IT-Sicherheit: Sind die Deutschen Pharisäer?

riskyUnvorsichtige Bürger

Vor wenigen Tagen konnte man erfahren: nur jeder vierte Internetnutzer verwendet systematische Methoden zur Passwortverwaltung wie Passwortmanager oder Passwortsafe (BITKOM vom 22.10.14). Und in der FAZ konnte man fast zeitgleich lesen, dass knapp 30% der Internetnutzer aus Sicherheitsgründen auf Online Banking verzichtet, Quelle wiederum BITKOM.

Schaut man auf die andere Seite der Kuchen, auf die anderen jeweils 70-75%, dann stellt man fest: Wie immer man die halben und Viertel-Torten übereinander legt, übrig bleiben rund 50%, die am Online Banking teilnehmen und ihre Passwörter nicht mit den o.g. Tools verwalten und schützen.

Nun ist Online-Banking ja kein Kinderfasching, hier kann man nicht nur versehentlich ein paar peinliche Fotos aus der Sauna oder Joint-Bekenntnisse aus frühen Schultagen den falschen Leuten zugänglich machen. Beim Online Finanzmanagement kann man richtig was versemmeln!

Alles Pharisäer?

Haben wir hier also einen weiteren Beleg für die schizophren-hysterischen Deutschen, die zwar abstrakt und theoretisch sehr viel Angst vor allen möglichen Bedrohungen der IT-Welt äußern (BITKOM: 81% haben Angst vor Ausspähung im Web), die aber, wenn es um das eigene umsichtige und sicherheitsbewusste Datenmanagement geht, sehr nachlässig weil vermutlich bequem sind? Sind wir Deutschen IT-Pharisäer?

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Fotoservice für Kätzchenbilder

HungryEinige Beiträge zurück ging es hier um unsere allgemeine Aufmerksamkeit, und dass Themen, die uns immens wichtig erscheinen, anderen recht schnurz sein können – und in der Regel auch sind.

Am Beispiel „Kätzchenbild“ einer romantisierenden Großmutter wurde das dann etwas weiter ausgeführt.

Nun, hier ist ein Kätzchenbild – einerseits um das Thema abzurunden und auch und primär um auf den Fotoservice hinter dem Bild aufmerksam zu machen.

Er heißt PhotoDropper und ist ein WordPress-Plugin.

  • Das Plugin ist wirklich easy installiert. zip-Datei downloaden und auf der Pluginseite von WP hochladen.

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Nontent – besser als Content!

130215 boredomWas ist Nontent?

Content, den man nicht wirklich wahrnimmt.

Die TV-Serie, die im Hintergrund dudelt, ist das typische Beispiel für Nontent. Einfach ein Programm, das läuft – während wir eigentlich auf etwas Anderes fixiert sind.

Das Wort „Nontent“ und den damit verbundenen Gedanken habe ich in diesem netten Artikel von Mike Powell gefunden. Ich weiß nicht, ob das Wort sonst irgendwie gebräuchlich oder zumindest in Marketingkreisen bekannt ist, mir war es neu.

Mike erklärt es so: wenn Content das ist, was die Leute suchen, um es sich anzuschauen, dann ist Nontent das, was sie suchen, um zu entspannen.

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Warum Content Marketing so wichtig ist – eine Infographic

Keine Frage: Content Marketing ist angesagt, fast ein flavour of the year 2013! Aber warum eigentlich? Es gibt technische Gründe rund um Googles Panda und Penguin, das sind sozusagen die Auslöser  – aber dieser Zoo ist nicht unser Thema heute.

Unsere Frage ist: was genau wird denn von Content Marketing ausgelöst, so dass schon bald die Kosten durch gestiegene Umsätze überkompensiert werden?

Content+ hat darauf eine Antwort mit einer Infographic gegeben (gefunden in Jeff Bullas‘ Blog), die ich sehr anschaulich fand und hier zusammengefasst habe. Die Infographic selbst ist hier natürlich auch enthalten.

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Podcasts – ungenutzte Chancen erschließen

smartphoneSie wissen ungefähr, was ein Podcast ist?

