12 Erfolgsfaktoren für Twitter

Jeff Bullas  ist ein australischer Social Media Berater. Ich lese seine Beiträge gerne, sie sind klar, einfach und „handfest“, konkret. Wenig Geschwafel.

Gerade hat er einen Beitrag geschrieben mit dem Titel “ 12 Keys to Success on Twitter“.

Das ist interessant zu lesen, ich habe hier die Kernthesen (das, was ich verstanden habe) verkürzt zusammengestellt.

1. Viel hilft viel

Es ist gut viele Follower zu haben, dann wird man besser wahrgenommen, der Account sieht vertrauenswürdig aus, je mehr desto mehr. Natürlich kommt es auch auf den Content an (s.u.), aber aus Business-Sicht ist die Größe der „Gemeinde“ ebenso wichtig.

2. Baue die „Gemeinde“ aus

Deine Follower interessiert, was Du tweetest, darum folgen sie Dir. Sie versprechen sich input und Anregung von Deinen tweets. Deine Zielgruppe hat sich selbst „erfunden“, sie ist für Deine Botschaften auto-qualifiziert. Darum enttäusche die Gemeinde nicht, stelle Relevanz sicher – für diese Zielgruppe!

3. Schnelle Infos verblühen schnell

Die kurze Nachricht, die schon nächste Woche keinen mehr interessiert, ist wenig wertvoll. Interessant sind z.B. „how-to’“s, Anleitungen, Videos und generell Beiträge, die auch in einem halben Jahr noch gelesen werden. Versuche anzuleiten und zu unterrichten, nicht nur zu informieren.

4. Schaffe Ausbreitungs-Lust

Deine Tweets sollen danach verlangen, geteilt, retweetet zu werden, so gut muss der Content sein („liquid and contageous“). Das ist harte Arbeit, aber das ist der Kern. Nicht alles muss man selbst erfinden, auch gute Links bringen Dich weiter.

5. Sei multimedial

Deine Gemeinde erwartet mehr als nur Text, und mit Twitter geht das. Baue Bilder, Videos, podcasts und Diashows in Deine Tweets ein.

6. Benutze Bilder

Bilder werden immer wichtiger, Pinterest und Instagram sind jüngste Beispiele, aber auch die wachsende Bedeutung von Infografik belegt, wie wichtig Bilder sind.

7. Automatisiere Dein Gezwitscher

Jeff schreibt wirklich viel, nach eigenen Schätzungen alle 15 min ein Tweet. Das schafft er, weil er 2 Werkzeuge benutzt: Socialoomph (kostenpflichtig) und Twitterfeed.

Anm. trickr.: Über beide werden wir in Kürze berichten.

8. Verführung durch den Titel

Du hast nur wenige Sekunden, um Interesse zu wecken. Wenn die erste Zeile nicht greift, ist die Aufmerksamkeit verloren.

9. Aus allen Rohren feuern

Benutze alle relevanten Netzwerke! So erreicht man nicht nur neue Zielpersonen sondern steigert auch seine Glaubwürdigkeit. Eine Untersuchung zeigt: Wer von einer Marke nur einmal hört, hat einen Vertrauensfaktor von 4%. Werden es 3 bis 5 mal, steigt der Wert auf über 50%.

Anm. trickr: Jeff hat diese Zahlen bei Edelmann gefunden. Ich konnte die Studie nicht identifizieren, aber der Link ist trotzdem einen Klick wert.

10. Wo die Tweets zu Hause sind

Deine Follower wollen die eine Wurzel kennen und sehen, nicht nur die zahllosen Äste. Man kann (und soll) auf vielen Social Media Plattformen präsent sein, aber die fachlich-sachliche Grundlage muss transparent bleiben. Zeige Deine Homepage oder Dein Blog und mache deutlich, dass alles von da ausgeht, dass hier die Wurzel ist.

Und stelle sicher, dass Du selbst die Rechte und den Zugriff darauf hast. Das erfordert ein wenig Investment, aber ist notwendig, wenn man die Kontrolle behalten will.

11. und 12. Alles aus Leidenschaft!

Das Thema über das Du tweetest soll Dich faszinieren und fesseln, es soll Dich begeistern und Dir die Kraft geben für neue Ideen und neuen Content. Unruhe ist die erste Twitter-Pflicht!

Die chinesische Mauer wurde Stein für Stein gebaut, aber man sieht sie aus dem Weltall mit bloßem Auge. Twittern muss man Wort für Wort, aber jeden Tag, 7 Tage die Woche (So schreibt Stephen King seine Bücher). Diese Leidenschaft und innere Unruhe macht den Unterschied.

Anm. trickr: Jeff hat die letzten 2 Punkte getrennt, Leidenschaft und Unruhe, aus meiner Sicht sind sie eng bei einander. Dafür beinhaltet Punkt 10 eigentlich 2 Aspekte, den fachlichen und den organisatorisch-rechtlichen. Auf 12 Punkte ist er also so oder so gekommen.

Frage an die Leser: Dieser Beitrag hat nun gar keine Grafik o.ä., nichts Multimedia. Ich persönlich mag solche knappen Infos durchaus, und investiere lieber Zeit in interessante Links, aber wie sieht die Audience das? Sollten hier mehr Grafiken und Viodeos drin sein? Kommentare sind willkommen!

0 Gedanken zu „12 Erfolgsfaktoren für Twitter

      • ja stimmt, automatisiert klingt komisch und ist es wohl auch. Ich werd mir diese Tools mal genauer anschauen, Jeff hat ja wirklich einen beneidenswerten output, kriegt sicher viel feedback und muss die Flut irgendwie bändigen.
        Ich begrüße zum Beispiel auf Twitter (@trendticker) neue Follower manuell, wenn am Tag 100 kommen, ist damit schnell Schluß.
        Auf jeden Fall: danke für den Einwurf, werde ich genauer untersuchen.

  1. „7. Automatisiere Dein Gezwitscher“ – ähm, automatisiertes irgendwas ist im Kundenkontakt niemals von Vorteil.
    Einfach machen, das ist die beste Devise und wer mit offenen Augen/Ohren das Gelesene rekapituliert, der wird auch schnell seinen eigenen Weg finden.

  2. Visualisierung ist für mich zwar sehr wichtig im Internet, aber ich mag es, wenn solche Tipps und Anmerkungen wie in diesem Beitrag klar, kurz und prägnant veröffentlicht sind, durch die Aufzählung und die Ankündigung sind weder Fotos, noch Grafiken notwendig. Gerade solche Beiträge machen es möglich, sie sofort anzusehen, weil sie eben kurz das Wichtigste zusammenfassen. Ich muss den Link nicht „parken“ bis ich mal Zeit habe ihn durchzuarbeiten.
    Also sehr gut und gelungen aus meiner Sicht – Danke!

    • Danke, beruhigt mich, ich hatte von mir auf andere geschlossen, manchmal gefährlich, hier anscheinend nicht.
      Ich stimme auch voll zu, aufgebrezelte Seite erfordern viel Konzentration, so cool sie auch aussehen, schnell durch ist man grad durch die spannenden Infografics nicht.
      Es kommt halt wie Sie sagen auf die Balance an.

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