Ist nun langsam Schluss mit Hassreden?

Um es gleich ganz klar zu sagen: nein, Hassreden gibt es weiterhin im bekannten Umfang.

Das Lieblingsmedium der Hassredner ist immer noch Twitter. Gute 70% all dieser unerfreulichen Beiträge finden sich im Zeichen des kleinen niedlichen Vogels. Beim großen Standard-Bösewicht Facebook sind es nur gute 10%, der Rest verteilt sich auf Foren und Blogs.

Bei keinem dieser Seitentypen konnte ich einen nennenswerten Rückgang innerhalb der letzten 6 Monate (Mai-Oktober 2017) feststellen. Einen irgendwie stetigen Anstieg allerdings auch nicht.

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Hassreden werden nicht weniger

Hassreden sind weiterhin ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion. Alle sind natürlich dagegen und entsprechend entrüstet. Und alle wollen sie was dagegen unternehmen, durchgreifen, aufräumen, löschen, Konten sperren und so weiter.

Aber im normalen Social Buzz sieht man davon noch herzlich wenig. Der pöbelt weiter munter vor sich hin. In diesen Tagen nimmt das Volumen sogar wieder zu.

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Beste Zeiten für einen Social Media Beitrag?

CalenderEine Standardfrage für jeden Social Media Manager: Wann erreiche ich die meisten Menschen, wann meine Zielgruppe? Wann ist sie aufmerksam, wann engagiert?

Wann also sind beste Zeiten für die eigenen Beiträge in den sozialen Medien? In den letzten 12 Monaten sind hierzu mehrere Studien veröffentlicht worden – und die Ergebnisse liegen meilenweit auseinander!

Ein paar dieser Studien stellen wir hier vor. Und wir finden Erklärungen, warum die alte Faustregel: „Mittwoch, früher Nachmittag ist die beste Zeit“ nicht immer und überall stimmt.

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Anfänger-Hilfe-2.0

Anfänger-HilfeIn Sachen web2.0 ist Deutschland nicht gerade auf dem Spitzenplatz. Es sind amerikanische Unternehmen, die unseren Einzelhandel mal eben platt machen, uns aushorchen, uns mit Social Media beglücken, uns die Orientierung mit Search und Earth und Map ermöglichen.

Würden Siemens, SAP, Otto und Telekom es substantiell anders machen, wenn sie könnten?`Wohl kaum – aber sie können halt nicht. Die Amis machen hier das große Geschäft, fädeln die dicken Deals ein, schieben Beträge, die ganze Volkswirtschaften kippen können. Und hinter ihnen stehen dann Koreaner und Chinesen, die auch zunehmend mitmischen.

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Vianova-Company und trickr auf einer Homepage

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Unter dem trickr-Logo veröffentlichen wir seit über 3 Jahren Beiträge rund um Social Media und Marketing2.0. Was damals als kleines Versuchs-Blog und Thema am Rande anfing, hat sich mit der Zeit zu einer interessanten Stimme in diesem B2B-Markt entwickelt – und wurde für Vianova-Company eine zunehmend wichtige Marke.

Eine Herausforderung wuchs dabei mit: Unternehmen und Marke waren auf zwei verschiedenen Domains vertreten. Zwar gab es Links in beide Richtungen, aber ganz aus einem Guss, ganz stimmig war das nicht.

Wir haben nun Vianova-Company und trickr auf einer Seite zusammengeführt, die Logos ebenfalls synchronisiert und die alten Adressen so redirected, dass auch alte Links weiterhin funktionieren.

Wir hoffen, Sie finden sich auf den neuen Seiten gut zurecht. Natürlich sind Verbesserungsvorschläge immer willkommen.

