Unsichere Telekom Cloud wird sicherer

Das war knapp!

In meinem letzten Artikel hier hatte ich von dem ärgerlichen „Administrator-Zwang“ bei der Installation der App zur Telekom Cloud, der MagentaCloud-App also, berichtet. Dieser Rechte-Zwang bedeutete wirklich einen Rückschritt in Sachen Datensicherheit.

Mein work-around zu dieser Sicherheitslücke war dann zwar nur halb befriedigend und immer noch ein wenig Bastelei. Für die Mehrzahl der interessierten Nutzer wird er wohl ausgereicht haben, für alle sicher nicht. Und besser ging’s halt nicht.

Doch unsere Meckerei (und die vieler Anderer, keine Frage) wurde anscheinend gehört, denn kurz nachdem der Artikel erschienen war, kam ein neues Release von der Telekom.

Um es aufzuspielen, mußte man zwar wieder Admin-Recht am PC haben, also wieder der gleiche Zirkus wie zuvor. Aber mit diesem Update sollte das Problem dann behoben sein.

Etwas wundern darf man sich noch über den Stil, in dem dieser sinnvolle Update vorgestellt wurde. Nicht etwa: „Wenn Sie Zeit haben, lieber Kunden, bitten wir Sie…“ oder gar: „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen …“. Nee, nur flapsig: „Sie müssen den Update installieren. So lange Sie das nicht machen, haben Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre Daten!“

Klingt für mich nach Nötigung. Vielleicht habe ich gerade keine Zeit, diese Rechte-Hampelei mitzumachen und muss einfach nur ganz schnell an diese eine Datei ran – tja, dumm gelaufen.

Aber unerfreuliche Umgangsformen sind anscheinend Teil der Technik. Microsoft stellt sich ja nicht mal mehr vor, wenn man plötzlich den sehr beruhigenden Satz liest „Ihre Daten sind da, wo Sie sie abgelegt haben.“ – Ja, wo denn sonst? Und wer teilt einem diese Selbstverständlichkeit gerade mit? Ist es ein Wunder, dass die Sitten im Web verrohen, wenn selbst die edle Kundenbetreuung großer Firmen auf Flegel-Niveau ist?

Aber sich zu ärgern bringt ja nichts.

Ergänzen will ich hier noch, dass Dateien, die mit Boxcryptor im Mediencenter verschlüsselt wurden, und die jetzt also in die MagentaCloud umgezogen sind, mit dem gleichen Passwort auch wieder entschlüsselt werden können. Der „Boxcryptor-Safe“ hat den Umzug also unbeschadet überlebt.

Aus meiner Sicht und nach allem, was ich dazu gelesen habe, ist die deutsche Boxcryptor-Software eine ähnlich sichere Verschlüsselungs-Methode wie damals TrueCrypt, ich kann sie empfehlen. Auch das Zusammenspiel mit MagentaCloud funktioniert gut.

Wer mit anderen Verschlüsselungs-Tools in Verbindung mit MagentaCloud Erfahrungen gesammelt hat, ist herzlich eingeladen, diese hier kurz vorzustellen. Wenn gewünscht ist auch ein Gast-Artikel möglich.

MagentaCloud nur für PC-Admins? Nein!

 

Bis vor wenigen Monaten hieß das Cloud Angebot der Deutschen Telekom „Mediencenter“. Dieser Name war nun nicht gerade ein Marketing-Geniestreich, unter einem Mediencenter konnte man sich alles mögliche vorstellen. Zum Glück wurde das Mediencenter Mitte 2015 umbenannt. Nun heißt das Telekom-Angebot MagentaCloud, das neue Logo sieht auch deutlich besser aus, als das fitzelige Mediencenter-Icon zuvor.

 

Alte Datenbestände wurden übernommen und einige Funktionen hat man optimiert. Doch das Optimieren gelang nicht immer. So ist der freie Speicher von 25GB nur noch Kunden der Telekom vorbehalten – die anderen müssen nun mit mageren 10 GB zurecht kommen. Das ist immer noch mehr als zum Beispiel dropbox gratis liefert (popelige 2 GB), aber weniger als bei Google Drive (15 GB for free) und eben auch gegenüber dem Vorgänger ein klarer Rückschritt.

