BMW vergibt „coolsten Job“ an Social Media Experten

Im Rahmen der Kampagne „BMW Winterfreude“ setzt BMW auf Social Media: Der Autohersteller sucht vier Ski- und Snowboard-affine junge Menschen, die ihre Erfahrungen während der Marketing-Aktion auf YouTube, Twitter, Facebook und Co. stellen. Gesucht werden Bewerber im Alter zwischen 21 und 35 Jahren, die aufgeschlossen und kommunikativ sowie social-media-affin sind und gut mit einer Kamera umgehen können. Als Preis winkt ein Job in einem von 4 Wintersportorten in Österreich. Hierbei unterstützen die Teilnehmer unter anderem die Lawinenwarnkommission bei ihrer Erkundungstour, präparieren die Abfahrten mit einer Pistenraupe, beliefern mit einem BMW X1 abgelegene Almhütten oder testen den Geländeparcours für Probefahrten mit BMW Modellen. Die Aktion findet von Januar bis April 2010 statt, wobei jeder Einsatz leider nur ein Wochenende dauert. Bewerben kann man sich noch auf der BMW-„coolest-job“-Seite.

Yahoo integriert Facebook

Via Facebook Connect sollen künftig Neuigkeiten aus dem Freundesnetzwerk Facebook auch in Yahoo Mail, Yahoo News, Yahoo Sports und Yahoo Finance einsehbar sein. Nutzer sehen so direkt auf Yahoo, was ihre Freunde auf Facebook anstellen. Die neue Integration soll in der ersten Jahreshälfte 2010 beginnen. Yahoo will mit dieser Verknüpfung auch Nutzer von Facebook zu sich locken, was eine gute Quelle wäre: Facebook gab kürzlich bekannt, dass es nun 350 Mio. User hat, mit einem Zuwachs von 50 Mio. Nutzern allein in den letzten zweieinhalb Monaten. Der Informationsaustausch in die andere Richtung funktioniert bereits seit einiger Zeit: Facebook-Nutzer können Inhalte von Yahoo auf Facebook verbreiten. Nun soll der Austausch in beide Richtungen möglich werden, und der Trend der allumfassenden Verknüpfung setzt sich weiter fort. Bei Facebook Connect benutzt man seine Facebook ID und verbindet sich mit anderen Nicht-Facebook-Seiten. Wenn man will, kann man dann die Interaktionen, die man auf dieser anderen Seite hatte (z.B. einen hinterlassenen Kommentar) zurück auf Facebook schicken lassen und sie somit allen Freunden mitteilen.

Facebook Connect entwickelt sich nach und nach zu einem mächtigen Tool, das Facebook seinem Traum immer näher bringt, eine einzige Facebook Identität für all unsere Netzaktivitäten zu kreieren. Durch Yahoo bekommt Facebook noch mehr Daten über den User, kann ihm damit weitere Infos präsentieren, die ihn interessieren könnten, sodass der Anreiz, sich außerhalb des Facebook-Systems zu bewegen (z.B. auf Google) immer kleiner wird.

Wikipedia verliert massiv Autoren

Schon seit längerer Zeit vernimmt man, dass es Konflikte hinter den Kulissen von Wikipedia gibt. Das Wall Street Journal hat nun erstmals Daten veröffentlicht, die den Autorenschwund der Wissensplattform belegen: In den ersten 3 Monaten dieses Jahren haben 49.000 freiwillige Autoren die amerikanische Wissensplattform verlassen. 2008 waren es im gleichen Zeitraum nur 4.900. Im Gegensatz dazu wächst jedoch die Beliebtheit der Online-Enzyklopädie: So ließ sich ein Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen. Laut comScore wuchs die Zahl der Wissbegierigen innerhalb eines Jahres um 20 Prozent. Die Gründe der Autorenflucht liegen in mehreren Bereichen: 8 Jahre nach der Gründung von Wikipedia durch Jimmy Wales ist eine solide Informationsbasis erreicht und kein großer Aufholbedarf an Artikeln vorhanden. Problematischer ist jedoch, dass Neuautoren von einem mehrere hundert Seiten langem Regelsystem abgeschreckt werden. Zudem zensieren Administratoren strikt und es herrschen endlose Debatten um relevante Beiträge, die „mächtigere“ Admins für sich entscheiden. Wikipedia leidet an dem „Viele Köche verderben den Brei“-Syndrom. Doch gerade diese Crowdsourcing-Komponente war der Kerngedanke der Plattform. Eine kollektive Intelligenz machte Wikipedia erst möglich. Allerdings scheint wohl eine gewisse Grenze überschritten worden zu sein und der Gedanke in der Realität nicht praktikabel. So wird Wikipedia wahrscheinlich weiter an Autoren verlieren und sich mehr und mehr zu einer redaktionell betreuten Enzyklopädie entwickeln.