Podcasts sind asynchrone“ Radio- und Fernsehsendungen, die man abonnieren kann. „Asynchron“ bedeutet, dass es für einen Podcast keinen Sendetermin gibt. Sie laden es auf Ihr Smartphone und konsumieren es, wann Sie wollen. Wie einen Song.

Rund 2,1 Millionen Deutsche nutzten Podcasts in 2012 (lt. ARD und ZDF Online Studie). Das klingt nach einer mäßig interessanten Zielgruppe, aber die Podcaster sind ein ganz spezielles Völkchen.

Bevor wir auf die Eigenheiten des Mediums und der Nutzergruppe eingehen, zunächst noch ein paar klärende Fakten zum Thema „Podcast“ ganz allgemein.

Gegenüber „normalen“ Radio- und TV-Sendungen ist nämlich dieses Asynchrone nur einer von vielen Unterschieden. Hier sind noch mehr:

  • Podcasts kann praktisch jeder herstellen, der ein Mikrofon hat. Und gerade bei nicht so anspruchsvollen Themen geschieht das auch in großem Umfang. 9,5 Millionen kostenlose Audio- und Video-Dateien stehen z.B. auf www.podcast.de zum Download bereit.

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Mist gebaut – und nun? Wie man eigene Fehler behandelt.

Beschwerde.wmfFehler geschehen nun mal, auch an der Schnittstelle zum Kunden. Doch im Gegensatz zu internen oder privaten Prozessen, darf man in der geschäftlichen Reaktion auf Beschwerden nichts der Stimmung oder dem Zufall überlassen.

Was es konkret zu beachten gilt, hat Drew McLellan in einem guten Artikel zum Thema Beschwerdemanagement bei MarketingProfs zusammengefasst.

Man kann das recht leicht auf englisch lesen. Für einen ersten Eindruck stellen wir hier nur kurz seine Hauptbotschaften zum Umgang mit Kundenbeschwerden vor.

  • Luft ablassen. Der Kunde will seinen Ärger loswerden. Den Raum muss er bekommen, ungestört. Erst wenn er anfängt sich zu wiederholen, ist es Zeit, das Thema an sich zu ziehen.
  • „Es tut mir Leid!“ Nichts ist so stark, wie diese wenigen Worte – auch, wenn Sie denken, der Kunde ist selbst Schuld. Es tut Ihnen Leid, dass er enttäuscht ist, Ärger hat, unzufrieden ist. Sie vergeben sich nichts.
  • Konkrete Reaktion. Der Kunde erwartet eine Aktion von Ihnen (Ersatz, Wiederholung, Gutschrift, Hausbesuch etc.). Und einen präzisen Zeithorizont (heute, diese Woche, bei der nächsten Rechnung etc.).
  • Keine Entschuldigungen. Den Kunden interessiert nicht wirklich, ob Ihre Warenwirtschaft abgeschmiert ist oder das halbe Team mit Grippe im Bett liegt.
  • 150% Kommunikation. Beim „Bereinigungs-Prozess“ (in dem Sie nun sind): Machen Sie deutlich, dass Sie jeden Schritt persönlich kontrollieren – und lassen Sie den Kunden daran Teil haben. Das Ersatzteil wurde versendet? Der Kunde soll es erfahren. Reparatur dauert unerwartet länger? Der Kunde soll es erfahren. Sie und der Kunde überwachen das jetzt zusammen.
  • Der Erinnerungs-Anker. Lassen Sie dem Kunden ein kleines, unerwartbares Extra zukommen, eine Blume, ein Kuchen. Dieser letzte Schritt macht aus einer vermiedenen Abwanderung eine starke Loyalisierung und ggf. auch Neukundengewinnung. So lange das Problem „nur“ korrekt behoben wurde, wird kaum drüber geredet. Mit der kleinen Geste on-top wird daraus ein Erlebnis, von dem man Freunden berichtet.

Wie haben Sie Ihr Beschwerdemanagement aufgesetzt? Haben Sie noch andere Tipps zum Umgang mit Beschwerden? Weitere Anregungen und Hinweise sind sehr willkommen!

