20% Text ist zu viel

Wer eine Fanpage bei Facebook betreibt und diese schon mal beworben hat, weiß, dass es da immer eine kleine Genehmigungs-Phase gibt, meist nicht länger als 15 Minuten. Facebook prüft in dieser Zeit, ob der beworbene Beitrag nicht gegen die Facebook Werberichtlinien verstößt. Nur dann wird die Werbung auch „geschaltet“.

Beiträge, die die Prüfung nicht bestehen, werden zwar veröffentlicht, aber eben nicht beworben.

Ich stelle hier einen solchen Beitrag vor: er hat gegen die 20% Text Regel verstoßen – auf nahezu absurde Weise.

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Beste Zeiten für einen Social Media Beitrag?

CalenderEine Standardfrage für jeden Social Media Manager: Wann erreiche ich die meisten Menschen, wann meine Zielgruppe? Wann ist sie aufmerksam, wann engagiert?

Wann also sind beste Zeiten für die eigenen Beiträge in den sozialen Medien? In den letzten 12 Monaten sind hierzu mehrere Studien veröffentlicht worden – und die Ergebnisse liegen meilenweit auseinander!

Ein paar dieser Studien stellen wir hier vor. Und wir finden Erklärungen, warum die alte Faustregel: „Mittwoch, früher Nachmittag ist die beste Zeit“ nicht immer und überall stimmt.

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Nutzerzahlen sozialer Netze: Von einem der auszog….

Es war einmal ein junger Marketing-Praktikant in einem großen deutschen Unternehmen, der hieß Martin. Als Praktikant bekam er natürlich lauter verschiedene Aufgaben (und mit der Zeit auch immer mehr), aber eingestellt hatte man ihn eigentlich für das Thema „soziale Netze“.

Eines Tages kam seine Chefin zu ihm, sie hieß Andrea, und sagte: „Martin, ich muss dringend wissen, wie viele Leute sich in den ernst zu nehmenden sozialen Netzen in Deutschland so rumtreiben. Und zwar nicht irgendein blöder Prozentwert, zu dem mir dann wieder die Grundgesamtheit fehlt, sondern ganz konkret, in Millionen und Hunderttausenden. Und bitte nach Geschlecht getrennt, und am besten auch gleich nach Altersgruppen. Kriegst Du das hin? Du bist doch unser Social-Media-Spezialist, oder?“ Sie zwinkerte ihm motivierend zu.

Martin sagte: „Na klar, das sollte kein Problem sein!“ Und das glaubt er auch. Denn fast jeden Tag las er dazu irgendwelche Statistiken und Veröffentlichungen, da sollte man doch schnell etwas Vernünftiges zusammenstellen können. Andrea lächelte und rief ihm noch im Weggehen zu: „Morgen Mittag wäre prima!“

„Verdammt, wieso fall‘ ich bloß immer wieder auf so was rein?“, dachte sich Martin, aber er sagte nichts, sondern ging an seinen PC.

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IT-Sicherheit: Sind die Deutschen Pharisäer?

riskyUnvorsichtige Bürger

Vor wenigen Tagen konnte man erfahren: nur jeder vierte Internetnutzer verwendet systematische Methoden zur Passwortverwaltung wie Passwortmanager oder Passwortsafe (BITKOM vom 22.10.14). Und in der FAZ konnte man fast zeitgleich lesen, dass knapp 30% der Internetnutzer aus Sicherheitsgründen auf Online Banking verzichtet, Quelle wiederum BITKOM.

Schaut man auf die andere Seite der Kuchen, auf die anderen jeweils 70-75%, dann stellt man fest: Wie immer man die halben und Viertel-Torten übereinander legt, übrig bleiben rund 50%, die am Online Banking teilnehmen und ihre Passwörter nicht mit den o.g. Tools verwalten und schützen.

Nun ist Online-Banking ja kein Kinderfasching, hier kann man nicht nur versehentlich ein paar peinliche Fotos aus der Sauna oder Joint-Bekenntnisse aus frühen Schultagen den falschen Leuten zugänglich machen. Beim Online Finanzmanagement kann man richtig was versemmeln!

Alles Pharisäer?

Haben wir hier also einen weiteren Beleg für die schizophren-hysterischen Deutschen, die zwar abstrakt und theoretisch sehr viel Angst vor allen möglichen Bedrohungen der IT-Welt äußern (BITKOM: 81% haben Angst vor Ausspähung im Web), die aber, wenn es um das eigene umsichtige und sicherheitsbewusste Datenmanagement geht, sehr nachlässig weil vermutlich bequem sind? Sind wir Deutschen IT-Pharisäer?