Wie Marken auf Facebook zum Kauf animieren

Wir berichteten schon darüber, wie Toys`R´Us mit exklusiven Deals auf Facebook die Kunden in die Geschäfte locken will. Doch es gibt noch weitere hoch interessante Ideen, wie man seine Produkte mit Hilfe der Social Media Plattform attraktiv macht. Hier ein paar Beispiele:

  1. Alle gegen den Höchstpreis: Intel hatte die Idee, dass dessen Produkte immer billiger werden, je mehr Fans die Gruppe bekommt. Nach seinem Fan-Bekenntnis kann der User online beim Intel Fan Plan den Preisverfall verfolgen und ist natürlich sehr clever, wenn er seine Freunde ebenfalls dazu anregt, das gleiche zu tun.
  2. Die „altruistische“ Variante: Die US-amerikanische Kaufhauskette JCPenney hat sich für die Kampagne Angel Giving Tree mit der Heilsarmee zusammengeschlossen. Diese Wohltätigkeitsaktion hilft Menschen in Not. Man wählt online einen sogenannten Engel, dem man helfen möchte. Dafür gibt man verschiedene Kriterien des Engels an, wie Alter, Geschlecht oder Wohnort. Ein Programm findet anschließend den passenden Engel. Dessen Wunschzettel wird dem Kunden gemailt, der dann damit shoppen gehen kann – natürlich mit dem Hinweis, dass die Produkte auch bei JCPenney zu finden sind.
  3. Crowdsourcing-Geschenke: Der Elektronik-Händler Best Buy macht mit Giftr personalisierte Geschenkvorschläge. Die Applikation hat Zugriff auf die Daten des Users und sucht damit die passenden Produkte aus. Diese Favoriten kann der User wiederum seinen Freunden mitteilen, in der Hoffnung, dass diese den Hinweis kurz vor Weihnachten verstehen. Andererseits ist man selbst auch von der lästigen Ideen-Findungs-Phase befreit, weiß man doch gleich, was man seinen Freunden schenken kann.
  4. Nur für Fans: Wie auch schon Toys´R´Us setzt das Versandhaus Sears auf die „Geschlossene-Gesellschaft-Idee“: Nur für Fans der Facebook-Gruppe gibt es Gutscheine und exklusive Deals mit Geheimtipps. Der Fan fühlt sich privilegiert, wichtig und will dieses Insiderwissen natürlich mit seinen Freunden teilen. Der Viral-Effekt beginnt…

Twitter Japan führt Premium Accounts ein

Twitter Japan kündigte an, ab Januar Premium-Accounts auf Twitter einzuführen. Diese Premium-Mitglieder können dann ihre Follower zur Kasse bitten: Die Leserschaft dieser Person muss zahlen um die Tweets zu lesen oder deren Bilder und Links zu sehen. Das bedeutet, je mehr Follower man hat, desto mehr lohnt sich der Premium-Account. Die Spanne reicht dabei von 80 Cent bis 8 Euro pro Monat. Weitere Infos gibt es hier.

Xing launcht Premium-Unternehmensprofile: ab 25 Euro

Xing kündigte an, nicht nur Nutzern, sondern auch Unternehmen kostenpflichtige Premium-Profile freizuschalten. Zwar gab es einfache Firmen-Übersichten schon vorher (bis heute über 100.000), jedoch werden diese automatisch erstellt, sobald 5 Mitarbeiter dieselbe Firma angeben, und ähneln vom Umfang her eher einem schlichten Branchenverzeichnis. Dies soll sich jetzt ändern. In der Pressemitteilung von Xing heißt es: „Potenzielle Kunden, Interessenten oder auch Bewerber finden neben Basisinformationen wie Adresse und Kontaktmöglichkeiten auch Mitarbeiterübersichten sowie interessante Statistiken auf den Unternehmensprofilen“. Dabei hat man die Auswahl zwischen zwei Angeboten: “Standard” und “Plus”. Die einfache Standarderweiterung kostet monatlich 24,90 Euro. Hierbei kann das Unternehmen eine kurze Firmenbeschreibung sowie das Firmenlogo aufnehmen. Besucher können sich außerdem die Mitarbeiterliste und die aktuellen Stellenangebote ansehen. Das Plus-Profil ist da schon etwas ausgefeilter – aber auch teurer: Für 129 Euro im Monat erhalten Firmen alle Vorteile des Standard-Accounts im individuellen Firmen-Design. Firmen-Updates (d.h. Statusmeldungen) lassen sich beliebig oft veröffentlichen, wobei Nutzer diese abonnieren können. Als einfacher User kann man sich die Liste der Abonnenten auch ansehen.