Für die Bilder-Leiste haben wir das Plugin „Meta Slider“ installiert. Es ist einfach zu installieren und ebenso leicht zu benutzen

Sehr zufrieden sind wir auch mit dem Plugin „Jetpack“ von den WordPress-Leuten selbst. Funktionen, die bisher nur für wordpress.com-Blogs bestanden, stehen nun auch „selfhosted“ Blogs wie diesem zur Verfügung. Wir haben hier noch lange nicht alles entdeckt, stehen eigentlich sogar erst ganz am Anfang mit den sehr anschaulichen Statistik-Tools und den integrierten Formularen.

Eigentlich ist alles bei dem Umzug wie geplant gelaufen. Die Kollegen von DiPlanet haben einen guten Job gemacht. Danke.

Nicht ganz zufrieden sind wir, dass die Shares und Likes zu den Beiträgen durch die neue Adresse alle wieder auf 0 stehen. Faktisch sind die Likes bei Facebook, G+ etc. weiterhin da, aber an dem neuen Ort werden sie natürlich nicht angezeigt. Das konnten wir leider nicht „hinbiegen“.

Schauen wir, wie sich Beiträge und Besucherzahlen in 2014 entwickeln.

Allen, die dieses Blog gelegentlich lesen, danken wir für das Interesse.

Erleben Sie schöne Feiertage im Kreis angenehmer Menschen. Gerade zu Weihnachten ist Lew Tolstois Weisheit wertvoll: „Wir lieben die Menschen nicht sowohl um des Guten willen, das sie uns getan haben, als um des Guten willen, das wir ihnen getan haben.

Bleiben Sie gesund und besuchen Sie uns gerne in 2014 wieder hier. Den neuen alten Weg zu uns kennen Sie ja nun.

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Mobiles Internet – Wachstumstrend ungebrochen

Trend2013 gibt es in Deutschland 6,4 Mio Tablet- und 24,2 Mio Smartphone-Besitzer unter den Privatpersonen zwischen 14 und 64 Jahren (Quelle siehe unten).

Damit haben die Smartphones ungefähr die gleiche Bevölkerungsdurchdringung erreicht wie die „dummen“ Nur-Telefonie-Handys.

Sicher ist es einerseits einfach modisch-schick ein Smartphone zu haben, aber jeder Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel etwa weiß, wie intensiv auf den kleinen bunten Teilen gesurft wird. Den zum Teil erheblichen Anschaffungskosten stehen in großem Umfang echte, in Anspruch genommene Nutzen gegenüber, oder anders gesagt: die Erfolgsstory „Mobiles Internet“ ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Dabei scheint es bald einen neuen Anführer in diesem Boom-Markt zu geben:

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King Content ist tot – welcher neue soll hochleben?

KönigKing Content ist tot? Wieso das denn?

Wir hatten doch noch vor kurzem Lieder auf ihn angestimmt!  Und nun plötzlich alles vorbei? Warum?

Weil er sich zu gemein gemacht hat, zu bodenständig, zu inflationär, zu demokratisch. Könige sind exklusiv und rar. Dieser war immer und überall.

Natürlich war es toll für uns Konsumenten, ein König zum Anfassen, überall bekam man jede Info, in beliebiger Tiefe und Präzision, Content  „at your fingertips“, wie es mal so schön hieß.

Aber wie soll man da regieren? Wie durchdringen zum verwöhnten Volk mit wirklich wichtigen Botschaften bei dem Krach! Für Könige ein Alptraum! King Content ist sozusagen an sich selbst erstickt.

Die Regentschaft liegt jetzt in pfiffigeren Händen. Nicht mehr das mit vollen Händen ausgeschüttete Fachwissen für jedermann bringts. Führend ist die gezielt adressierte und mundgerecht zugeschnittene Kompetenz. Business Intelligence, Social Media Intelligence.

Entscheidend heute ist nicht das Mehr an Wissen und Fakten. Wer kann das denn überhaupt noch alles verabreiten, wer hat noch seine Twitter-Timeline wirklich in Griff und Blick? Was aktuell abgeht, ist nicht Content Marketing, das ist Content-Diarrhoe!

