Twitter Japan führt Premium Accounts ein

Twitter Japan kündigte an, ab Januar Premium-Accounts auf Twitter einzuführen. Diese Premium-Mitglieder können dann ihre Follower zur Kasse bitten: Die Leserschaft dieser Person muss zahlen um die Tweets zu lesen oder deren Bilder und Links zu sehen. Das bedeutet, je mehr Follower man hat, desto mehr lohnt sich der Premium-Account. Die Spanne reicht dabei von 80 Cent bis 8 Euro pro Monat. Weitere Infos gibt es hier.

Xing launcht Premium-Unternehmensprofile: ab 25 Euro

Xing kündigte an, nicht nur Nutzern, sondern auch Unternehmen kostenpflichtige Premium-Profile freizuschalten. Zwar gab es einfache Firmen-Übersichten schon vorher (bis heute über 100.000), jedoch werden diese automatisch erstellt, sobald 5 Mitarbeiter dieselbe Firma angeben, und ähneln vom Umfang her eher einem schlichten Branchenverzeichnis. Dies soll sich jetzt ändern. In der Pressemitteilung von Xing heißt es: „Potenzielle Kunden, Interessenten oder auch Bewerber finden neben Basisinformationen wie Adresse und Kontaktmöglichkeiten auch Mitarbeiterübersichten sowie interessante Statistiken auf den Unternehmensprofilen“. Dabei hat man die Auswahl zwischen zwei Angeboten: “Standard” und “Plus”. Die einfache Standarderweiterung kostet monatlich 24,90 Euro. Hierbei kann das Unternehmen eine kurze Firmenbeschreibung sowie das Firmenlogo aufnehmen. Besucher können sich außerdem die Mitarbeiterliste und die aktuellen Stellenangebote ansehen. Das Plus-Profil ist da schon etwas ausgefeilter – aber auch teurer: Für 129 Euro im Monat erhalten Firmen alle Vorteile des Standard-Accounts im individuellen Firmen-Design. Firmen-Updates (d.h. Statusmeldungen) lassen sich beliebig oft veröffentlichen, wobei Nutzer diese abonnieren können. Als einfacher User kann man sich die Liste der Abonnenten auch ansehen.

Das Premium-Plus-Paket ist wohl eher etwas für große Unternehmen, zumal es nicht sehr viele Extras im Vergleich zum Standard-Account bietet. Sollten sich jedoch viele Unternehmen für diese Profile entscheiden, könnte Burda (kaufte sich kürzlich bei Xing ein) nun doch mehr als nur „Lousy Pennys“ mit der Online-Plattform verdienen. Vielleicht ist die Statusaktualisierung auch eine Vorbereitung auf die angekündigte Einbindung von Twitter…

IKEAs Marketing-Erfolg auf Facebook: Bilder markieren

IKEA eröffnete einen neuen Store in Malmö und stand vor dem Problem, diesen bekannt zu machen. Als Lösung hierfür setzte die Marketing-Abteilung auf etwas, das schon bekannt ist: Facebook. IKEA legte ein Facebook-Profil für den neuen Store Manager, Gordon Gustavsson, an. Dann wurden 12 Bilder von Zimmern in sein Fotoalbum hochgeladen, die typische IKEA-Ausstellungszimmer darstellten. Was jeder Facebook-User weiß: Auf Fotos kann man Ausschnitte markieren. IKEAs geniale Idee: Die Person, die zuerst ihren Namen auf ein beliebiges Produkt in diesen Zimmern setzt, gewinnt das Produkt. Die User waren begeistert, verlangten mehr Bilder, schrieben ihren Freunden, setzten die Bilder auf ihre Pinnwand und promoteten somit selbstständig die Aktion. Der interaktive IKEA-Katalog wurde auf diese Weise mit tausenden Namen befüllt. Leider verstößt die Kampagne mittlerweile gegen die neuen FB-Richtlinien und wird wohl keine zweite Runde erleben oder Nachahmer finden.

Das Video zur Kampagne gibt es hier:

Toys´R´Us lockt tausende Fans auf Facebook

Der amerikanische Spielzeughersteller Toys´R´Us hat den Trend erkannt. In dessen Facebook-Gruppe haben Fans jetzt exklusive Shopping-Vorteile. Diese Angebote gibt es nur auf Facebook und nur für Fans der Gruppe. Damit ist die Spielzeug-Gruppe, laut Facebook, die momentan schnellst wachsende Marke der Social Media Plattform. Über 400.000 Fans wollen sich die Vorteile sichern: Sie erhalten exklusiven Zugang zu „Mystery Deals“, eine Vorschau aller Preisnachlässe, Kataloge und einlösbare Coupons.

Zu wissen, in welchen Geschäften es welche Rabatte gibt, ist momentan in Amerika im Hinblick auf den anstehenden „Black Friday“ extrem wichtig und ein heiß diskutiertes Thema. Dieser Tag ist der „Tag des Konsums“: Der erste Tag nach Thanksgiving ist ein Feiertag, an welchem alle Geschäfte geöffnet haben, mit Preisnachlässen locken und die Weihnachts-Shopping-Saison beginnt.

