Die Zukunft ist da: Apples iPad

Gestern Abend enthüllte Apple Chef Steve Jobs seine neueste Kreation: das iPad. Es ist eine Mischung aus Smartphone und Laptop, zeitschriftengroß, 750 Gramm leicht und ohne Tastatur. Der W-Lan unterstützte Computer vereint die Vorzüge aus Print- und Onlinewelt: Er funktioniert als E-Reader mit Farbe für digitale Zeitungen, Zeitschrften und Bücher, ist ausgestattet mit Büro-Software für Emails, Fotos, Musik, Videos und sämtliche 140.000 iPhone Apps. Ab März wird die Wunder-Elektrotafel weltweit verfügbar sein und zwischen 499 und 829 Dollar kosten. Die UMTS Version soll ab April in den USA ausgeliefert werden.

So wird das Internet zu unserem ständigen Begleiter. Statt in der U-Bahn die Vortags gedruckte Zeitung zu lesen, halten wir nun alle Echtzeit-Informationen direkt in unseren Händen. Allerdings hat auch dieses ultimative Medienkontrollgerät seine Grenzen: Da es in erster Linie für das Konsumieren von Medien gedacht ist, fehlt ihm eine Telefonier-Funktion, Kamera oder USB-Buchsen.

Ob das Gerät tatsächlich eine neue Ära des Medienkonsums einleitet, bleibt schon allein auf Grund des Preises abzuwarten. Hier Steve Jobs bei seiner gestrigen Vorstellung des Apple Tablets:

Apps der Zukunft

Die neue Generation der Handys, mit Internetzugang und GPS ausgestattet, bietet uns eine Vielzahl an praktischen Anwendungen. In dem Markt der Smartphones steckt enormes Potential, und wir haben gerade erst begonnen, diese Technologie zu nutzen. Welche Anwendungen werden wir in Zukunft nutzen? Hier die vielversprechendsten Apps:

  1. Geldtransfer via SMS. Die Vorteile: schnell, kostengünstig und bequem.
  2. Ortsbezogene Dienste. Der Nutzer kann je nach aktuellem Aufenthaltsort verschiedenste Umgebungsinformationen abrufen. Schon heute nutzen weltweit 96 Mio. Menschen diesen Service. Die Zahl soll sich laut Experten in den nächsten 2 Jahren jedoch auf 526 Mio. Menschen mehr als verfünffachen.
  3. Mobile Suche: Hat großes Potential, sollte jedoch noch nutzerfreundlicher gestaltet werden.
  4. Mobile Gesundheitsüberwachung. Bei dem Mobile Health Monitoring werden Patientendaten mobil erfasst und übermittelt.
  5. Mobile Bezahldienste. Werden den heute vielgenutzten Online-Bezahlmethoden Konkurrenz machen.
  6. Near Field Communication: Eine neue Technologie, mit der sich über kurze Distanz Daten zwischen Geräten austauschen lassen. So könnte man sich damit kontaktlos am Fahrscheinautomaten identifizieren oder Einkäufe tätigen.
  7. Mobile Advertising: Das mobile Anzeigengeschäft belief sich 2008 schon auf 530 Mio. US-Dollar, soll sich bis 2012 jedoch auf 7,5 Milliarden US-Dollar erhöhen.

Technik-Highlight: Transparenter Bildschirm

Diese Erfindung könnte bald im Auto die Windschutzscheibe ersetzen: Samsung stellte auf der CES das erste Laptop mit transparentem Display vor. Das durchsichtige OLED Display wird von Samsung selbst AMOLED genannt. Eine faszinierende Technik, die bald vielleicht Einsatz im Auto findet: Als Windschutzscheibe in Verbindung mit Augmented Reality, könnten Routen direkt auf der Scheibe angezeigt werden. Pfeile auf Straßen oder leuchtende Wegweiser am Rand könnten uns bei Nacht zum Ziel führen. Damit müssten die Daten nicht mehr auf die Windschutzscheibe projiziert werden, wie es momentan z.B. bei BMW durch ein Head-Up display der Fall ist. Hier ein Video der neuen Technik:

Neuer Trend: Marketing-Apps fürs Handy

FMCG-Markenartikler entdecken zunehmend die Chancen der Handy-Applikationen. Hier ein paar interessante Beispiele dafür, wie man sein Produkt mit verschiedensten Handy-Funktionen kombinieren und an den Mann bringen kann:

Bacardi bringt Cocktail-Rezepte aufs Handy. Jeden Monat kommen 10 neue Mix-Rezepturen dazu. Bar-, Hotel-, und Taxi-Finder ist ebenfalls dabei.