Dabei geht es doch eigentlich gar nicht um den Content an sich. In Wirklichkeit geht es und ging es immer um Menschen. Um ihre Ohren und Augen, manchmal um Herzen und manchmal um graue Zellen. Man muss sie verstehen, ihnen geben, was sie gerade jetzt brauchen in genau dem Format, das sie jetzt konsumieren mögen und können. Einfach Vieles bringen und auf genügend Treffer hoffen – das gefiel vielleicht vor 200 Jahren Goethe. Heute stößt es ab.

Oder um es mit Kaila Colbin zu sagen:

„The way to compete, the only way to compete, is through greater understanding.“

Lesen Sie den ganzen Artikel von Kaila hier, ist gut geschrieben.

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Huch – Twitter Account gesperrt! Und dann?

130517 Twitter Sperre kleinEs ist wirklich passiert! Unser Twitter Account war gesperrt. Wir haben mal rumgehört, das geschieht nicht so oft. Und auch im Web findet man dazu kaum Beiträge. Also ist ein kleiner Erlebnisbericht vielleicht allgemein interessant.

Gleich vorneweg sei gesagt: der Account (@trendticker) ist wieder offen, 4 lange Tage, von Freitag bis Montag kauten wir aber auf den Nägeln.

Twitter Sperre – da drängen sich diverse Fragen auf:

  1. Woran merkt man das?
  2. Wie wirkt es sich aus?
  3. Was kann man dagegen tun?
  4. Was war überhaupt die Ursache?
  5. Kann man sich irgendwie preemptiv schützen (aka: was lernt uns das?)

Doch der Reihe nach!

1. Woran merkt man es?

Man merkt es eigentlich daran, dass man nicht mehr tweeten kann. Zwischen dem 10. und 14. Mai hatte unser Vogel Sendepause. Wollten wir Seiten twittermäßig weiter verbreiten, kam die Nachricht, dass eine Sendung aktuell nicht möglich sei, man habe den Tweet in den Entwurfsspeicher gelegt. (Wo ist der denn bei Twitter?)

Und bei Twitter direkt kam die Nachricht:

  • Ihr Account ist momentan gesperrt…
  • Das Ganze kann ein Irrtum sein. Dafür entschuldigte man sich vorsichtshalber.
  • Man solle die Twitter Rules aufmerksam lesen und sicherstellen, dass man sie einhält
  • Es gab einen Link, über den man „etwas“ an Twitter schreiben konnte. Aber da es keinen Vorwurf gab, konnte man auch schwer irgendwas entkräften.

Wir haben das ausgefüllt, es kamen 3 Eingangsbestätigungen zurück, textidentisch, nur mit unterschiedlicher Case-ID. Die halfen auch nicht weiter.

2. Wie wirkt es sich aus?

Man hat keinen Zugang zu seinem Account. Und die Following / Follower-Werte stehen beide auf 0. Aber der Account ist da, sichtbar für Dritte. Following / Follower wird da einfach gar nicht angezeigt (die 0 sieht also niemand).

Und Dritte können auch weiterhin Tweets des Accounts retweeten.

Der Account ist jetzt wieder aktiv mit der ganzen „Gemeinde“. Größeren Followerschwund konnten wir nicht feststellen.

3. Was kann man dagegen tun?

Die Ursache vermeiden. Da gehen wir beim nächsten Punkt tiefer ins Detail.

Und wenn das Kind schon im Brunnen liegt? Auf Basis Stichprobe N=1 hier eine Empfehlung, die zumindest nach knapp 4 Tagen geholfen hat:

  • Den Einwand gegen die Sperre in englisch formulieren (wer weiß, wer das liest)
  • Zusichern, dass man alle Regeln einhalten will (und bisher auch immer eingehalten hat)
  • Das Ganze abschicken von dem Mailaccount, der bei Twitter registriert ist (hatten wir zunächst nicht).
  • Und wenn man eigentlich nichts verbrochen hat: vertrauensvoll warten. Wir hatten jedenfalls an Tag 3 auf Fatalismus geschaltet.

