Twitter in der Personalkommunikation

Neue Mitarbeiter über eine Zeitungsanzeige suchen? Schnee von gestern! Die jetzt auf den Arbeitsmarkt drängende Generation Y erreicht man am besten dort, wo sie sich am liebsten aufhält: in der virtuellen Welt des Web. Der Microblogging-Dienst Twitter bietet im Online-Recruiting einige praktische Vorteile. Diesen Trend haben mittlerweile auch viele deutsche Unternehmen erkannt. Doch Vorsicht: Bevor man in blinden Aktionismus verfällt, sollte man ein paar Basics beachten, damit sich das Zwitschern lohnt. Roman Brinkmann, Technologie- und Web 2.0 Experte von embrace, macht auf folgende Facts aufmerksam:  Für die Generation Y ist der offene Austausch innerhalb von sozialen Netzwerken mittlerweile selbstverständlich.  Twitter eignet sich hierbei hervorragend um neue Jobangebote anzukündigen oder Bewerbungstipps zu geben. Als „Appetizer“ für mehr Informationen auf der Karriere-Webpage oder als Einstieg in einen direkten und persönlichen Dialog mit der HR-Abteilung kann Twitter ebenfalls dienen. Dabei ist immer auf Offenheit sowie die richtige Mischung von Emotionen und Fakten zu achten. Die Unternehmen sollten leere Versprechungen und unhaltbare Marketingbotschaften vermeiden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und ein gemeinsames Verständnis der Employer Branding Strategie sind im Hinblick auf den Twitter-Einsatz wichtig.

Dass Twitter als Kommunikationstool in deutschen Unternehmen ernst genommen wird, zeigt die Studie der PR-Agenturen Zucker. und Blätterwald: 50 % aller DAX-Unternehmen sind hochaktive Twitterer. 40 Prozent twittern auf Deutsch. 51% der Tweets von Unternehmen wie Allianz, Daimler, Deutsche Bahn, Lufthansa, RWE oder Tchibo behandeln dialogische Themen. 32% aller Tweets sind Nachrichten, 17 Prozent Werbebotschaften. Bei den Profilen der DAX-Unternehmen ist der Anteil der Werbung allerdings doppelt so hoch.

VW mit erfolgreichem Viral "The Fun Theory"

Die neue Kampagne von Volkswagen „The Fun Theory“ erfreut sich großer Beliebtheit im Web 2.0 und verbreitet sich mit rasanter Geschwindigkeit auf Youtube. 2.500 000 Abrufe binnen einer Woche sprechen für ein erfolgreiches Viral. „The Fun Theory“ ist ein Video, das die Umsetzung einer lustigen Idee beschreibt: In Stockholm werden die Stufen eines U-Bahn-Aufgangs in eine Klaviertastatur umgewandelt, welche beim Betreten Töne von sich geben. Das Ziel: Die Menschen sollen nicht mehr die Rolltreppe benutzen, sondern die zwar anstrengendere aber gesündere Variante des Treppensteigens wählen. Die Zeitraffer-Aufnahmen des Videos belegen: Es funktioniert. Die Rolltreppe wird vermieden und alle treten mit Begeisterung auf die „Tasten“. Die Moral hinter der Aktion: Will man Menschen zu etwas bewegen, muss man sie einfach Dinge tun lassen, die ihnen Spaß bereiten. Simpel aber wahr. Auch wenn diese Erkenntnis vielleicht nicht ganz neu ist, wirkt der Mechanismus doch immer noch – auch mit neuem Namen „Fun Theory“.

VW hat´s erkannt und erntet den Erfolg.

Facebooks kostenloses Fotoalbum

Fotos fürs Album Eine tolle Marketing-Idee hatte die britische Firma HotPrints: Facebook und Bebo User können sich einmal pro Monat ein kostenloses Fotoalbum zuschicken lassen und auf diese Weise ihre virtuellen Bilder zum Leben erwecken. Ausgesuchte Werbepartner sponsern das Album und können darin Werbeanzeigen schalten.

Pro HotBook ist nur ein Unternehmen als „exklusiver Partner“ mit seinen Anzeigen vertreten. Der User behält dabei seine Freude an den Bildern, da die Werbeblätter als lose Seiten herausnehmbar im 16-seitigen Album eingefügt sind. Bei mehr als 2 Milliarden Fotos, die jeden Monat allein auf Facebook hochgeladen werden, dürfte das Unternehmen wohl einiges zu tun bekommen, zumal dem Fotofan versprochen wurde, ihn an jedem Ort der Welt zu beliefern…