12 Gründe, warum Unternehmen keinen Erfolg in Social Media haben

Viele Unternehmen springen gerade auf den Social Media Zug. Doch viele kennen dabei nicht ihr Ziel und werden es deshalb auch nicht erreichen. Hier sind 12 Stolpersteine, die Unternehmen umgehen sollten, wenn sie sich erfolgreich in der Social Media Welt bewegen wollen.

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1. Sie verstehen das Social Media Ökosystem nicht

Viele Unternehmen glauben, wenn sie nur die richtigen Tools und die richtigen Technologien einsetzen, haben sie es geschafft. Doch weit gefehlt. Der wichtigste Aspekt bei Social Media ist es, das dahinter stehende Gefühl zu verstehen und zu wissen, wie man hineinpasst und dazu beitragen kann. Die Mechanismen traditioneller Push-Werbung, bei der man seine Nachricht mit einem TV-Spot verbreitet, funktionieren nicht mehr. Statt dessen müssen Unternehmen lernen, ein Teil der Community zu werden oder sogar eine eigene Community aufzubauen und die Aufmerksamkeit des Publikums durch Authentizität und Beziehungen auf sich zu ziehen. Dies erfordert natürlich ein Umdenken bei Unternehmen, die sich nur auf Tools und Technologien konzentrieren.

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2. Sie nehmen die falschen Berater oder Agenturen unter Vertrag

Ein weiterer Stolperstein. Die richtige Beratung zu haben, ist extrem wichtig, aber sie zu finden, ist nicht einfach. Ein gut designter Twitter-Account oder eine nette Facebook-Seite einer Agentur reichen als Einstellungs-Kriterium nicht aus. Man sollte sich genau ansehen, ob dort Interaktionen stattfinden und beachten, dass es keine vorgefertigten Einheitslösungen und Standard-Strategien gibt. Jede Marktnische hat ihre Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gilt. Daher müssen sich die Agenturen in der jeweiligen Branche und dem Marktsegment auskennen.

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3. Sie handeln ohne klaren Plan

Unternehmen ohne klare Social Media-Ziele werden es schwer haben. Was erreicht werden soll, welcher ROI erzielt werden soll, muss vorher genau festgelegt werden. Die Welt einfach nur mit ein paar willkürlichen Tweets zu beschallen bringt nichts. Wahllosigkeit zu vermeiden ist der Schlüssel zum Erfolg. Social Media muss mit einer klaren Strategie in die „Unternehmens-DNA“ integriert werden. Zwar erfordert Social Media von den Unternehmen Flexibilität in den Handlungen um Ziele zu erreichen, denn im Neuland von Social Media ist nichts 100% planbar – oft reagieren Kunden einfach anders als erwartet – doch sollten klare Ziele die Wegrichtung vorgeben.

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4. Sie haben eine falsche Social Media Denkweise

Oft verstehen Unternehmen nicht, dass Social Media auch Engagement verlangt. Sie haben die Einstellung, dass Social Media einfach ein zusätzlicher Kanal ist, mit dem man die Leute beschallen kann und damit Coupons verteilen kann. Social Media kann jedoch nicht mit der Schablone von traditionellen Medien bewertet werden. Es erfordert eine andere Denkweise und ist mehr als Tools, Technologien und Tweets.

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5. Sie unterschätzen den Aufwand und das erforderliche Wissen

Die billigste Arbeitskraft einzustellen oder irgend einen internen Mitarbeiter, der noch freie Kapazitäten hat, trägt nichts zu einem positiven ROI bei. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Führungskräfte das Social Media Ökosystem verstanden haben, Ziele setzen und Arbeitskräfte entsprechend ihrer geplanten Strategie einsetzen.

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6. Sie engagieren sich nicht

Ein recht simpler Punkt, doch viele Unternehmen halten sich nicht daran. Interaktion und Engagement mit den Nutzern ist wichtig – nicht zu ihnen tweeten sondern mit ihnen tweeten. Kreativer und mit Mehrwert angereicherter Content ist King, wenn er das Publikum zur Interaktion bewegt. Social Media Guru Brian Solis sagt „Die soziale Währung von Social Media ist Handlung“.