Gutes für die Welt kann man als Fan ebenfalls tun: Für jeden neuen Fan spendet Toys´R´Us 1 Dollar an bedürftige Kinder. Da ist das schlechte Gewissen nach dem Konsum-Rausch natürlich nur noch halb so groß…

Twitter bald mit Werbung

Twitter will demnächst ins Werbegeschäft einsteigen. Dies gab Dick Costolo, Geschäftsführer des Microblogging-Dienstes bekannt. Genauere Details wollte er zwar nicht nennen, versprach jedoch, es werde „faszinierend, cool und nicht traditionell“ werden und „die Leute werden es lieben“. Hoffen wir, dass die Werbung gut ankommt und nicht weitere User abschreckt, da Twitter zur Zeit mit starken Nutzerrückgängen zu kämpfen hat. Laut einer Nielsen-Studie gingen im Oktober die Twitter-Seitenaufrufe im Vergleich zum Vormonat um 27,8% zurück. Ein Teil des Rückgangs könnte allerdings auch mit dem veränderten Zugriff auf die Twitter-Plattform zusammenhängen: Durch Anwendungen von Drittanbietern oder Zugang über Smartphones wird immer häufiger der Twitter-Dienst in Anspruch genommen. Diese wurden in der Studie nicht berücksichtigt. Laut eMarketer soll die Anzahl der Twitter-User in den USA jedoch weiter wachsen und 2010 bei 26 Mio. liegen. Momentan sind es 18,9 Mio.

Wort des Jahres: unfriend

Facebook bereichert die englische Sprache: Das New Oxford American Dictionary wählte das Verb unfriend zum Neologismus des Jahres 2009. Es sei aktuell geläufig und habe das Potenzial, dauerhaft benutzt zu werden, so Christine Lindberg, Senior Lexikografin des Oxford US dictionary program. Bedeutung: „To remove someone as a ‘friend’ on a social networking site such as Facebook.“ Im deutschen Sprachraum hat sich hierfür kein vergleichbar geläufiges Verb herausgebildet: Bei Facebook heißt es „als Freund entfernen“, bei StudiVZ „Freundschaft beenden“.

Facebook selbst nimmt den Prozess des „An- und Entfreundens“ sehr ernst: 2008 blockte Facebook das Spiel PackRat, da es User dazu aufrief eine enorme Anzahl an Freunden zu sammeln. Anfang dieses Jahres wurde die Werbeaktion mit Burger King abgebrochen, da zu viele Freundschaften einem Gratis-Whopper geopfert wurden. Ebenso wenig erlaubt Facebook seinen Usern, mehr als 5000 Freunde zu haben.

Wort des Jahres 2008 war hypermiling.

Personaler sind zögerlich bei Social Media

Der Mensch ist nicht sein Lebenslauf allein. Denn um über Bewerber mehr zu erfahren als das, was ihr Curriculum preisgibt, lohnt sich schon mal ein Blick in deren Profile bei Xing, Facebook und Co. Allerdings sind deutsche Personaler noch weit entfernt von einer strategischen Nutzung der Social Media. Dies belegt die Studie „Social Media und Personalarbeit: Potenzial erkannt. Und genutzt?“ des Beratungsunternehmens IFOK, bei der rund 800 Personaler befragt wurden. Das Fazit der Studie lautet: Trotz Millionen von Nutzern Sozialer Netzwerke, haben sich deutsche Personalexperten auf die neuen Formen der Kommunikation bisher kaum eingestellt.  Zwar messen 60% der Befragten Social Media eine große Bedeutung für ihren Bereich Human Resources bei, jedoch existieren bei zwei Drittel der Unternehmen keine geregelten Zuständigkeiten für dieses Thema. 70% der Unternehmen haben keine unternehmensweite Social Media-Strategie und nur 15% haben Richtlinien für den Umgang mit Social Media. Das Thema Weiterbildung wird ebenfalls nicht beachtet: Nicht einmal 10% der Befragten bieten Schulungen zum Umgang mit Social Media an.

Die Personaler haben derzeit ein sehr enges Sichtfeld was die Nutzung von Social Media betrifft: Sie nutzen zwar durchaus klassische etablierte Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn (80% haben sie bei ihrer Personalarbeit zumindest schon einmal benutzt und 60% informieren sich gelegentlich auf Business-Plattformen über potentielle neue Mitarbeiter), allerdings vergeben sie eine sehr große Chance, was den Blick auf ihr eigenes Unternehmen betrifft. Was über das eigene Unternehmen online geschrieben wird, unter anderem von den Mitarbeitern, darüber informieren sich systematisch nur 4% der Personaler. Mehr als drei viertel von ihnen hat noch nie Beurteilungen auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen zur Kenntnis genommen. Doch gerade dieser Spiegel für das Unternehmen bietet Möglichkeiten, eine offene Unternehmenskultur zu fördern, die Produktivität zu steigern, die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen zu verbessern sowie die „Talentpipeline“ zu füllen.