4. Was war der Grund?

Warum unser Twitter Account gesperrt war, wissen wir nicht und wir erwarten auch nicht, es positiv zu erfahren. Die folgenden „Theorien“ haben wir später als unwahrscheinlich bis eigentlich unmöglich verworfen:

  • Unser Account wurde gehackt und jemand hat schlimme Sachen veranstaltet, die wir nicht gesehen haben.
  • Trolle und andere böse Geister haben es auf uns abgesehen und unsere Account in großem Stil „gemeldet“. Über solche Aktionen hätte man aber irgendwas gelesen.
  • Wir haben 3 Auto-Retweets am Laufen (via twitterfeed), und eine der Quellen hat Böses getan. Ist jedoch nicht erkennbar so.
  • Wir sind durch Retweeten eines Links in einen anderen „Strudel“ geraten (bei Associated Press war z.B. was im April, und wir hatten die zitiert in der Zeit).

In Hamburg würde man dazu sagen: Alles „Spökenkiekerei“!

Plausibel bis wahrscheinlich erscheint uns aber dies:

Am 8. Mai haben wir einen Bericht von gizmodo retweetet. Es ging um eine spanische Plakat-Kampagne gegen Gewalt und Missbrauch von Kindern (gut gemacht: durch eine Art Wackelbildtechnik lasen die Kinder den „unteren“ Text, Tenor: melde Dich!; die Großen den „oberen“, Tenor: melden Sie das! Fanden wir gut.)

Schon beim Schreiben dieser Zeilen ziehe ich aber die Augenbrauen hoch, denn wir wollen nicht mit WordPress erleben, was wir mit Twitter gerade hinter uns haben. Unser tweet vom 8. Mai beinhaltet nämlich sowohl das deutsche Wort für diesen Straftatbestand (beginnt mit „K“, 4 Silben) als auch als Hashtag das englische Wort (beginnt mit „c“, 3 Silben). Wir hatten sogar den Hashtag extra gesucht, um das auch zutreffend zu markieren.

Was ist daraufhin vermutlich passiert? Wir sehen 2 Möglichkeiten:

  • Entweder einige superpflichtbewusste Aufpasser haben sich einen Automatismus programmiert, der bei der Verwendung bestimmter Worte den entsprechenden Beitrag „meldet“. Und Twitter hat sicher irgend einen Schwellwert, ab dem sie sagen: 200 Meldungen? den Account machen wir mal ein paar Tage dicht und prüfen das. 20, 200, 2.000, wer weiß das?
  • Oder eine amerikanische, schottische, singapurianische, deutsche Sittenpolizei hat mit Twitter einen Deal: Tweets mit einem der Worte von der schlimmen Liste, werden mal ein paar Tage auf Eis gelegt und genauer beleuchtet.

Wenn man länger drüber nachdenkt, sind beide Varianten wirklich nicht unplausibel. Man könnte fast umgekehrt fragen: wie soll eine Böse-Menschen-Überwachung denn sonst funktionieren? Am eigenen Twitter-Leib ausbaden möchte es aber wohl doch keiner.

5. Wie kann man das also (als Unschuldiger) vermeiden, wie kann man sich schützen?

Mit der größte Horror ist, alle Follower zu verlieren (haben wir nicht, aber hätte ja…). Leider gibt es bei Twitter noch nicht die Möglichkeit, ein Archiv als Download zu erhalten (Facebook hat das). Ein unbefriedigender Workaround ist, die Follower in Listen zu sortieren und sich zumindest die wirklich wichtigen irgendwie zu kopieren. Oder man kennt jemand, der sich mit der die Twitter API unterhalten kann…. Den Weg werden wir gehen.