Aus meiner Sicht ist das besonders ärgerlich, denn in meinem Buch „Mein Recht im Netz“ hatte ich den großzügigen Cloudspeicherplatz des Mediencenters ausdrücklich betont und gelobt – und dann sowas. Alle Nicht-Telekom-Kunde, die ihre Fotosammlungen & Co im Mediencenter gesichert hatten und nun eine neue Cloud-Heimat für ihre Daten suchen müssen, werden sich mit mir geärgert haben.

Doch auch technisch gibt es was zu meckern, und das ist mindestens so schlimm, wie die Preissteigerung über Nacht: Die MagentaCloud kann nicht mehr so komfortabel genutzt werden. Sie ist nur für den Administrator des PCs bequem zu erreichen.

In diesem Beitrag beschreibe ich kurz das Problem – und zeige dann eine 80%-Lösung. Besseres gibt meines Wissenses aktuell nicht.

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Beschwerden – wertvolle Meckerei

young business woman destroying her notebookWas macht ein Kunde, wenn er auf ein Unternehmen wütend ist?

Die meisten ärgern sich leise und zucken die Achseln. Doch einige geben ihren Frust auch weiter.
Sie wenden sich entweder wütend direkt an das Unternehmen oder sie lassen ihren Ärger über die doofe Firma bei Freunden und Bekannten ab.

Das erste nennen wir explizite, dass zweite implizite Beschwerden.

In unserer Beispiel-Analyse vor einigen Tagen konnten wir zeigen, dass in den sozialen Medien die Anzahl dieser indirekten Meckereien, also das Volumen der impliziten Beschwerden in etwa so groß ist, wie das der direkten, der expliziten. Das heißt, zu jedem Beschwerde-Posting auf der eigenen Fanpage, jedem kritischen Tweet an „@unternehmensaccount“ muss sich der CRM-Verantwortliche noch eine weitere Meckerei irgendwo anders im sogenannten „Social Buzz“ denken.

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Verdeckte Beschwerden sind wichtig!

FlüstereienWie erreicht man eine bessere Kundenbetreuung?

Die Frage ist immer gut und wichtig, die Antwort hier klingt vielleicht ein wenig trivial, aber sie ist auch richtig:
Die Kundenbetreuung muss man laufend überprüfen und  laufend optimieren. Nur dann wird sie immer besser.

Wir nennen das „Q-CRM“. In vielen Unternehmen wird dieses Thema zu klein geschrieben. Dabei gibt es einfache, sehr wirkungsvolle Methoden.

Im April dieses Jahres haben wir hier eine Artikelserie begonnen und diese Methoden nacheinander vorgestellt – insgesamt sind es sieben:

  • In Beitrag 1 aus dem April 2014 haben wir zunächst die Themen „Qualität“ und „CRM“ etwas intensiver beleuchtet, eine Art Einführung.
  • Beitrag 2 behandelte gleich 3 Methoden: Transaktions-Monitoring, Kommunikations-Monitoring und Handhabungs-Monitoring
  • In Beitrag 3 ging es um die Kundenzufriedenheits-Befragung und ihre gefährliche Balance zwischen „alles entscheidend“ und „völlig überbewertet“.
  • Beitrag 4 stellte die verschiedenen Ansätze sowie Stärken und Schwächen des Mystery Monitorings vor.
  • Beitrag 5 handelt vom Beschwerdemanagement – und weil es gleich darauf nochmal darum geht, haben wir es nummeriert: Beschwerdemanagement 1.0.
  • Aktuell sind wir nun beim sechsten Beitrag der Serie angekommen. Hier stellen wir Methode No. 7 vor, sie heißt konsequenterweise „Beschwerdemanagement 2.0„.

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WhatsApp auf dem Vormarsch

Zu WhatsApp kann man ja durchaus kritische Aspekte zusammentragen. Das Unternehmen ist kaum transparent (fast unauffindbar hinter einem Sushi-Restaurant irgendwo im Valley?), die führenden Mitarbeiter sind praktisch unbekannt (ein recht kryptisches Interview mit Jan Koum gab es ausnahmsweise beim letzten DLD), es hat ein schwer nachvollziehbares Tarifmodell (irgendwas zwischen lebenslang kostenlos und jährlicher Nutzungs-Gebühr) und in Sachen Datenschutz hat die Stiftung Warentest schon im Mai 2012 höchste Bedenken angemeldet: das gesamte Telefonbuch des Nutzers wird unverschlüsselt an amerikanische Server übertragen. WhatsApp rüstete daraufhin nach und verschlüsselt nun, doch die eingesetzte Technik sei, so wird kritisiert, kaum ein echter Schutz.