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Beschwerden – wertvolle Meckerei

young business woman destroying her notebookWas macht ein Kunde, wenn er auf ein Unternehmen wütend ist?

Die meisten ärgern sich leise und zucken die Achseln. Doch einige geben ihren Frust auch weiter.
Sie wenden sich entweder wütend direkt an das Unternehmen oder sie lassen ihren Ärger über die doofe Firma bei Freunden und Bekannten ab.

Das erste nennen wir explizite, dass zweite implizite Beschwerden.

In unserer Beispiel-Analyse vor einigen Tagen konnten wir zeigen, dass in den sozialen Medien die Anzahl dieser indirekten Meckereien, also das Volumen der impliziten Beschwerden in etwa so groß ist, wie das der direkten, der expliziten. Das heißt, zu jedem Beschwerde-Posting auf der eigenen Fanpage, jedem kritischen Tweet an „@unternehmensaccount“ muss sich der CRM-Verantwortliche noch eine weitere Meckerei irgendwo anders im sogenannten „Social Buzz“ denken.

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Shitstorm bei Zalando

Am 15. April 2014 sendete RTL einen kritischen Beitrag über die Arbeitsbedingungen in Zalandos Logistik Center in Erfurt. Der Vorwurf: Unmenschliche Zustände. Angelastet wurden dem Unternehmen insbesondere die enge Überwachung bis Bespitzelung der Mitarbeiter sowie körperlich zu anstrengende Tätigkeiten (über 20km Laufpensum am Tag).

Berichtet und aufbereitet hatte dies eine junge Journalistin (Caro Lobig), die im Günter-Wallraff-Stil (und mit Wallraff-Unterstützung) drei Monate undercover und investigativ dort gearbeitet und auch verdeckt gefilmt hatte. Mittlerweile hat sich das Thema zu den Gerichten verschoben (einstweilige Verfügungen & Co)  – mit kleinen Punktsiegen für Zalando. Doch begonnen hatte es medial-viral:

Denn dieser RTL-Bericht löste einen kleinen Shitstorm im Social Web aus.

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Social Media Aussichten

Social MediaAn Hand der Einkaufspolitik der großen Player am Social Media Markt, und insbesondere der von Facebook, analysiert Rosie Scott in einem Beitrag bei Jeff Bullas die zurückliegenden Phasen und Strategien von Social Media und versucht einen Blick in die Zukunft.

Dabei erkennt Frau Scott in den letzten 10 Jahren 4 Kauf-Phasen in der Facebook Einkaufsstrategie, die sie mit den Entwicklungsphasen des Unternehmens abgleicht. Das ist ganz interessant zu lesen.

Ihre Zukunfts-Prognose überrascht indessen nicht sonderlich: Es wird alles noch mobiler!

Auch wenn also die Social Media Aussichten in Rosies Beitrag eher knapp gezeichnet werden, haben wir doch einiges Erwähnenswerte darin entdeckt. Lesen Sie hier, was im Einzelnen:

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Anfänger-Hilfe-2.0

Anfänger-HilfeIn Sachen web2.0 ist Deutschland nicht gerade auf dem Spitzenplatz. Es sind amerikanische Unternehmen, die unseren Einzelhandel mal eben platt machen, uns aushorchen, uns mit Social Media beglücken, uns die Orientierung mit Search und Earth und Map ermöglichen.

Würden Siemens, SAP, Otto und Telekom es substantiell anders machen, wenn sie könnten?`Wohl kaum – aber sie können halt nicht. Die Amis machen hier das große Geschäft, fädeln die dicken Deals ein, schieben Beträge, die ganze Volkswirtschaften kippen können. Und hinter ihnen stehen dann Koreaner und Chinesen, die auch zunehmend mitmischen.

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Neue Beziehung – der Nr.1 Facebook Life-Event!

Facebook BeziehungPünktlich zum Valentinstag kommt diese Nachricht:

Von allen Lebensereignissen, die man in seiner Chronik dokumentieren kann, ist „Neue Beziehung“ der am häufigsten gewählte Eintrag.

Das berichtet Jeff Bullas in einem seiner neuesten Beiträge. Seine Zusammenfassung beruht dabei auf einer Infografik von topmarketingschools.net.