Die komplette Studie gibt es hier als PDF zum Download.

YouTube mit neuem Elternkanal ForMom

YouTube startete soeben zusammen mit Kodak den neuen Online-Kanal ForMom, eine Plattform auf YouTube, auf der sich Mütter gegenseitig Tipps und Tricks rund um Elternschaft geben können. Es stehen Videos zu Themen wie Kochen, Beauty, Spielzeug oder Gesundheit zur Auswahl, die kommentiert und durch eigene Videos ergänzt werden können. Gesponsert wird der Kanal von Kodak, wobei Familien beispielsweise an einem Online-Familien-Video-Contest teilnehmen können und eine Reise sowie verschiedene Kodak Produkte gewinnen können.
Mal sehen, welche Partnerschaft YouTube als nächstes eingeht…

Burda wird Hauptaktionär von Xing

Der Münchner Verlag Hubert Burda Media übernimmt für 48,3 Mio. Euro 25,1% der Anteile an Xing und wird damit größter Aktionär des Online-Business-Netzwerks. Das Anteilspaket stammt von Xing-Gründer Lars Hinrichs, der nur noch mit 2,6% beteiligt bleibt. „Die Beteiligung ist ein wichtiger Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens“, sagte Burda und sicherte sich so einen Fuß in der Tür  im Geschäft mit Online-Stellenbörsen. Diesen Bereich baut Xing derzeit stark aus, beispielsweise mit Instrumenten für Headhunter. Der Umsatz der Hamburger Xing AG stieg zwischen Januar und September um rund 32% auf 33,2 Mio Euro. Dies lag insbesondere an den rund 660.000 zahlenden Premium-Mitgliedern (von insgesamt 8 Mio. Nutzern), durch die fast ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet wurde.

Xing muss sich jetzt gegen den amerikanischen Weltmarktführer LinkedIn zur Wehr setzen, denn als deutsches Soziales Netzwerk gegen einen großen amerikanischen Konkurrenten zu bestehen, ist schwer, wie das Beispiel StudiVZ versus Facebook zeigt. Deshalb plant das Web2.0 Unternehmen neue Applikationen: „Ganz oben wird die Twitter-Integration stehen“, sagte Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvoritzender der Xing AG. Die Funktion soll bald freigeschaltet werden. Ob dies ausreicht um den „Facebook-Effekt“ abzuwenden, bleibt abzuwarten, denn Xing verzeichnet gerade bei den Zugängen von neuen Mitgliedern starke Einbrüche, wobei Konkurrent LinkedIn genau hierauf den Fokus setzt.

Coca-Cola mit größter Marketing-Aktion im Web2.0

Coca-Cola will für seine bisher größte Web2.0 Kampagne „Expedition 206“ drei junge Menschen als „Glücksbotschafter“ ein Jahr lang die Welt bereisen lassen. Während ihrer Tour durch alle 206 Länder, in denen der Getränkehersteller 2010 vertreten sein wird, werden die drei Botschafter ihre Eindrücke mit Fotos, Videos und Updates auf Flickr, YouTube, Facebook und Twitter dokumentieren und damit in Echtzeit von Fans weltweit verfolgt werden können. Dabei haben die Reisenden eine Mission zu erfüllen: Sie sollen herausfinden, was Menschen in verschiedensten Ländern der Erde glücklich macht. Gestern gab Coca-Cola die Sieger bekannt, die nun auf Reisen gehen dürfen, nachdem Online-Wähler aus aller Welt die Kandidaten selbst bestimmen und wählen konnten. Voraussetzung war allerdings, dass die „Happiness Ambassadors“ selbst aktive Web2.0 User sind und eine breite Online-Fanbasis haben. Auf ihrer Reise, die am 1. Januar 2010 in Madrid startet, werden die Drei verschiedene Events besuchen und promoten, wie z.B. die FIFA Weltmeisterschaft in Süd Afrika, die Olympischen Winterspiele in Vancouver, die Expo in Shanghai, aber auch gesponserte Events wie der 20. Geburtstag von McDonald´s in Russland. Fans bestimmen ebenfalls online als „virtuelles Reisebüro“ die Route mit und geben an, was am jeweiligen Zielort zu tun und wer zu besuchen ist.

Coca-Cola hat mit dieser Kampagne deutlich gemacht, dass sie das Prinzip von Social Media verstanden haben: Nicht ihnen gehört die Marke, sondern den Konsumenten. Die 3 vorbildlichsten unter ihnen sollen die Glücksbotschaft verbreiten. Clyde Tuggle, Senior Vice President Global Public Affairs and Communications der Coca-Cola Company, bekräftigte, dass in der Kundenkommunikation Authentizität, Verantwortung und Transparenz Schlüsselfaktoren seien und durch die Expedition 206 voll und ganz zum Tragen kommen. Diese Aktion dürfte dem größten Getränkeunternehmen der Welt einen zusätzlichen Verkaufsschub bescheren und seine Absatzmenge von 1,6 Milliarden Portionen pro Tag durchaus noch vergrößern.