Die Nutzer scheint das alles nicht zu stören, denn WhatsApp hat in D nun schon rund 30 Millionen (mehr als Facebook hier Mitglieder hat!) und der Zuwachs geht weiter. Er findet statt auf dem Rücken des mobilen Internets, denn etwas vereinfacht gesagt ist WhatsApp so etwas wie MoIP, „Message over IP“. Darum gibt es bei WhatsApp die beliebten kostenfreie Tarife, darum können hier auch Bilder und z.B. GPS-Daten übermittelt werden.

In ihrem monatlichen Kurzbericht stellt das Institut für Demoskopie, Allensbach (IfD), in Ausgabe 1-14 nun einige Eckdaten zu Nutzern und Nutzung von WhatsApp vor. Wir haben das hier in einer Grafik zusammengefasst:

WhatsApp Grafik
*)Mit dem Asterix bei „Sonstiges“ soll darauf hingewiesen werden, dass in dieser Gruppe die Antwort „Ganz unterschiedlich“ den höchsten Anteil hat. Von den 24%-Punkten bei „gesamt“ entfallen hierauf 20%-Punkte. D.h. die Nutzer gehen differenziert, Themen- oder Empfänger-bezogen vor. Viele werden sich auch an der jeweiligen Verbindungsqualität orientieren. WhatsApp ist erst im WLAN richtig schnell und dann natürlich garantiert gratis.

Die relativ hohe Akzeptanz von WhatsApp bei jüngeren Nutzern korreliert mit der höheren Smartphone-Dichte in dieser Gruppe. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie sich das Wachstum hier weiter fortsetzt. Alle Einfluss-Faktoren zeigen weiter nach oben.

Mobiles Internet – Wachstumstrend ungebrochen

Trend2013 gibt es in Deutschland 6,4 Mio Tablet- und 24,2 Mio Smartphone-Besitzer unter den Privatpersonen zwischen 14 und 64 Jahren (Quelle siehe unten).

Damit haben die Smartphones ungefähr die gleiche Bevölkerungsdurchdringung erreicht wie die „dummen“ Nur-Telefonie-Handys.

Sicher ist es einerseits einfach modisch-schick ein Smartphone zu haben, aber jeder Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel etwa weiß, wie intensiv auf den kleinen bunten Teilen gesurft wird. Den zum Teil erheblichen Anschaffungskosten stehen in großem Umfang echte, in Anspruch genommene Nutzen gegenüber, oder anders gesagt: die Erfolgsstory „Mobiles Internet“ ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Dabei scheint es bald einen neuen Anführer in diesem Boom-Markt zu geben:

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Googles Loon – Ballon oder Seifenblase?

BallonGoogle hat letzte Woche in Neuseeland sein Projekt „Loon“ vorgestellt. Es ist allerdings ziemlich „looney“, auf deutsch verrückt. Welche Realisierungschancen hat es?

Doch zunächst in aller Kürze: Was ist Googles Loon eigentlich?

„Loon“ ist der englische Name für eine Vogelart, für den Taucher, zum Beispiel den Prachttaucher oder den Eistaucher (arctic loon, common loon). Mit „loon“ werden  außerdem Spinner, Verrückte bezeichnet.

Schließlich: es ist die zweite Silbe von „balloon“ – und das ist wohl die entscheidende Herleitung in diesem Fall.

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Gute Zeiten für Social Media Posts – und schlechtere

WeckerGute Zeiten – schlechte Zeiten gibt es auch für soziale Netzwerke – und nicht immer werden sie angemessen berücksichtigt. Das besagt jedenfalls ein Beitrag von Paul Gillin in BtoB Research: Why you should post on Saturdays and other fun facts. So viele Spaß-Fakten sind da gar nicht drin, es ist vielmehr fachlich recht interessant und also durchaus ernsthaft.

Allerdings – es sind USA-Findings, ob diese zu 100% alle auf uns Mitteleuropäer übertragbar sind, ist nicht  gewiss.

Die generelle Richtung passt indessen sicher und sein Fazit ist auf jeden Fall übertragbar.

Hier sind die Fakten zum Timing von Social Media Posts, die Paul zusammengestellt hat:

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