Die Sorge, ein Anderer schreibt fahrlässig bis de facto gefährlich, und man selbst posaunt das ungeprüft, nämlich automatisch weiter rum, ist weiter im Raum. Unsere Auto-Retweets via twitterfeed werden wir nochmal sehr genau prüfen.

Und wir werden über gute Kampagnen o.ä. zu „öffentlich angespannten Themen“ nur noch mit Vorsicht berichten. Nun ist das zwar nicht unser Brot-und-Butter-Geschäft, es gibt genug andere Themen. Aber blöd ist es schon, dass bestimmte Themen nicht beim Namen genannt werden können, weil man dann ins Visier irgendeiner Rasterfahndung gerät.

Wenn diese 4-Tage-Aussetzer der Preis für ein paar automatische Sicherheits-Checks wären, und danach ist wieder alles gut (wenn alles gut ist) – das wäre vielleicht noch akzeptierbar. Aber wenn uns das nun erneut passiert, erneut de facto völlig unberechtigt, wer garantiert, dass es dann nicht 10 Tage sind – weil wir ja schon eine „kritische-Leute-Markierung“ auf irgendeiner Liste haben? Oder sogar Account ganz weg?

An solchen Stellen spürt man gut, wie schwierig das Gelände ist, das zwischen Cyberkriminalität und Datenschutz liegt. Schnelle Lösungen sind immer billig zu haben, gute aber sehr selten und meist auch so kompliziert, dass sie kaum einer versteht.

Letzter Aspekt: Das ganze Wohl und Wehe seiner Unternehmung zu 100% auf so virtuellen Diensten, wie soziale Netze es sind, zu fußen, ist riskanter, als man gemeinhin denkt. Über Nacht und ohne Vorwarnung kann alles futsch sein. Es gibt keine Ansprechpartner, keine Telefonnummer, und schon gar nichts „Einklagbares“. In manchen Staaten kann man immer noch grundlos für ein paar Tage verhaftet werden – und kommt ohne weitere Erklärungen dann plötzlich wieder frei. Ein wenig so war es hier auch.

Und ob man immer alles zurück kriegt und alles ist dann wieder, wie zuvor (so wie bei uns jetzt anscheinend) – wer weiß das schon?

Nachbemerkung

Dieser Beitrag erschien im Mai 2013. Bis heute, Oktober 2013, sind darauf sehr viele Kommentare eingegangen mit dem Tenor: „Mein Account wurde auch gesperrt, bitte helfen Sie!“ Viele dieser Kommentare haben wir hier nicht veröffentlicht, sei es weil sie extrem wirr, kaum verständlich oder zum Teil auch aggressiv oder demagogisch waren.

Sollte Ihr Account auch gesperrt sein und Sie eine Lösung suchen: Wir sind hier nicht die richtige Adresse dafür! Wir kennen keine Entsperrungs-Werkzeuge oder -Tricks.

Unsere generellen Ratschläge für die, die auf jeden Fall eine Sperrung vermeiden wollen, sind:

  1. Bitten Sie bei Twitter in englischer Sprache formell um Aufhebung der Sperre. Versichern Sie dabei, dass die möglichen Gründe für die Sperre von Ihnen nicht beabsichtigt waren und dass Sie solche Anlässe in Zukunft vermeiden werden.
  2. Haben Sie Geduld.
  3. Vermeiden Sie in Zukunft „Problemwörter“.
  4. Vermeiden Sie aggressives Following.
  5. Vermeiden Sie Beleidigungen.
  6. Ergreifen Sie nicht Partei für eine Seite im syrischen oder türkischen Konflikt.

Zweite Nachbemerkung

Immer wieder kommen hier Anfragen an, wie man einen Einspruch bei Twitter formulieren soll. Wir wissen das nicht, aber haben trotzdem ein Musterschreiben verfasst, das aus unserer Sicht geeignet ist.

Jeder kann es wie er will verwenden, es gibt keinen Copyright-Schutz. Aber es gibt auch überhaupt keine Garantie, dass das Schreiben „funktioniert“ und irgendetwas löst oder beschleunigt. Wir würden halt so schreiben, auf deutsch wie auf englisch.