Haribo unterstützt „Ein Herz für Kinder“ durch seine Charity-App. Nutzer können hierbei über ihr iPhone eine Tüte Gummibären hörbar aufreißen und die Goldbären virtuell aus der Tüte in den Mund befördern. Über einen speziellen Button kann man dann 3 bis 5 Euro an die Hilfsorganisation spenden.

Nespresso bietet eine App an, mit der man über das Handy Kaffee bestellen kann. Ebenso können Kaffeemaschinen und Zubehörartikel geordert werden.

Philadelphia bietet eine Rezepte-App an. Durch Schütteln des Handys wird eine zufällige Rezeptauswahl gestartet. Einkaufslisten werden erstellt, die man dann auch an Freunde versenden kann.

Auf der Internetseite Barcoo kann der Verbraucher sein Handy zum Produktscanner umfunktionieren. Das Handy scannt einfach den Barcode eines Produkts, zeigt dann dessen Online-Preise, Testberichte und Nährwertinformationen (Lebensmittel-Ampel) an.

All diese Apps sind kostenlos und zeigen, wie man mit einer halbwegs funktionalen App dem Konsument einen Mehrwert bieten und ein Produkt einfach vermarkten kann. Dies wird garantiert ein Trend im Jahr 2010.

Mit dem Auto-Radio Lieder sammeln

Radio IVJeder kennt das wohl: Man hört einen guten Song im Radio, ist aber gerade mit dem Auto unterwegs und weiß nicht wie der Song heißt, noch wie man ihn bekommen soll. Der Autohersteller Ford hat genau dafür einen Knopf entwickelt. Wir berichteten schon über Fords neues Internet-kompatibles Bordsystem. Jetzt wurde ein neues Feature bekanntgegeben: Der Autofahrer kann nun Songs, die er im Radio hört „taggen“ und später kaufen. Das geht folgendermaßen: Gefällt einem während der Fahrt ein Radio-Song, drückt man einfach auf einen Knopf und das System speichert ihn. Schließt man dann seinen iPod an das Bordsystem, kann man die gespeicherten Songs „abholen“ und über den iTunes Store kaufen. Praktisch.

App fürs Auto: Ford mit „Social Bordcomputer“

Ford will Drittentwicklern ermöglichen, Anwendungen für das Bordsystem zu programmieren. Damit können Fahrer die Elektronik in ihrem Wagen upgraden, fast ebenso einfach, wie dies mit den Applikationen fürs iPhone möglich ist. Fords Bordcomputer-System Sync soll in Kürze durch ein Software Development Kit (SDK) erweitert werden, mit dem Drittentwickler eigene Apps programmieren können. Ziel ist die Kombination von Navigation und Social Media. Der Bordcomputer bietet jetzt schon Internet-Service und GPS, was die Basis für eine Vielzahl an möglichen nützlichen Apps sein wird. So könnte Sync beispielsweise das bestbewertete Café in der Nähe finden, den Lieblings-Internet-Radiosender spielen oder den neuesten Facebook Status vorlesen. Das in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelte System Sync findet in Amerika großen Anklang: 32% der Ford-Kunden geben es als Hauptgrund für ihren Kauf an. Im Januar 2010 stellt Ford das Entwickler Kit auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas vor.

Google finanziert Tool, das Produkte auf Fotos erkennt

Das Start-up Pixazza, das unter anderem von Google mitfinanziert wird, will Bilder, die in Blogs oder anderen Webseiten gepostet sind, taggen und die Produkte auf den Fotos herauslesen. Die gefundenen Produkte, wie z.B. Kleidungsstücke oder Taschen, werden dann markiert und beim Mouse-over erscheint eine Produktinfo mit Preis sowie ein Link zum passenden Online-Shop. Eine Art Demoversion ist bei den US-Klatsch-Seiten „Just Jared“ und „Celebuzz“ online zu sehen: Wird hier ein Bild eines US-Stars gepostet, markiert der Blog-Betreiber oder ein anderer Experte von Pixazza vorher Bereiche, in denen Produkte zu sehen sind. Bei einer Sonnenbrille der Marke X beispielsweise, wird man dann per Link direkt in den entsprechenden Shop geleitet. Sollte es anschließend zu einem Kauf kommen, erhält der Betreiber der Seite seinen „Cut“, ein Teil davon bleibt bei Pixazza. Aktuell sollen bei Pixazza bereits 2 Mio. Produkte bei 60 Händlern verfügbar sein. Sollten sich die User daran gewöhnen, wird dies garantiert eine lukrative Einnahme-Quelle für Blogger werden. Auch Soziale Netzwerke hat die Technik-Firma ins Visier genommen. Doch Pixazza denkt schon weiter: In Zukunft will das Unternehmen das System auch für Videos einführen. Taggen kann man bewegte Bilder nämlich längst schon.