Business Einsatz von Social Media – ein Studienvergleich

Zu einem der letzten Beiträge hier gab es einen Kommentar von BroFist, der die USA-Zahlen im Artikel gerne mit Deutschland-Zahlen verglichen hätte. Konkret:

91% der Unternehmen in den USA setzen Facebook ein – und wieviele hier in Deutschland?

Eine sehr berechtigte Frage!
Die Antwort ist aber nicht so einfach, denn Länder-übergreifend einheitliche Studien-Designs gibt es nicht. Außerdem sind die Zeitpunkte solcher Surveys nicht gleich – bei so dynamischen Themen wie Social Media kann das das Bild stark verzerren.
Wir haben recht lange nach leidlich vergleichbaren Surveys gesucht und sind mehr schlecht als recht fündig geworden. Für Deutschland gibt es da Einiges, zum Teil allerdings auf eher dünner Stichprobe (N=140 z.B.).

Und dann der absolute Researcher-Horror: Die Werte haben wir gemittelt.

Zwei Entschuldigungen wollen wir zu unserer Entlastung anführen:

  • Noch mehr Zahlen liest sowieso keiner.
  • Es ist ohnehin nur ein Schnappschuss (mit langer Belichtungszeit), irgendwo zwischen den Studienwerten muss der wahre Wert ja liegen. Beispiel: Youtube wird je nach Studie in D von 28%, 41%, 43% und 49% der Unternehmen genutzt. Der Mittelwert 40% ist für 2012 nicht unplausibel.

Vorbemerkungs-Fazit: Das ist hier keine Diplomarbeit bzw. Masters-These, sondern soll eine grobe Business-Orientierung geben.

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B2B Manager sind "Social Media blind"

121231 blindNach einer Studie der Zeno Group (US-amerikanische PR-Firma mit Hauptsitz in New York) sind B2B Manager noch ziemlich „Social Media blind“, denn sie gehen mit ihrem Ruf in den sozialen Medien ignorant um – ignoranter jedenfalls als ihre B2C- Kollegen.

Dies und noch einige Vergleiche mehr wurden Ende des vergangenen Jahres vorgestellt, hier ist der Link zu dem  Beitrag von MarketingProfs.

Der englischsprachige Artikel ist schnell gelesen, hier darum nur einige weitere Findings in aller Kürze:

  • Wenn sie wichtige Entscheidungen treffen, denken nur 30% der B2B-Manager und immerhin 43% der B2C-Manager dabei (auch) an ihre Social Media Reputation.
  • 43% der B2B-Entscheider glauben, auf schlechte Social Media Berichte innerhalb von 24h reagieren zu können – bei den B2C-Managern sind es immerhin 63%
  • 71% der CEOs von großen Corporations (über 10.000 MA) beachten ihre Social Media Repution – bei den kleineren Firmen unter 10.000 MA sind es nur 55%.

Fazit: auch im web2.0-Paradies USA setzt sich Social Media in den Unternehmen nur schrittweise durch. Der B2B Bereich macht dabei noch die kleineren Schritte.

Für wie wichtig halten Sie das Online Reputation Management? Praktizieren Sie es schon? Ihr Feedback ist willkommen!

Voll daneben? Social Media Marketing am Ziel vorbei?

ÄpfelundBirnenEine neue Studie deckt scheinbar einen Missstand auf: Marketing verliert bei Social Media seine Zielgruppe aus den Augen, ist also mediamäßig „voll daneben“. Aber stimmt das wirklich?

Bei Facebook passen die Welten, so scheint es, noch zusammen, ganz klar: Lemminge im Strom anderer Lemminge – aber abseits davon: eine große Diskrepanz! Eine Diskrepanz zwischen den Medien, die Social Media Marketers nutzen und denen, die ihre Zielgruppen besuchen.
Das besagt jedenfalls eine Studie von Pitney Bowes Software, die vor einigen Tagen bei MarketingProfs vorgestellt wurde. Nach dieser Studie benutzen z.B. 57% der „Marketing Decision Makers“ Twitter für Business Zwecke, aber nur 31% der „Consumers„.

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