Wir wünschen allen unberechtigt gesperrten Accounts eine schnelle Entsperrung!

 

Der perfekte Facebook Beitrag – aus Sicht von Marken und Unternehmen

130509 Facebook WinnerDie Überschrift ist so gut, dass wir Jeff Bullas schon allein dafür danken müssen!

Denn wer will das nicht – Wettbewerber, Chefs und die Kollegen vom Offline Marketing beeindrucken mit wirklich erfolgreichen Facebook Posts!

Also here we go, so geht „perfekt“ (es sind nur 7 Regeln, das klingt machbar):

  1. Schreiben Sie kurz und prägnant, weniger als 90 Zeichen ist die Daumenregel (und im Werbeformat auch das Limit)
  2. Bauen Sie Aktionen, Handlungsaufrufe ein, zum Beispiel einen Link, den man klicken muss. Zum Beispiel zum Marken-Clip auf youtube, Relaunch-Images auf flickr oder zum eigenen Blog. Und der Hyperlink sollte bit.ly oder ow.ly verkürzt sein!
  3. Sprechen Sie die Zielgruppe zu Themen und in einer Weise an, die für sie ideal und spezifisch ist. „Franzosen besser französisch anreden“ ist damit nicht gemeint. Gemeint ist: man soll deutlich machen, wen man eigentlich adressiert und dass der Beitrag eigentlich nur für diese speziellen Insider relevant ist. „Als Fanzose im Ausland hat man es oft schwer, genießbare Speisen zu finden. Wir geben Ihnen eine Orientierungshilfe!“ – und das auf französisch, das ist spezifisch. Man zieht die Zielgruppe an durch (explizite) Ausgrenzung des Rests.
  4. Eine kurzfristige Promotion schalten. Jeff empfiehlt 24h. Je nach Größe des Unternehmens und der Fangemeinde sind hier „normale“ Anzeigen oder sogenannte Sponsored Stories angesagt.
  5. Ein Bild integrieren, die Idealmaße beginnen bei 300×300 Pixel, weniger bitte nicht. Und: quadratisch!
  6. Bis zu 70% der Facebookbeiträge werden auf mobilen Endgeräten „konsumiert“ – darauf sollte Ihr Beitrag ausgerichtet sein. Bei Jeff heißt das: mobile first!
  7. Engagiert dran bleiben! Nach der Veröffentlichung geht’s erst los. Hören Sie der Audience zu (listening, listening, listening!) und schalten Sie sich mit klugen Beiträgen, Fragen und auch Antworten gelegentlich ein.

Diese einfachen Regeln gibt es auch als recht anschauliche Infografik.

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Hashtags – von Katzen und Flöhen

SUPER SUNRISE KEMPWas heißt „einen Sack Flöhe hüten“ auf Englisch? To herd cats, Katzen hüten.

Jeff Bullas hat dazu einen netten Artikel geschrieben über eine spezielle Twitter Herausforderung: Tweets zu strukturieren ist wie einen Sack Flöhe hüten: How to Herd Cats on Twitter.

Und wie hütet man also? Mit Hashtags. Die Teile scheinen eine kleine Renaissance zu erleben. Wir haben das Thema hier auch schon behandelt vor ein paar Wochen und die elegante Raute dabei abfällig „Gartenzaun“ genannt. Naja, passt zum Katzenhüten.

Die Twitter-Userzahlen steigen weiter (auch in D, dem Land der Twitter-Muffel), weil der kleine blaue Vogel irgendwie so basisdemokratisch ist. Für mehr als relativ authentischen O-Ton ist ja gar kein Platz. Und die Hashtags schaffen dabei die Ordnung, machen den chaotischen Content „liquid“, führen Ströme zusammen. Jeff nennt Hashtags den Kleber von Twitter.

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