Begriffsgenerator Wordoid: Unsinnige Namen mit guten Domains

Wordoid ist ein extrem hilfreicher Namen-Service: Er generiert Begriffe, die es noch nicht gibt, die aber trotzdem echt klingen und leicht von der Zunge gehen. Für Unternehmen, die einen neuen Firmen-, Projekt-, oder Produktnamen suchen und damit auch Onlinepräsenz zeigen wollen, ist es das ideale Tool. Wordoid generiert neue Wörter, die es noch nicht gibt, aber trotzdem echt klingen, da sie den Gesetzen der Wortbildung einer Sprache folgen. Als Zusatz wird auch gleich angezeigt, ob die entsprechende Domain noch frei ist.

Das Beste daran ist, dass man seine persönliche Message in den erfundenen Begriff einbauen lassen kann: Man kann ein selbstgewähltes Wortfragment, z.B. „cold“, am Anfang, in der Mitte oder am Ende des Kunstwortes vorkommen lassen. Was sehr praktisch ist, da das Wort ja auch irgendwie vermitteln muss, worum es dem Unternehmen eigentlich geht (hier z.B. Eis).

Momentan ist der Service für die englische, spanische, französische und italienische Sprache vorhanden. Wir warten schon auf die deutsche Version, wobei aber auch schon die englischen Neologismen eine tolle Inspiration sind.

Hat sich das neue Wort dann etabliert und ist allgemein bekannt, könnte man es sich auf der Seite Spezify ansehen. Dies ist eine Suchmaschine der besonderen Art, da sie zu den gesuchten Begriffen ein zweidimensionales Patchwork aus Bildern, Videos, Links und Texten kreiert. Dieser Dienst, der auch merkwürdige und abwegige Treffer liefert, eignet sich ebenfalls sehr gut als Ideenliferant für ein Brainstroming.

Google startet 2010 mit eigenem Betriebssystem

Microsoft Windows bekommt nächstes Jahr starke Konkurrenz: Google bringt Ende 2010 das Betriebssystem Chrome OS auf den Markt. Das besondere an dieser Software: Alle Daten werden im Netz verwaltet, statt auf der Festplatte. Ebenso laufen einzelne Programme nicht mehr lokal auf dem Rechner, sondern im Web. Diese Art zu arbeiten wird Cloud Computing genannt: Aus Sicht des einzelnen Nutzers läuft ein Großteil der Rechneraufgaben sozusagen in einer Wolke im Web ab. Der große Vorteil: Computer lassen sich blitzschnell hochfahren und mit dem Internet verbinden. Gestern gab Google den Programm-Code frei, sodass Programmierer diesen frei nutzen können. Durch dieses Open-Source-Verfahren spart Google natürlich Entwicklungskosten, erhofft sich aber auch eine schnellere Entwicklung und größere Verbreitung durch eine an die Bedürfnisse der Nutzer angepasste Software.

Ein weiterer Schritt zur Google Weltherrschaft? Es werden wohl eher Privatleute diesen kostenlosen Dienst nutzen, denn als Firma dem großen Web-Spion meine Daten anzuvertrauen, würde ich mir sehr gut überlegen…

Ein YouTube Video zeigt, was Chrome OS alles können soll:

:

:

Ortsbezogene Infos von Fahrer zu Fahrer

Wolltest du schon immer mal dem Fahrer, der dich gerade geschnitten hat, so richtig die Meinung sagen? Das ist jetzt möglich durch die neue iPhone App „Aha“. Hier können sich Autofahrer im Straßenverkehr gegenseitig ortsbezogene Informationen übermitteln sowie für Entertainment sorgen. Ein persönlich zusammengestellter Audiokanal informiert nicht nur über aktuelle Staus, Blitzer oder rote Ampeln sondern auch über die nächste Möglichkeit zu essen oder eine Toilette zu finden. Für sehr mitteilungsbedürftige Fahrer gibt es einen „Karaoke Raum“, in welchem sie ihren Lieblingssong zum Besten geben können, wie auch einen „Bad Driver Shout Room“, in dem 15-sekündige Schimpftiraden der Community mitgeteilt werden können. Die kostenlose Aha App für das iPhone ist zur Zeit leider nur für die USA konzipiert, jedoch wünscht man sich durchaus auch für den deutschen Markt Verbreitung, damit der Fahrer vor einem endlich lernt, wie man richtig Auto fährt!