Das Premium-Plus-Paket ist wohl eher etwas für große Unternehmen, zumal es nicht sehr viele Extras im Vergleich zum Standard-Account bietet. Sollten sich jedoch viele Unternehmen für diese Profile entscheiden, könnte Burda (kaufte sich kürzlich bei Xing ein) nun doch mehr als nur „Lousy Pennys“ mit der Online-Plattform verdienen. Vielleicht ist die Statusaktualisierung auch eine Vorbereitung auf die angekündigte Einbindung von Twitter…

IKEAs Marketing-Erfolg auf Facebook: Bilder markieren

IKEA eröffnete einen neuen Store in Malmö und stand vor dem Problem, diesen bekannt zu machen. Als Lösung hierfür setzte die Marketing-Abteilung auf etwas, das schon bekannt ist: Facebook. IKEA legte ein Facebook-Profil für den neuen Store Manager, Gordon Gustavsson, an. Dann wurden 12 Bilder von Zimmern in sein Fotoalbum hochgeladen, die typische IKEA-Ausstellungszimmer darstellten. Was jeder Facebook-User weiß: Auf Fotos kann man Ausschnitte markieren. IKEAs geniale Idee: Die Person, die zuerst ihren Namen auf ein beliebiges Produkt in diesen Zimmern setzt, gewinnt das Produkt. Die User waren begeistert, verlangten mehr Bilder, schrieben ihren Freunden, setzten die Bilder auf ihre Pinnwand und promoteten somit selbstständig die Aktion. Der interaktive IKEA-Katalog wurde auf diese Weise mit tausenden Namen befüllt. Leider verstößt die Kampagne mittlerweile gegen die neuen FB-Richtlinien und wird wohl keine zweite Runde erleben oder Nachahmer finden.

Das Video zur Kampagne gibt es hier:

Toys´R´Us lockt tausende Fans auf Facebook

Der amerikanische Spielzeughersteller Toys´R´Us hat den Trend erkannt. In dessen Facebook-Gruppe haben Fans jetzt exklusive Shopping-Vorteile. Diese Angebote gibt es nur auf Facebook und nur für Fans der Gruppe. Damit ist die Spielzeug-Gruppe, laut Facebook, die momentan schnellst wachsende Marke der Social Media Plattform. Über 400.000 Fans wollen sich die Vorteile sichern: Sie erhalten exklusiven Zugang zu „Mystery Deals“, eine Vorschau aller Preisnachlässe, Kataloge und einlösbare Coupons.

Zu wissen, in welchen Geschäften es welche Rabatte gibt, ist momentan in Amerika im Hinblick auf den anstehenden „Black Friday“ extrem wichtig und ein heiß diskutiertes Thema. Dieser Tag ist der „Tag des Konsums“: Der erste Tag nach Thanksgiving ist ein Feiertag, an welchem alle Geschäfte geöffnet haben, mit Preisnachlässen locken und die Weihnachts-Shopping-Saison beginnt.

Gutes für die Welt kann man als Fan ebenfalls tun: Für jeden neuen Fan spendet Toys´R´Us 1 Dollar an bedürftige Kinder. Da ist das schlechte Gewissen nach dem Konsum-Rausch natürlich nur noch halb so groß…

Twitter bald mit Werbung

Twitter will demnächst ins Werbegeschäft einsteigen. Dies gab Dick Costolo, Geschäftsführer des Microblogging-Dienstes bekannt. Genauere Details wollte er zwar nicht nennen, versprach jedoch, es werde „faszinierend, cool und nicht traditionell“ werden und „die Leute werden es lieben“. Hoffen wir, dass die Werbung gut ankommt und nicht weitere User abschreckt, da Twitter zur Zeit mit starken Nutzerrückgängen zu kämpfen hat. Laut einer Nielsen-Studie gingen im Oktober die Twitter-Seitenaufrufe im Vergleich zum Vormonat um 27,8% zurück. Ein Teil des Rückgangs könnte allerdings auch mit dem veränderten Zugriff auf die Twitter-Plattform zusammenhängen: Durch Anwendungen von Drittanbietern oder Zugang über Smartphones wird immer häufiger der Twitter-Dienst in Anspruch genommen. Diese wurden in der Studie nicht berücksichtigt. Laut eMarketer soll die Anzahl der Twitter-User in den USA jedoch weiter wachsen und 2010 bei 26 Mio. liegen. Momentan sind es 18,9 Mio.

Wort des Jahres: unfriend

Facebook bereichert die englische Sprache: Das New Oxford American Dictionary wählte das Verb unfriend zum Neologismus des Jahres 2009. Es sei aktuell geläufig und habe das Potenzial, dauerhaft benutzt zu werden, so Christine Lindberg, Senior Lexikografin des Oxford US dictionary program. Bedeutung: „To remove someone as a ‘friend’ on a social networking site such as Facebook.“ Im deutschen Sprachraum hat sich hierfür kein vergleichbar geläufiges Verb herausgebildet: Bei Facebook heißt es „als Freund entfernen“, bei StudiVZ „Freundschaft beenden“.

Facebook selbst nimmt den Prozess des „An- und Entfreundens“ sehr ernst: 2008 blockte Facebook das Spiel PackRat, da es User dazu aufrief eine enorme Anzahl an Freunden zu sammeln. Anfang dieses Jahres wurde die Werbeaktion mit Burger King abgebrochen, da zu viele Freundschaften einem Gratis-Whopper geopfert wurden. Ebenso wenig erlaubt Facebook seinen Usern, mehr als 5000 Freunde zu haben.

Wort des Jahres 2008 war hypermiling.