Nicht alles davon interessiert uns Europäer, aber ein paar weitere Fakten aus dem Artikel sind noch recht beeindruckend:

  • So geht es mit Facebook zum Beispiel jeden Tag ins Neandertal: 20 Milliarden Minuten, das sind knapp 40.000 Jahre (!), beträgt die kumulierte Facebook-Zeit aller Nutzer – jeden Tag!
  • Der durchschnittliche Facebook-Nutzer hat 40 Fanpages, die er „liked“. Zusammen mit den wenigen elementaren demografischen Daten (Geschlecht, Alter, Wohnort) ergibt sich so für die meisten ein hochinteressantes Marketing-Bild – welche Studie könnte das in dieser Aktualität und Dichte liefern? Ganz schnell wird wieder deutlich: Wir Nutzer sind die Ware, nicht der Kunde.
  • Im dritten Quartal 2013 hatte Facebook 1,2 Milliarden aktive monatliche Nutzer, die Mär von den vielen schlafenden, inaktiven Accounts ist hier nach – eben eine Mär.
  • 4,75 Milliarden Beiträge werden von diesen Nutzern täglich „geteilt“ und 66% all dieser Beiträge werden in der Facebook-App abgesetzt. Der Mobile-Zug fährt also mit high-speed weiter.
  • Von den besser verdienenden Internet-Nutzern mit mindestens € 55.000 Jahreseinkommen haben 73% einen Facebook-Account.
  • Und aus welchem Land berichtet der Facebook-Kunde am liebsten? Aus Disneyland! Weltweit nimmt der Vergnügungspark die 4 beliebtesten Check-in-Plätze ein: No. 1 Kalifornien, No. 2 Tokio, No. 3 Hongkong und No. 4 Paris.

Sie suchen tiefer gehende, spezifischere Informationen zu Reichweiten, Nutzungsverhalten oder Vorlieben der Social Media Nutzer? Nicht nur zu Facebook? Fokussiert auf spezielle Branchen oder Regionen?

Es gibt täglich neue Studien, Analysen, Auswertungen. Fragen Sie uns. Wir kennen viele Quellen.

Start-Ups sind sexy – aber…

start-upVor ca. 3 Jahren hat Vodafone das Vodafone Enterprise Plenum (VEP) ins Leben gerufen. Das ist ein Netzwerk von Geschäftskunden, das sich mit neuen Themen beschäftigt, Themen, die Vodafone für interessant hält. Als Mitglied wird man eingeladen zu diversen Events im Workshop-Stil, auf denen Experten zu einem der o.g. Stichworte ihre Sicht und Business-Entwicklung vorstellen. Diese Präsentationen werden dann im Kreis der teilnehmenden VEP-Mitglieder (meist so 20 bis 30 Personen) diskutiert.

Für die Referenten ist das interessant aus Marketing- und Akquise-Gründen, außerdem erhalten sie so unmittelbar Feedback zu ihren Plänen und Produkt-Ideen. Für die Teilnehmer ist es ein Blick über den Tellerrand des eigenen Unternehmens. Oft werden Themen behandelt, die eher „in der Luft“ als im Kern der eigenen Regelaktivitäten liegen. 2012 war zum Beispiel „Social Media“ die Überschrift einer gute besuchten Workshop-Reihe, in 2013 etwa das Thema „Big Data“. Die Workshops öffnen den Horizont, geben neue Anregungen und schaffen neue Kontakte.

Natürlich versäumt Vodafone nicht, die eigenen Angebote und Pläne zum jeweiligen Thema ebenfalls vorzustellen, aber das ist nicht aufdringlich und steht keinesfalls im Vordergrund. Diese Beiträge sind zudem meist ans Ende der Veranstaltung gelegt – man kann also vorher gehen.

Am 31.1. war nun der Start-Up-Day-2014, in Berlin im Otto-Bock-Haus, nahe Reichstag und Brandenburger Tor.

Insgesamt stellten sich 8 Unternehmen vor, nicht nur echte Start-Ups, sondern z.B. auch Venture-Capital-Börsen für Neugründer. Zwischen den Präsentationen ergab sich viel Raum für gegenseitigen Austausch und Vertiefungen.

Einige Eindrücke aus diesen Gesprächen wie auch aus den Präsentationen zur generellen Start-Up Situation in D stelle ich hier vor. Es sind Aspekte oder Aussagen, die mir auffielen, mich zum Teil überraschten. Ob alles genau so stimmt? Es klang nicht unplausibel, doch Sie können das gerne kommentieren!

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