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7. Sie implementieren keine Social Media Richtlinien

Die Richtlinien müssen nicht kompliziert oder schwer verständlich sein. Doch sollten sie im Vorfeld definiert werden. Rechtsrisiken werden so vermieden und ein Standard für die Mitarbeiter und Partner festgelegt, wie diese sich im Namen der Firma in sozialen Medien bewegen.

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8. Keine klare Rollen- und Verantwortungszuweisung

Ähnlich wie undefinierte Zielvorgaben, sind unklare Aufgaben- und Verantwortungsbereiche ein Problem. Sie sollten ebenfalls genau aufgeteilt werden.

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9. Sie sehen Social Media als Rettung

Ein Unternehmen, das in Schwierigkeiten ist, sei es, dass Vertrieb und Marketing nicht miteinander arbeiten und deshalb nicht greifen, die Markenbotschaft nicht ankommt oder die Kunden den Unternehmensservice schlicht nicht mögen, kann nicht mit Social Media gerettet werden. Im Gegenteil: Der Einsatz von Social Media verschlimmert die Sache nur noch: Kunden haben eine neue Plattform um sich zu beschwerden – sofern sie sich überhaupt engagieren, ein einheitlicher Markenauftritt kann nur funktionieren, wenn Marketing und Sales zusammenarbeiten und die schlechte Markenbotschaft würde sich nur noch weiter im Netz verbreiten. Hier muss das Unternehmen ehrich zu sich selbst sein und zunächst die internen Brandherde bekämpfen.

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10. Sie hinterlassen einen schlechten ersten Eindruck

Man hat nur eine Chance einen ersten Eindruck zu hinterlassen. Dieser Zeitpunkt sollte gut vorbereitet werden. Nutzer werden nur einmal auf die Facebook-Fanpage des Unternehmens eingeladen. Ist dieser Auftritt schlecht, kommen sie womöglich nie wieder. Besser man nimmt sich die Zeit, die man braucht, als vorschnell die Kunden zu verprellen.

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11. Sie haben überzogene Erwartungen an Social Media

Unrealistische Erwartungen entstehen schnell, wenn man in den Nachrichten von großen Marken hört, wieviele YouTube-Klicks und Millionen von Facebook-Fans sie haben. Das will man natürlich auch erreichen und setzt schnell die Benchmark entsprechend hoch. Wird die Messlatte nicht erreicht, ist das Unternehmen enttäuscht, entlässt den Social Media Beauftragten und verbucht die Social Media Expedition als Fehlschlag. Andere Unternehmen werden daraufhin vorsichtig und stellen billige Arbeitskräfte ein, um das Risiko gering zu halten. Deshalb sollte man genau untersuchen, was realistisch ist, die Ziele adäquat setzen und Geduld haben.

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12. Sie sind langweilig

Mit unnützen und langeiligen Inhalten, ist man in Social Media nicht gut aufgestellt. Social Media bedeutet inspirierende Inhalte, die das Publikum dazu animieren, sich mit dir in Verbindung zu setzen. Ist man diesem Problem davor schon offline begegnet, so werden Twitter und Facebook nicht mehr erreichen. Eine Marketing-Agentur kann hier mit neuen Ideen helfen, sodass das Potenzial von Social Media voll ausgeschöpft wird.

0 Gedanken zu „12 Gründe, warum Unternehmen keinen Erfolg in Social Media haben

  1. Es ist immer das Gleiche: kaum gibt es einen neuen Kanal,
    setzt das Hirn aus. Auch hier gilt die alte
    Marketing-Kommunikationssregel: Ziele definieren, Zielgruppen
    definieren, Strategie daran ausrichten. Wurde in den Anfängen des
    Internet auch außer acht gelassen….

  2. Es reicht tatsächlich nicht aus, in einem Blog hin und wieder rein zu schreiben, wie toll man doch ist…..
    Entweder man macht es richtig, mit Herz und Seele oder es ist verschwendete Zeit. Allerdings kostet das Geld und das wird das Problem vieler gescheiterten Versuche oder bestehender Versuche, die keiner bemerkt, sein.
    Wenn man es richtig macht, dann ist es eine mächtiges Tool, das Einstellung der Unternehmer widerspiegelt. Wenn die nicht stimmt, sollte man es vielleicht auch lassen oder jemanden externen damit beauftragen. Eine falsche oder nicht gut überlegte Bemerkung kann schlimme Folgen haben….. die sich wie ein Lauffeuer ausbreiten kann.
    Danke für diesen Artikel.

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