Preise angezeigt, die in deiner Region für das Auto gezahlt wurden.

Ein Magazin aus Tweets und Blogs

In einer Zeit, in der die Printmedien mehr und mehr durch digitale Newskanäle ersetzt werden, könnte sich eine interessante Gegenbewegung formatieren. Der Berliner Christoph Boecken hatte zunächst die Idee, Nachrichtenformate ihren angestammten Platz zu nehmen und einen neuen zuzuweisen: Er sammelte Blogeinträge und Twitterposts und fügte diese zu einem 48-seitigen Hochglanzmagazin zusammen. Dieses kann man sich im Internet kostenlos ansehen oder selbst ausrucken. Daher auch der Name des Magazins: „Ausdruck“. Am Kiosk zu kaufen gibt es die ausgewählten Blogosphären-Beiträge jedoch nicht. Erstaunlicherweise ist die Nachfrage nach einem echten gebundenen Ausdruck des „Ausdruck“ so groß, dass man diesen vielleicht doch bald käuflich erwerben kann. Damit würden Blogpostings und Tweets ihren Siegeszug offline fortsetzen. Das ist wahre Intermedialität!

Einparkopfer bekommt neues Auto – dank YouTube

Das Video eines extrem misslungenen Parkversuchs machte auf YouTube als Viral die Runde. Über 1,6 Mio. mal wurde das Video innerhalb einer Woche angeklickt, um zu sehen wie in Ontario ein BMW beim Einparkversuch über einen geparkten Hyundai hinweg fährt. Die 62-jährige Fahrerin ergriff sofort die Flucht und hinterließ einen zerbeulten Wagen. Das Ganze wurde von einer Überwachungskamera gefilmt und ins Netz gestellt. Daraufhin erlangte das Video eine Bekanntheit, welche Hyundai Canada zu einer „selbstlosen“ Tat inspirierte: Sie erkannten das große Marketingpotential und schenkten dem Besitzer des kaputten Wagens ein neues Auto. Dies wurde vom Unternehmen ebenfalls gefilmt und auf YouTube veröffentlicht. Die ertappte Fahrerin ging leer aus und wurde wegen Fahrerflucht verhaftet.

Deutschland, Land der Social-Media-Muffel

Im europäischen Vergleich sind die deutschen Nutzer keine großen Social Network Fans. Dies belegt die Studie Global Web Index des amerikanischen Marktforschers Lightspeed. Allerdings gehören wir zu den aktivsten Web-Autoren, die hochmotiviert Selbstgeschriebenes ins Netz stellen.

Nur 33% der deutschen User pflegten in den letzten Monaten ihr Profil in einem Social Network. Russland führt mit 48% die Liste an, und auch die Briten waren mit 47% sehr aktiv bei Facebook und Co. Frankreich belegt mit 29% den letzten Platz.

Begeistert twittern Italien und Russland mit jeweils 12%. Die deutschen liegen mit 6% auf Rang vier was die Nutzung von Microblogging-Diensten betrifft.

Absoluter Spitzenreiter im Content-Sharing ist Russland: 58% der User luden in den vergangenen Wochen Fotos (bzw. Videos mit 38%) hoch.

Bei der Frage, wer in den vergangenen Monaten einen eigenen Text geschrieben und veröffentlicht hat, glänzen jedoch die Deutschen als Nation der Schreiber: Mit 21% führen die einheimischen Nutzer zusammen mit Russland die Liste der Web-Autoren an. Die geringste Begeisterung fürs Publizieren können die Niederlande (6%) und die Briten (7%) aufbringen.

Twitter und Social Networks kosten täglich 40 Minuten

Die neueste Studie des britischen IT-Beraters Morse wird für Arbeitgeber weniger erfreulich sein: Pro Jahr kosten Facebook und Co. eine Woche Arbeitszeit, was auf einen Tag umgerechnet 40 Minuten ergibt. 1460 Personen wurden hierzu befragt und gaben Auskunft über ihre privaten Web-Aktivitäten. Ein teures Vergnügen für die Unternehmen, da sich die Kosten für die britische Wirtschaft auf 1,5 Milliarden Euro jährlich belaufen. Nicht berücksichtigt wurde dabei allerdings, dass sich der Austausch mit anderen durchaus positiv auf Produktivität und Ideenfindung auswirken kann…

Willst du ReTweets halte dich an diese Regeln!

Der auf virales Marketing spezialisierte Wissenschaftler Dan Zarrella erforscht mit seinem neuartigen linguistischem Analyse-Tool TweetPsych das psychologische Profil der Tweeter. Auf dessen TweetPsych-Page kann man sich seine Tweet-Persönlichkeit auswerten lassen, auf Grundlage der letzten 1000 Tweets. Über einen Zeitraum von 9 Monaten analysierte Dan Zarrella 5 Mio. Tweets und 40 Mio. ReTweets und fand heraus, wann ein Beitrag durch die Follower weitergeleitet wird und wann nicht. Seine Ergebnisse lassen folgende Zwitscher-Maximen erkennen: Benutze Kurz-URLs und mehrsilbige Wörter, formuliere im Schlagzeilen-Stil, benutze Doppelpunkte und tweete freitags und montags. Ebenso sollte man negative Emotionen vermeiden sowie Flüche und Selbstreferenz. Positiv hingegen wirken Themen wie Arbeit, Religion, Geld und Prominente. Zarrella erstellte ebenfalls eine Liste der 20 Wörter mit höchster ReTweet- Wahrscheinlichkeit sowie die 20 Wörter mit niedrigster ReTweet-Wahrscheinlichkeit.

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Riskante Partnerschaft von MySpace mit Facebook

Möglicherweise kann man bald Musik und Videos, die auf MySpace veröffentlicht wurden, durch Facebook Connect mit seinen Freunden auf Facebook teilen. Einerseits könnte dies ein schlauer Schritt sein, MySpace als eine auf Musik und Videos spezialisierte Plattform zu re-etablieren, andererseits könnte der Mitgliederschwund von MySpace zunehmen, Facebook stärken (laut einer neuen Studie von Drake Direct sind schon 25% aller Seitenaufrufe in den USA Facebook-Seitenaufrufe) und damit das Aus bedeuten.Wie weit die Connect-Einbindung tatsächlich gehen wird  ist noch unklar, ebenso der zukünftige Weg von MySpace.

Mehr zum Thema auf Mashable.

Facebook und Twitter bald wichtiger als Google?

Das glaubt Sean Parker, ein Social Network Guru aus Kalifornien. Der Grund ist einfach: weil es in Zukunft weniger darauf ankommt, Daten- und Informations-Management anzubieten als Network-Management. Und hier sind gerade Facebook und Twitter gut aufgestellt.

Entscheidend für den Erfolg ist dabei weniger die technische Qualität der Services sondern viel mehr die Qualität der Community selbst.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier.